Verónica Echegui als Rebeca Garrido, Isak Férriz als Milo Malart in Folge 2 von „Stadt der Schatten“.
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Auf dem Bild in dem Artikel zum Dschungelcamp 2026 sind Jan Köppen und Sonja Zietlow zu sehen.
Auf dem Bild in dem Artikel zu den Weihnachtsfilmen im TV ist eine Szene aus dem Film „Kevin – Allein zu Haus“ zu sehen.

Das Ende von Stadt der Schatten erklärt: Das steckt hinter der Mordserie

Bekan­nte Per­sön­lichkeit­en wer­den an berühmten Gebäu­den in Barcelona auf grausame Weise ermordet: Darum dreht sich die spanis­che Net­flix-Krim­is­erie „Stadt der Schat­ten”. Aber was steckt hin­ter den Ver­brechen? Und warum haben es die Killer:innen aus­gerech­net auf diese Opfer abge­se­hen? Das Ende von „Stadt der Schat­ten” erk­lären wir Dir hier!

Achtung, der fol­gende Text enthält natür­lich Spoil­er zu „Stadt der Schat­ten”. Wenn Du die Serie noch nicht gese­hen hast, soll­test Du lieber nicht weiterlesen.

So entwickelt sich Stadt der Schatten bis zum spannenden Ende

Die spanis­che Minis­erie „Stadt der Schat­ten” begin­nt mit der Ent­führung und grausamen Ermor­dung eines ein­flussre­ichen Bau­un­ternehmers. Er wird auf dem Balkon eines bekan­nten Gebäudes in Barcelona ver­bran­nt: der Casa Milà, einem Werk des Architek­ten Antoni Gaudí.

Der eigensin­nige Inspek­tor Milo Malart (Isak Fér­riz) soll das Ver­brechen aufk­lären. Dabei ist er seit sein­er Sus­pendierung nicht mehr im Dienst. Ihm zur Seite ste­ht eine neue Kol­le­gin, Inspek­torin Rebe­ca Gar­ri­do (Veróni­ca Echegui).

Schon früh ver­muten die bei­den ungle­ichen Ermittler:innen, dass hin­ter dem Mord ein:e Serienkiller:in steckt. Ihre Kolleg:innen zweifeln, doch bald fol­gt ein weit­er­er Mord. Der Leit­er eines Waisen­haus­es wird auf ähn­liche Weise umge­bracht, eben­falls an einem Gaudí-Bauwerk.

Die bei­den Toten waren mächtige Män­ner mit schmutzi­gen Geheimnis­sen. Alle Spuren führen in ihre Ver­gan­gen­heit und zu tief ver­wurzel­ten Macht­struk­turen in der Stadt. Die Morde sind bewusst an ikonis­chen Orten insze­niert, um Barcelona zu erschüt­tern. Die Bevölkerung gerät zunehmend in Panik. Ein Star­jour­nal­ist ist das näch­ste Opfer.

Dann wird Rich­terin Susana Cabr­era (Ana Wagen­er) ent­führt – aus­gerech­net eine alte Fre­undin von Milo Malart. Die Ermittler:innen set­zen alles daran, die Killer:innen zu stop­pen. Der Druck steigt, weil ein Besuch des Pap­stes in Barcelona ansteht.

Am Ende führt „Stadt der Schat­ten” alle Fäden zusam­men. Aber wer über­lebt, wer sind die Verbrecher:innen und was steckt hin­ter ihrem Rachefeldzug?

Wer sind Gaudís Schatten und warum morden sie?

In der let­zten Folge der Minis­erie erfahren die Zuschauer:innen, wer hin­ter den bru­tal­en, sym­bol­trächti­gen Mor­den in Barcelona steckt: ein Geschwis­ter­paar, Héc­tor und Hele­na Gui­tart. Sie haben ihre Ver­brechen akribisch geplant, als Rachefeldzug. Am Ende von „Stadt der Schat­ten” bekommt das Pub­likum auch eine Erk­lärung für ihre Taten.

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Die Mörder:innen beze­ich­nen sich selb­st als „Gaudís Schat­ten”. Das G-Sym­bol bezieht sich nicht nur auf Gaudí, son­dern auch auf ihren Nach­na­men. Ihr Leben wurde Stück für Stück durch die Machen­schaften mächtiger Men­schen zer­stört. Eigentlich wuch­sen sie in geord­neten Ver­hält­nis­sen auf. Der Fam­i­lie ging es gut. Doch nach dem tragis­chen Tod ihrer Mut­ter bei einem Autoun­fall ver­fällt ihr Vater den Drogen.

Dann lässt Bau­un­ternehmer Pin­tó ihr Zuhause abreißen, um Platz für einen lukra­tiv­en Neubau zu schaf­fen. Als die Behör­den die Gegend räu­men wollen, stirbt ihr Vater vor den Augen der Kinder. Sie bleiben ganz allein zurück. Rich­terin Susana Cabr­era unterze­ich­net eine Anweisung, mit der Héc­tor und Hele­na ins Waisen­haus La Fer­radu­ra geschickt werden.

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Dort sind die Kinder jahre­lang den Mis­shand­lun­gen von Heim­leit­er Félix Tor­rens aus­ge­set­zt. Er miss­braucht Hele­na und sper­rt ihren Brud­er tage­lang ohne Wass­er und Essen im Keller ein. Erst nach Jahren kön­nen die bei­den das Waisen­haus ver­lassen und zu ihrer Tante ziehen. Hele­na arbeit­et später als Sicher­heit­skraft im Muse­um, Héc­tor bei der Gaudí-Kathe­drale Sagra­da Família.

Als das Vier­tel, in dem sie leben, zum Abriss freigegeben wird, brechen alte Wun­den wieder auf. Sie erken­nen, dass Zeit nichts heilt – erst recht nicht, wenn die Ver­ant­wortlichen nicht zur Rechen­schaft gezo­gen wer­den. Kor­rupte Män­ner wie Pin­tó und Tor­rens sind weit­er­hin mächtig und ziehen die Strip­pen. Solche Täter über­leben, während die Armen unter dem Deck­man­tel des Fortschritts ver­nichtet wer­den. Darum beschließen die Geschwis­ter, sich an ihren Peinigern zu rächen.

Den Star­jour­nal­is­ten Mauri­cio töten sie, um ihre Spuren zu ver­wis­chen. Eigentlich tat er etwas, was ihnen ent­ge­genkam: Er hat­te dafür gesorgt, dass Bilder der Morde und Opfer zur besten Sendezeit im Fernse­hen liefen. Damit rück­en die Morde endgültig ins Rampenlicht.

Feuer, Gaudí-Gebäude, der Keller: Was steckt hinter der Symbolik?

Héc­tors und Hele­nas Ver­brechen spiegeln ihre per­sön­liche Tragödie wider. Darum wählen sie starke Sym­bole, die mit ihrem Leid ver­bun­den sind. Die dun­klen Keller erin­nern an den Raum, in dem der Junge als Kind immer wieder einges­per­rt wurde. Das Feuer ste­ht für seine über Jahre anges­taute Wut. Das Mau­soleum, in dem die Rich­terin gefan­gen ist, ist die Grab­stätte von Héc­tors und Hele­nas Eltern.

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Und die Gaudí-Bauw­erke? Hele­na liebte dessen Architek­tur als Kind. Doch das ändert sich im Waisen­haus: Immer wenn Tor­rens sie in seinem Büro sex­uell miss­braucht, blickt sie auf ein Bild mit Werken des Architek­ten, das im Zim­mer hängt. Indem die Geschwis­ter Gaudís berühmte Wahrze­ichen in Tatorte ver­wan­del­ten, befleck­en sie kul­turelle Ikonen.

Die Geschwis­ter wis­sen, dass sie den Kap­i­tal­is­mus nicht zer­stören kön­nen – dafür ist er zu ein­flussre­ich. Aber sie hof­fen, dass sie die Bevölkerung mit der Wahl der Tatorte, Meth­o­d­en und Opfer bee­in­flussen kön­nen – und eine antikap­i­tal­is­tis­che Stim­mung hervorrufen.

Stadt der Schatten: Was passiert am Ende mit Héctor und Helena?

Die Geschichte von Héc­tor und Hele­na endet in „Stadt der Schat­ten” tragisch. Am Tag des Pap­st­be­suchs bere­it­en sich Brud­er und Schwest­er auf einen Selb­st­mor­dan­schlag vor, der die Mächti­gen in der Kathe­drale Sagra­da Família bestrafen soll. Doch Milo und Rebe­ca ent­deck­en den Plan rechtzeit­ig. Zuerst find­en die Polizist:innen Héc­tor, in die Enge getrieben und ohne Ausweg. Er set­zt sich selb­st in Brand und stirbt auf dieselbe Weise wie seine Opfer.

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Milo stellt Hele­na im Palau Güell. Sie geste­ht dem Ermit­tler, dass sie ihren Brud­er auf den Weg der Rache geführt hat. Mit seinem Tod ver­liert sie jede Hoff­nung. Auch sie set­zt sich in Flam­men und stürzt sich von der Ter­rasse in die Tiefe.

Können Milo und Rebeca Richterin Susana retten? 

Im aller­let­zten Moment schaf­fen es Milo und Rebe­ca, Rich­terin Susana Cabr­era zu ret­ten. Durch Hele­nas let­zte Worte erken­nt der Inspek­tor, dass die Geschwis­ter ihr let­ztes Opfer lebendig einge­mauert haben. Als Ort ent­pup­pt sich das Fam­i­lien­mau­soleum der Gui­tarts. Die Ermittler:innen find­en die Rich­terin Susana lebendig vor.

Susanas Ret­tung hat für Milo eine per­sön­liche Bedeu­tung: Sie glaubte an ihn, als er nach dem Tod seines Nef­fen Marc in Kon­flikt mit seinen Vorge­set­zten kam. Dass er sie vor dem Tod bewahren kann, hil­ft ihm, den Ver­lust seines Nef­fen bess­er zu ver­ar­beit­en. Und Susana will nun endlich alles daranset­zen, die Kor­rup­tion in der Polizeibehörde aufzudeck­en. Schließlich hat­ten die Bosse von Milo und Rebe­ca jahre­lang ihre schützende Hand über Tor­rens gehalten.

Mit dem tragis­chen Finale scheint die Geschichte von „Stadt der Schat­ten“ eigentlich abgeschlossen. Den­noch stellen sich viele Zuschauer:innen die Frage, ob Net­flix die Serie fort­set­zen kön­nte und wie real­is­tisch eine zweite Staffel ist. Mehr zum The­ma erfährst Du im fol­gen­den Artikel:

„Stadt der Schat­ten“ Staffel 2: So ste­hen die Chan­cen für eine Fortsetzung


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