Ein Smartphone wird mittels eines Ladegerätes geladen.
Junge Frau mit iPhone in der Hand
:

Welches Smartphone-Ladegerät ist für Dein Modell passend?

Smart­phone-Her­steller gibt es wie Sand am Meer und da ist es nicht ver­wun­der­lich, dass jed­er darüber hin­aus sein eigenes Ladek­a­bel bewirbt. Welch­es Smart­phone-Ladegerät nun das richtige ist, erfährst Du hier.

Viele User glauben nach wie vor, dass sie das eigene Smart­phone nur mit einem Ladek­a­bel der dazuge­höri­gen Marke laden kön­nen. Das ist zwar der sich­er­ste Weg, aber nicht der einzig mögliche, wie Du hier erfahren wirst. Im Fol­gen­den find­est Du einige Fak­ten und Hin­weise, wie Du Dein Handy am besten laden kannst. Vor­ab: Es schadet Deinem Smart­phone defin­i­tiv, wenn Du es die ganze Nacht am Ladek­a­bel lässt.

Finger weg von Billig-Ladegeräten aus Fernost

Beson­ders gün­stige Ladek­a­bel aus fer­nen Län­dern wirken natür­lich auf den ersten Blick ver­führerisch – das schein­bar gle­iche Pro­dukt zu einem weitaus gerin­geren Preis. Doch genau dieser Schein trügt häu­fig: Die ver­wen­de­ten Mate­ri­alien und die fer­ti­gen Geräte entsprechen nur sel­ten den gel­tenden Sicher­heitsvorschriften. Häu­fig ist das Gerät man­gel­haft isoliert, weist große Span­nungss­chwankun­gen auf oder es schmort ein­fach durch und fängt im schlimm­sten Fall sog­ar an zu bren­nen. Manch­mal ist zudem das CE-Zeichen gefälscht. Aus diesem Grund soll­test Du lieber ein paar Euro mehr aus­geben und Dir ein Marken­pro­dukt kaufen.

Video: YouTube / Android Authority

Akku bestimmt den Ladestrom

Die Aus­gangss­pan­nung zer­ti­fiziert­er Net­zteile für Smart­phones beträgt immer fünf Volt. Bei der Aus­gangsleis­tung gibt es allerd­ings schon die ersten Unter­schiede – zwis­chen zweiein­halb und zwölf Watt liegt sie in der Regel. Für Dich als Nutzer ist der max­i­mal zur Ver­fü­gung ste­hende Lade­strom aber von größter Rel­e­vanz. Ver­schiedene Net­zteile und Power­banks liefern zwis­chen einem und fünf Ampere. Dein Akku bes­timmt aber, wie viel davon genutzt wird und Du brauchst keine Angst zu haben, dass Dein Akku „über­laden“ und Schaden davon tra­gen kön­nte. Das gilt natür­lich nur so lange, wie sich die Orig­i­nal­bat­terie im Gerät befind­et oder ein autorisiert­er Ersatz zum Ein­satz kommt.

Qualcomms Quick Charge-Technologie

Ein Großteil der neueren Smart­phones sind mit Qual­comms Quick Charge-Tech­nolo­gie kom­pat­i­bel. Das bedeutet, Du kannst inner­halb ein­er Vier­tel­stunde Dein Gerät bis zur Hälfte laden. Die neuste Ver­sion ist Quick Charge 4.0, das erst im ver­gan­genen Jahr entwick­elt wurde. Die bei­den früheren 2.0- und 3.0-Versionen sind gegenüber der neuesten Ver­sion etwas langsamer im Lade­vor­gang. Natür­lich funk­tion­iert die Quick Charge-Tech­nolo­gie auch bei Geräten, die sie eigentlich nicht unter­stützen – nur dauert der Lade­vor­gang dauert dann entsprechend länger. Merke: Die mit einem Qual­comm Snap­drag­on-Prozes­sor aus­ges­tat­teten Geräte unter­stützen die Schnel­l­lade­tech­nik immer.

Das iPhone 7 und seine Vorgänger

Beim iPhone 7 und seinen Vorgängern wird es tricky. Wenn Du die Geräte bei Apple kauf­st, erhältst Du ein Ladegerät, das nur ein Ampere liefert. Das Smart­phone an sich lässt sich aber mit bis zu 2,1 Ampere laden. Von daher wäre das 12-Watt-Ladegerät des iPads das opti­male Net­zteil.

Andere iPhones

In der Regel kannst Du Dein iPhone auch mit den Net­zteilen ander­er Anbi­eter laden – diese liefern mit bis zu fünf Ampere zumeist einen deut­lich höheren Lade­strom. Die mod­er­nen Top-Ver­sio­nen sind natür­lich auch mit Qual­comms Quick Charge-Tech­nolo­gie kom­pat­i­bel.

USB-Typ-C-Anschluss

Der ger­ade erst etablierte USB-Typ-C-Anschluss schürt bei den Nutzern die Hoff­nung auf Ein­heitlichkeit und per­ma­nente Aus­tauschbarkeit der Ladegeräte. Der Anschluss selb­st hat eine ellip­tis­che Form und unter­schei­det sich dahinge­hend vom USB-A-Steck­er. Da der neue Steck­er punk­t­sym­metrisch ist, musst Du nicht darauf acht­en, wie rum Du ihn ein­führst.

via GIPHY

Weitere Tipps zum Laden Deines Smartphones

Heutzu­tage kom­men bei mobilen Geräten fast auss­chließlich Lithi­um-Ionen-Akkus zum Ein­satz. Warte deshalb mit dem Laden nicht so lange, bis er bei null Prozent ange­langt ist und lade ihn auch nicht kom­plett auf, da dies für die Elek­tro­den jew­eils eine sehr starke Belas­tung ist. Eine Ver­ringerung der Lebens­dauer wäre die Folge. Experten zufolge ist es rat­sam, den Akku per­ma­nent zwis­chen 30 und 80 Prozent Ladung zu hal­ten.

Darüber hin­aus ist es nicht sehr empfehlenswert, Dein Smart­phone die ganze Nacht über zu laden. Wenn der Akku voll ist und weit­er­hin am Ladek­a­bel hängt, bekommt er entwed­er einen Erhal­tungsstrom geliefert oder der Lade­vor­gang wird unter­brochen. Das ist von Mod­ell zu Mod­ell ver­schieden. Trotz­dem kommt es in bei­den Fällen zu ein­er Beanspruchung des Akkus, die seine Leis­tungs­fähigkeit leicht sinken lässt.

Um dem vorzubeu­gen, hat Sony den intel­li­gen­ten Ladezyk­lus erfun­den. Dabei lernt das Smart­phone während der täglichen Nutzung und durch die Weck­er-Aktiv­itäten, wann es nor­maler­weise im Ein­satz ist. Hängt es über Nacht am Ladegerät, wird der Akku nur bis zu einem gewis­sen Lev­el geladen. Kurz vor der zu erwartenden Nutzung wird die Ladung wieder­aufgenom­men. Dabei kann es passieren, dass es während der Lern­phase mor­gens noch nicht die volle Energie aufweist.

Akkus sind darüber hin­aus sehr tem­per­a­turempfind­lich. Ver­suche, Dein Smart­phone nicht dauer­haft in kalter (unter zehn Grad Cel­sius) oder zu warmer (über 35 Grad Cel­sius) zu laden und zu betreiben.

Maß an Kompatibilität wächst stetig

Zum Glück für die Nutzer wächst das Maß an Kom­pat­i­bil­ität bei Smart­phone-Ladegeräten ständig an. War es zu Beginn der Ära noch so, dass jedes Gerät nach seinem eige­nen Kabel ver­langte, sind mit­tler­weile viele miteinan­der kom­pat­i­bel.

Hast Du ein uni­verselles Ladegerät für alle Deine Geräte? Lädst Du Dein Smart­phone auch immer über Nacht? Berichte uns in den Kom­mentaren darüber.

Titelbild: Pixabay / HutchRock

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Dich auch interessieren