Das Foto zeigt eine Szene aus dem Film Blonde.
© picture alliance / ZUMAPRESS.com | Plan B Entertainment
Auf dem Bild zum Scrubs Reboot sind die Hauptcharaktere aus der Serie in einer humorvollen Gruppenaufnahme zu sehen. Von links nach rechts stehen Dr. Bob Kelso (Ken Jenkins) mit einem Skelett, Dr. Cox (John C. McGinley) mit verschränkten Armen, Dr. Elliot Reid (Sarah Chalke) in blauer Kleidung, J.D. (Zach Braff) sitzend mit Stethoskop, Turk (Donald Faison) in grüner Kleidung, der Hausmeister (Neil Flynn) mit einem Wischmopp und Carla (Judy Reyes) in orangefarbener Kleidung. Die Szene ist lebendig und voller Witz.
Auf dem Bild in dem Artikel zu den Reality-Shows 2026 ist eine Hand mit einer Fernbedienung im Vordergrund zu sehen, die auf einen großen, leicht verschwommenen Fernseher gerichtet ist. Auf dem Bildschirm erscheinen zahlreiche bunte Vorschaubilder.

Netflix’ Blonde: Was ist die wahre Geschichte von Marilyn Monroe?

Fast 60 Jahre nach ihrem Tod ist Mar­i­lyn Mon­roe immer noch eines der bekan­ntesten Gesichter Hol­ly­woods, wenn nicht sog­ar der ganzen Welt. Ab dem 28. Sep­tem­ber 2022 zeigt Net­flix das Biopic „Blonde”. Der Film basiert auf dem gle­ich­nami­gen und fik­tiv­en Roman von Joyce Car­ol Oates. Das Buch ergänzt bekan­nte Fak­ten über das Leben von Mar­i­lyn Mon­roe mit fik­tiv­en Details. Hier erfährst Du die wahre Geschichte hin­ter Blonde.

Marilyn Monroe: Wer war ihr Vater?

Mar­i­lyn Mon­roe wird am 1. Juni 1926 als Nor­ma Jeane Morten­son geboren und auf den Namen Nor­ma Jeane Bak­er getauft. Bak­er und Morten­son sind die Nach­na­men der bei­den Ex-Ehemän­ner ihrer Mut­ter – Gladys Bak­er. Der Name Mon­roe, den Nor­ma Jeane später als Teil ihres Kün­stler­na­mens tra­gen sollte, ist der Geburt­sname ihre Mutter.

Die spätere Mar­i­lyn Mon­roe hat bis zu ihrem Tod nie erfahren, wer ihr biol­o­gis­ch­er Vater war. In ihren unvol­len­de­ten Mem­oiren „My Sto­ry” schreibt sie, dass ihre Mut­ter das Foto eines Mannes besaß, der wie der Schaus­piel­er Clark Gable aus­sah. Den Namen des mys­ter­iösen Mannes wollte Gladys Bak­er aber niemals verraten.

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1981 berichtet die New York Times, dass ein kür­zlich ver­stor­ben­er Mann namens Mar­tin Edward Morten­son im Besitz ein­er Kopie der Geburt­surkunde von Nor­ma Jeane Morten­son sei. In diesem Doku­ment werde er als Vater von Nor­ma Jeane genan­nt. Die Geschichte ist jedoch deswe­gen unglaub­würdig, da eben jen­er Mar­tin Edward Morten­son bere­its 1929 gestor­ben sei, wie andere Zeitun­gen berichten.

Mar­i­lyn Mon­roe sowie ihre Mut­ter gehen später davon aus, dass ein ehe­ma­liger Kol­lege von Gladys Bak­er namens Charles Stan­ley Gif­ford der biol­o­gis­che Vater sei. Gif­ford arbeit­ete wie Gladys Bak­er bei Con­sol­i­dat­ed Film Indus­tries. Mar­i­lyn Mon­roe ver­sucht in ihrem späteren Leben mehrfach, Gif­ford zu kon­tak­tieren. Dieser lehnt jedoch jeglichen Kon­takt ab.

Die wahre Geschichte hinter Blonde: Marilyn Monroe wuchs bei Pflegefamilien auf

Mar­i­lyn Mon­roes Mut­ter lei­det unter starken psy­chis­chen Prob­le­men und ist nicht in der Lage, sich um ihre Tochter zu küm­mern. Die spätere Filmikone ver­bringt daher ihre Kind­heit in ver­schiede­nen Pflege­fam­i­lien. Nach­dem Gladys zum ersten Mal in eine Ner­ven­klinik eingewiesen wird, lebt Mon­roe erst bei den ehe­ma­li­gen Untermieter:innen ihrer Mut­ter und bei Nachbar:innen.

Fast sieben Jahren lebt Nor­ma Jeane anschließend bei der Fam­i­lie Bolen­der, die sich sehr um sie küm­mert und sog­ar adop­tieren will. Mut­ter Gladys ist über den Adop­tion­swun­sch entset­zt: Sie hat­te bere­its zwei Kinder ver­loren, als ihr erster Ehe­mann diese nach der Schei­dung aus dem Land brachte.

Die Ereignisse über­schla­gen sich: Nor­ma Jeanes Mut­ter Gladys erre­icht eine Nachricht, dass Groß­vater Til­ford Hogan Selb­st­mord began­gen hat. Außer­dem ist Gladys’ Sohn Robert auf tragis­che Weise ums Leben gekommen.

Die psy­chol­o­gisch insta­bile Gladys erlei­det daraufhin einen Ner­ven­zusam­men­bruch und schreibt laut Biography.com ihrer Tochter Nor­ma Jeane: „Warum kon­ntest Du es nicht gewe­sen sein?“. Als Folge dieses Ner­ven­zusam­men­bruchs wird Gladys Bak­er in den fol­gen­den Jahren immer wieder in psy­chi­a­trische Kliniken eingewiesen.

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Nor­ma Jeane Bak­er alias Mar­i­lyn Mon­roe lebt anschließend ein Jahr in einem Waisen­haus und danach wieder bei Pflege­fam­i­lien. Ins­ge­samt sollen es zwölf ver­schiede­nen Fam­i­lien gewe­sen sein. In vie­len Fällen wird das junge Mäd­chen ver­nach­läs­sigt oder mis­shan­delt, berichtet unter anderem Van­i­ty Fair. Von einem neuen Unter­mi­eter ihrer Pflegeel­tern wird sie in dieser Zeit sog­ar sex­uell miss­braucht, schreibt New York Times.

Hinzu kommt die große Ungewis­sheit über das Schick­sal ihrer Mut­ter, denn nie­mand will dem verzweifel­ten Mäd­chen sagen, was genau geschehen ist. Nor­ma Jean muss annehmen, dass ihre Mut­ter Gladys wohl gestor­ben sei. Während der Zeit des Miss­brauchs erlei­det sie ein Trau­ma, auf das nach ihrer Aus­sage ihre späteren Sprach­störun­gen zurück­zuführen seien: Die berühmteste Film­di­va aller Zeit­en stottert.

Marilyn Monroe leidet unter psychischen Krankheiten

Wie ihre Mut­ter lei­det auch Mar­i­lyn Mon­roe unter zahlre­ichen psy­chis­chen Erkrankun­gen und hat darüber hin­aus mit Suchtkrankheit­en zu kämpfen, berichtet Los Ange­les Times bere­its 1962. Es wird ver­mutet, dass dem Hol­ly­wood­star anfangs starke Schmerzmit­tel gegen seine Endometriose und Bar­bi­tu­rate sowie andere Beruhi­gungsmit­tel gegen die Schlaflosigkeit ver­schrieben wur­den. Außer­dem trinkt sie viel Alko­hol – vor allem Champagner.

Mon­roe nimmt darüber hin­aus zahlre­iche Medika­mente gegen Depres­sio­nen ein. Etwa einen Monat, nach­dem sie am 21. Jan­u­ar 1961 die Schei­dung vom Schrift­steller Arthur Miller ein­gere­icht hat, weist sie sich Mon­roe selb­st in die psy­chi­a­trische Klinik Payne Whit­ney in New York ein.

Zu der Zeit lei­det sie unter stark­er Schlaflosigkeit. Statt sich um Mon­roes Schlaf­störun­gen zu küm­mern, sper­rt man die junge Frau laut Van­i­ty Fair in eine Gum­mizelle. Ihrem Ex-Mann Joe DiMag­gio gelang es, in die Klinik einzu­drin­gen und sie zu befreien.

Die wahre Geschichte hinter Blonde: Marilyn Monroe und ihre Ehemänner

Lange Zeit beibt uner­wäh­nt, dass Mar­i­lyn Mon­roe bere­its im Alter von 16 Jahren zum ersten Mal heiratet. Am 19 Juni 1942 ver­mählt sie sich mit dem damals 21-jähri­gen Nach­barsjun­gen James Dougher­ty. Der junge Mann schließt sich später der Han­dels­ma­rine an und Nor­ma Jeane Bak­er wird 1944 von einem Fotografen ent­deckt. Noch im sel­ben Jahr tren­nt sich das Paar.

Nach ein­er Fern­beziehung heiratet Mon­roe schließlich  am 14. Jan­u­ar 1954den Base­ball­spiel­er Joe DiMag­gio im Rathaus von San Fran­cis­co. Mon­roe sagt später, sie hät­ten sich aus dem Bedürf­nis nach Sta­bil­ität zusam­menge­fun­den. DiMag­gio hinge­gen will eine Haus­frau und akzep­tiert den Sta­tus sein­er Gat­tin als Sexsym­bol nicht. Diese gegen­sät­zlichen Wün­sche und DiMag­gios Besitzstreben führen zu Span­nun­gen in der Ehe.

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Im Sep­tem­ber 1954 kommt es zum Eklat:  DiMag­gio ist bei den Drehar­beit­en zu der berühmten Szene anwe­send, in dem Mon­roes Rock über einem U-Bahn-Git­ter in die Luft gewirbelt wird. Es kommt zum Stre­it zwis­chen den Eheleuten, infolgedessen DiMag­gio seine Frau schlägt. Mon­roe reicht anschließend die Schei­dung ein und begrün­dete dies mit „seel­is­ch­er Grausamkeit“. DiMag­gio bit­tet um Verge­bung, aber Mar­i­lyn Mon­roe lehnt eine Ver­söh­nung ab.

An Wei­h­nacht­en 1961 trifft sich das Paar wieder auf fre­und­schaftlich­er Basis. DiMag­gio ver­sucht sog­ar, sein­er Exfrau bei ihrer Suchtkrankheit und den psy­chis­chen Prob­le­men zu helfen. Später gibt sich der Ex-Base­ball-Profi die Schuld an Mon­roes frühzeit­igem Tod. Nach­dem er ihre Beerdi­gung arrang­iert hat, schickt er in den näch­sten 20 Jahren dreimal pro Woche Rosen an ihr Grab.

Am 29. Juni 1956 heiratet Mar­i­lyn Mon­roe den Schrift­steller Arthur Miller. Doch auch in dieser Ehe hält das Glück nicht lange: Irgend­wann find­et Mon­roe einen Tage­buchein­trag, in dem Miller schreibt, er sei ent­täuscht und beschämt von ihr.

Nach den Drehar­beit­en zu dem Film „The Mis­fits“ kommt es zum Bruch zwis­chen den Eheleuten und dann zur Schei­dung. Bei der Beerdi­gung Mon­roes ist Arthur Miller nicht anwe­send. Er schreibt in einem erst 2018 veröf­fentlichen Essay, er habe nicht zwis­chen lauter öffentlich Trauern­den an ihrem Grab ste­hen wollen, die „weinend” und „gaffend” dastünden.

Früher Tod und Verschwörungstheorien

Mar­i­lyn Mon­roe wird am frühen Mor­gen des 5. August 1962 von ihrer Haushäl­terin Eunice Mur­ray tot aufge­fun­den. Der Bericht des Gerichtsmedi­zin­ers kommt zu dem Schluss, dass sie an ein­er Über­do­sis von Bar­bi­tu­rat­en gestor­ben sei. Die genauen Umstände kön­nen jedoch nie gek­lärt werden.

In Folge ihres Todes im Alter von nur 36 Jahren wird viel spekuliert – sog­ar Gerüchte wer­den in die Welt geset­zt: Ange­blich hätte die Fam­i­lie Kennedy, das FBI oder das kuban­is­che Regime den Hol­ly­wood­star ermor­den lassen. Für keine dieser The­o­rien gibt es aber Beweise.

Die wahre Geschichte hinter Blonde: Roman und Realität

Der im Jahr 2000 erschienende Roman „Blonde“ von Joyce Car­ol Oates ist die Vor­lage für den Film. In dem Roman ver­mis­cht die Autorin Fak­ten über das Leben Mar­i­lyn Mon­roes mit teils märchen­haft erzählten und aus­geschmück­ten Geschicht­en. „New York­er“ ver­gle­icht das Buch mit den fin­ster-makabren Goth­ic-Nov­el des 18. und 19. Jahrhun­derts. Ein wiederkehren­des Motiv dieser Schauergeschicht­en sind tierisch anmu­ten­den Gestal­ten, die ein holde Prinzessen auf bedrohliche Weise umschwärmen.

So erzählt der Roman von einem Cast­ing der jun­gen Nor­ma Jeane. Das Vor­sprechen endet damit, dass der fik­tive Film­pro­duzent namens „Mr. Z“ die junge Frau im Hin­terz­im­mer verge­waltigt. Am Ende dieses Ver­brechens bekommt Nor­ma Jeane die Rolle zuge­sprochen und soll sich einen Kün­stler­na­men aus­sucht­en: Mar­i­lyn Mon­roe. Doch diese Ereig­nis ist reine Fiktion.

Die Män­ner um Mar­i­ly Mon­roe überze­ich­net der Roman als dun­kle Fabel­we­sen oder glo­r­re­iche Prinzen, die die junge Film­di­va umgar­nen. Die tat­säch­lichen Namen der wirk­lichen drei Ehemän­ner der Mon­roe nen­nt der Roman nicht. Stattdessen wird beispiel­sweise der Autor Arthur Miller als „The Play­wright“ und der Base­ball-Star DiMag­gio heißt im Roman „The Ex-Athlete“.

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