Joaquin Phoenix schminkt sich zum Joker. Foto: Warner Bros.
Bild aus Son of Sam: Selbstporträt eines Mörders
Auf dem Bild zu Germany's next Topmodel 2026 ist Heidi Klum zu sehen, die vor einem violetten Hintergrund steht. Sie trägt ein beigefarbenes Outfit mit geknoteter Bluse und posiert mit einem selbstbewussten Lächeln. Ihr langes blondes Haar fällt locker über die Schultern, während sie die Hände in die Hüften stützt.

Batmans schlimmster Alptraum: Unsere Top 7 der besten Joker in Filmen, Serien und Games

Mit dem Kinofilm Jok­er läuft aktuell eine tief­schwarze Orig­i­nal­sto­ry des Bat­man-Schurken in den Kinos. Anlässlich dessen haben wir unsere lieb­sten Inkar­na­tio­nen des Jok­ers gesam­melt. Vol­lkom­men sub­jek­tiv, aber vielle­icht find­est Du Dich ja wieder.

Der Jok­er feierte sein Debüt im April 1940 als erster Schurke der eigen­ständi­gen Bat­man-Comicheft­serie – nicht das erste Bat­man-Aben­teuer. Sein Ur-Design ver­dankt der Jok­er vor allem dem Zeich­n­er Jer­ry Robin­son. Dieser wiederum ori­en­tierte sich visuell wohl stark am deutschen Schaus­piel­er Con­radt Vei­dt als Gwyn­plaine, in der expres­sion­is­tis­chen Romanadap­tion Der Mann, der lacht (1928), so erzählte es Robin­son laut Branchen­por­tal Com­ic Book Ressources auf der San-Diego Com­ic-Con 2010. In der Filmgeschichte schlüpften schon viele Schaus­piel­er in die Rolle des irren Clowns, wir stellen unsere Top 7 der besten Jok­er in Fil­men, Serien und Games vor.

Cesar Romero als „Joker“

Bat­man, TV-Serie, 1966 bis 1968

Die  Realserie kommt deut­lich Com­ic-esker daher, als es die Comics je sein kön­nen. Und deutsche Zuschauer dür­fen sich an Schurken wie dem Rät­selk­nack­er (Rid­dler), dem Katzen­weib (Cat­woman) und dem Pin­guin­mann (Pen­guin) erfreuen. Nur ein Schurke behält in der deutschen Syn­chro seinen echt­en Namen: der Jok­er. Schaus­piel­er Cesar Romero ist bere­its vor der Serie umtriebig, betreibt viel Arbeit vor der Kam­era, am Mikro­fon und dreht erst 1998 seinen let­zten Film. Aber im Gedächt­nis der Bat­man-Fans bleibt er natür­lich als grün­haariger Super­schurke, der sich mit seinen Gri­massen und seinem Over-Act­ing in unser Herz spielt. Mit­tler­weile kein Geheim­nis mehr: Cesar Romero weigerte sich, seinen Schnau­zer abzurasieren, weswe­gen dieser auch ab und an unter dem weißen Make-up durchblitzt.

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Jack Nicholson als „Jack Napier“

Bat­man, Real­film, 1989

Der Kleinkrim­inelle Jack Napi­er erschießt im Laufe sein­er krim­inellen Lauf­bahn die Eltern des jun­gen Bruce Wayne und erschafft so in dieser Sto­ry selb­st den dun­klen Rit­ter. Später fällt Jack bei einem Kampf mit Bat­man in einen Säure­tank, der seine Haut ver­färbt und seine Gesicht­sner­ven zer­stört. Im Unter­grund flickt ihn ein Chirurg not­dürftig zusam­men, ver­passt ihm damit aber ein dauer­haftes Grin­sen. Jack nen­nt sich selb­st Jok­er. Schaus­piel­er Jack Nichol­son ist im Gegen­satz zu vie­len späteren Iter­a­tio­nen als Jok­er ruhig, zynisch, trock­en­hu­morig und wirkt vor allem deshalb bedrohlich, weil er eben Jack Nichol­son ist – weniger des Make-ups wegen. Stell Dir Jack aus Kubricks Shin­ing mit entstell­tem Gesicht vor: Joker.

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Mark Hamill als „Joker“ (Stimme)

Diverse Trick­se­rien und Videospiele, seit 1992

Du kennst die Bat­man: Arkham-Rei­he? Oder die Bat­man-Trick­serie aus den Neun­zigern? Dann hast Du mit Sicher­heit noch die Stimme des Jok­ers im Ohr. In der jew­eili­gen Orig­i­nal­fas­sung spricht Mark Hamill – ja, Luke Sky­walk­er aus Star Wars – den Clown­prinzen des Ver­brechens. Das tiefe kehlige Lachen, das bisweilen plöt­zlich nach oben abrutscht, ist mit­tler­weile ikonisch. In der deutschen Fas­sung von Bat­man: The Ani­mat­ed Series lieh übri­gens Hans Siev­ers dem Jok­er seine Stimme. Die war weniger tief, hat­te dafür im Spiel eine leichte Gen­tle­man-Attitüde, die die deutsche Fas­sung damit auf ihre Art, auch wieder ein­ma­lig macht. Mark Hamill hinge­gen syn­chro­nisiert neben dem Jok­er mit­tler­weile sehr eifrig, von Trans­form­ers bis Robot Chick­en ist gen­retech­nisch fast alles dabei.

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Aaron Schoenke als „Joker“

Diverse Kurz­filme auf dem Youtube-Kanal Bat in the Sun, seit 2015

Hier mal ein klein­er Aus­reißer. Der YouTube-Kanal Bat in the Sun liefert zahlre­iche Pro­duk­tio­nen rund um Com­ic- und Pop­kul­tur. Fan-Videos im weitesten Sinne, nur eben hochaufwändig pro­duziert. Pro­duzent, Autor und Regis­seur Aaron Schoenke übern­immt dabei selb­st gerne die eine oder andere Rolle. Früher war es noch Nightwing, doch mit­tler­weile liefert er eine sportliche und ordentlich bizarre Ver­sion des Jok­ers ab. Defin­i­tiv einen Blick wert und ein Tipp für alle, denen Ledger und Phoenix zu wenig Comicflair hatte.

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Cameron Monaghan als „Jerome und Jeremiah Valeska“

Gotham, TV-Serie, 2014 bis 2019

Obwohl die Serie Gotham ihre Schwächen hat, bot sie doch wenig­stens einige neue Ansätze zu den bekan­ntesten Schurken der Bat­man-Welt. Eine davon ist die des Jok­ers, gespielt von Cameron Mon­aghan. Laut Comic­book wollte Warn­er allerd­ings nicht, dass der Name Jok­er in der Serie genutzt wird, um ihn exk­lu­siv für die Kinofilme nutzen zu kön­nen. Dass die Geschichte um die Zwill­inge Jerome und Jere­mi­ah, kom­plett mit weißem Gesicht, Dauer­grin­sen und lila­far­ben­em Anzug, zu den ambi­tion­iertesten Jok­er-Ori­gin-Sto­rys gehört, ste­ht außer Frage. Und die Beze­ich­nung Pro­to-Jok­er, die Bruce-Wayne-Darsteller David Mazouz laut Comic­book während eines Inter­views fall­en ließ, ist ja auch irgend­wie eingängig.

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Heath Ledger als „Joker“

The Dark Knight, Real­film, 2008

Er verkör­perte eine Ikone der Pop­kul­tur und wurde damit selb­st zu ein­er. Seine Darstel­lung hat nur noch wenig mit irgen­dein­er Comicvor­lage zu tun. Heath Ledger als Jok­er ist laut, über­dreht, schiz­o­phren und ein skru­pel­los­er Ver­brech­er, der keine Unter­schiede macht. Er ist eine Naturge­walt. Christo­pher Nolan ver­passte seinem Jok­er keine Hin­ter­grundgeschichte. Er ist ein Punk ohne moralis­chen Kom­pass und wenn, dann ist Bat­man sein Zeiger. Eine Meilen­stein­per­for­mance, die bis in die Gegen­wart klingt.

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Joaquin Phoenix als „Arthur Fleck“

Jok­er, Real­film, 2019

Es ist schw­er dem Jok­er noch neue Facetten abzurin­gen. Und Todd Phillips macht es sich vielle­icht sog­ar ein biss­chen zu ein­fach, wenn er seine Titelfig­ur in Jok­er zu einem Des­til­lat ver­schieden­ster Iko­nen der Siebziger und Achtziger stil­isiert. Abseits dieser Kri­tik liefert Joaquin Phoenix mit sein­er Darstel­lung des gescheit­erten Stand-up-Come­di­ans Arthur Fleck eine Meilen­stein-Per­for­mance, die die Fig­ur des Jok­ers ver­mut­lich auf lange Zeit bee­in­flussen wird. Wenn das mal kein Grund zum Lachen ist.

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Welch­er Jok­er bewegt Dich am meis­ten? Wir freuen uns auf Deinen Fan-Talk in den Kommentaren.

Foto: Warn­er Bros.

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