Conjuring 3: wahre Geschichte
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Conjuring 3: Die wahre Geschichte hinter dem Fall „The Devil Made Me Do It”

Am 1. Juli  kommt endlich „Con­jur­ing 3: Im Bann des Teufels” in die Kinos. Und auch hin­ter Con­jur­ing 3 steckt eine richtig span­nende wahre Geschichte. Hier erfährst Du, was es mit dem berühmten Fall „The Dev­il Made Me Do It” auf sich hat.

Die wahre Geschichte hinter Conjuring 3

Wahre Geschicht­en sind im Con­jur­ing-Fran­chise wahrlich nichts Neues, schließlich haben die Protagonist:innen Ed und Lor­raine War­ren auch im echt­en Leben haupt­beru­flich Geis­ter gejagt. Und auch ver­gan­gene Fälle wie zum Beispiel die Puppe Annabelle oder das Geis­ter­haus der Fam­i­lie Per­ron hat es wirk­lich gegeben.

Im englis­chen Orig­i­nal heißt der dritte Con­jur­ing-Film „The Con­jur­ing: The Dev­il Made Me Do It”. Das ist eine Anspielung auf einen der berühmtesten Gericht­sprozesse der USA, und zwar den ersten, in dem dämonis­che Besessen­heit als Argu­ment für die fehlende Schuld­fähigkeit des Angeklagten ange­führt wurde. Der Prozess gegen den 19-jähri­gen Arne Cheyenne John­son fand im Novem­ber 1981 vor dem Ober­sten Gericht­shof von Con­necti­cut statt und wurde als „The Dev­il Made Me Do It”-Fall berühmt.

Wer war Arne Cheyenne Johnson?

Arne Cheyenne John­son tötete am 16. Feb­ru­ar 1981 seinen Ver­mi­eter, den 40-jähri­gen Alan Bono, mit mehreren Taschen­messer­stichen in den Oberkör­p­er. Bono war zur Tatzeit betrunk­en, anwe­send waren neben Opfer und Täter auch John­sons Ver­lobte Deb­bie Glatzel, ihre neun Jahre alte Cou­sine Mary und John­sons Schwest­er Wan­da. Auf­fäl­lig war, dass John­son während des Stre­its mit Bono knur­rte wie ein Tier. Der Tat voraus­ge­gan­gen war ein hitziger Stre­it zwis­chen Bono und John­son, nach­dem der Ver­mi­eter die kleine Mary fest­ge­hal­ten hat­te.

Deb­bie Glatzel war schon länger ein merk­würdi­ges Ver­hal­ten ihres Ver­lobten aufge­fall­en. Er war in den Wochen zuvor teil­weise in Trance gefall­en und hat­te hal­luziniert. Doch dieses Benehmen war für Deb­bie nicht ganz unbekan­nt, denn ihr jün­ger­er Brud­er David hat­te sich wochen­lang ähn­lich benom­men – und zwar während er mut­maßlich von Dämo­nen besessen gewe­sen war. Doch was war in der wahren Geschichte von Con­jur­ing 3 wirk­lich geschehen?

Conjuring 3: wahre Geschichte

Undurch­sichtiger Fall: Arne Cheyenne John­son (Mitte) bei der Ankun­ft vor Gericht am 24. Novem­ber 1981. — Bild: pic­ture alliance / ASSOCIATED PRESS | Bob Child

Die wahre Geschichte hinter Conjuring 3: Wer war David Glatzel?

Der elfjährige David hat­te sein auf­fäl­liges Ver­hal­ten zum ersten Mal im Som­mer 1980 gezeigt. Nach dem Umzug in ein neues Haus behauptete er, einen alten Mann zu sehen, der mit ihm sprach und ihn auf ein Wasser­bett im Schlafz­im­mer schub­ste. (Das Wasser­bett spielt übri­gens auch eine Rolle im Film.) Doch nie­mand son­st aus der Fam­i­lie bekam den Mann zu sehen. In der Folge wurde David immer merk­würdi­ger. Außer­dem bekam er unerk­lär­liche blaue Fleck­en, Kratzer und hat­te ständig Alb­träume.

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Nach zwölf Tagen entsch­ied Fam­i­lie Glatzel, Ed und Lor­raine War­ren um Hil­fe zu bit­ten. In Abstim­mung mit ver­schiede­nen Priestern soll schließlich ein Exorzis­mus an David durchge­führt wor­den sein, bei dem er ange­blich hys­ter­isch lachte, in der Luft schwebte und die Namen von 43 Dämo­nen nan­nte, die von ihm Besitz ergrif­f­en hat­ten. Bei diesem Exorzis­mus soll ein­er der Dämo­nen in den eben­falls anwe­senden Arne Cheyenne John­son gefahren sein.

Wie endete der Prozess gegen Arne Cheyenne Johnson?

Im Prozess gegen John­son argu­men­tierte Vertei­di­ger Mar­tin Min­nel­la, John­son träfe keine Schuld am Mord an Alan Bono, da er zu diesem Zeit­punkt von einem Dämon besessen war. Schließlich habe er nicht gewusst, was er tat – der Teufel habe ihn buch­stäblich dazu getrieben. Außer­dem seien die Stich­wun­den des Opfers viel zu tief gewe­sen, um von einem Men­schen verur­sacht wor­den zu sein. Hier sei eine über­natür­liche Kraft am Werk gewe­sen. Diese Argu­men­ta­tion soll Min­nel­la übri­gens nach einem Gespräch mit Ed und Lor­raine War­ren entwick­elt haben, die ihn über die Natur von Dämo­nen aufgek­lärt hat­ten.

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Das Gericht fol­gte der Vertei­di­gung jedoch nicht und argu­men­tierte, ein Dämon als wahrer Täter ließe sich unmöglich beweisen. Arne Cheyenne John­son wurde wegen Mordes ersten Grades zu zehn bis zwanzig Jahren Haft verurteilt, von denen er jedoch nur fünf absaß. Danach wurde er wegen guter Führung ent­lassen.

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Was passierte später mit Arne Cheyenne Johnson?

John­son und Deb­bie Glatzel heirateten 1984 noch während sein­er Zeit im Gefäng­nis. Nach sein­er Freilas­sung zeigte er keine Hin­weise auf dämonis­che Besessen­heit mehr. Er bestand jedoch vehe­ment darauf, dass die Dinge sich damals genau­so abge­spielt hät­ten, wie er es vor Gericht beschrieben hat­te. Auch Lor­raine War­ren blieb bei dieser Ver­sion und beschrieb die Ereignisse rund um die Glatzel-Fam­i­lie 1983 in dem Buch „The Dev­il in Con­necti­cut” von Ger­ald Brit­tle.

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Geisterjagd mit Ed und Lorraine Warren: Was passiert in Conjuring 3?

Con­jur­ing 3: Im Banne des Teufels spielt deut­lich später als die bei­den ersten Filme, näm­lich im Jahr 1981. Laut Regis­seur Michael Chaves wird sich auch der Fokus ändern, denn zum ersten Mal erzählt Con­jur­ing keine Haunt­ed-House-Geschichte. Stattdessen enthält der Film Ele­mente eines Gericht­sthrillers und bleibt damit dem „The Dev­il Made Me Do It”-Fall treu.

Die Glatzel-Fam­i­lie ste­ht im Zen­trum des Films, denn sie bat let­z­tendlich die War­rens um Hil­fe. Welche Gemein­samkeit­en der Film darüber hin­aus mit der wahren Geschichte von Arne Cheyenne John­son hat, kannst Du ab dem 1. Juli selb­st sehen, wenn Con­jur­ing 3 in den deutschen Kino startet.

Wie gefällt Dir die wahre Geschichte hin­ter Con­jur­ing 3? Schreib uns Deine Mei­n­ung in den Kom­mentaren!

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