Silhouetten fotografieren: So klappt es mit dem Smartphone optimal

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Silhouetten fotografieren: So klappt es mit dem Smartphone optimal

Romantische Bilder von Silhouetten Deiner Lieblingsmenschen im Sonnenuntergang gehören zweifellos mit zu den schönsten Motiven, die Du mit Deinem Smartphone ablichten kannst. Die geheimnisvoll wirkenden Bilder erwecken bei den meisten Menschen den Eindruck von Magie und werden daher fast ausschließlich positiv wahrgenommen. Diese Art, mit dem Smartphone zu fotografieren, ist eine Kunst für sich. Auch, weil sie nur in bestimmten Momenten möglich ist.

Was gibt es Schöneres, als vor einer tief hängenden orangefarbenen Sonne die Silhouette eines ganz besonderen Menschen zu fotografieren? Die Umrisse zeigen deutlich, um welches Motiv es sich handelt, und doch sind die Details dem Auge nicht zugänglich. Wie Du traumhafte Silhouetten fotografierst, bekommst Du im Folgenden nahegelegt.

Das Motiv ist alles

Zuallererst solltest Du Dir über Dein Motiv im Klaren sein, denn nicht jedes eignet sich für ein schönes Silhouetten-Bild. Gerade weil Du ins Gegenlicht fotografierst, solltest Du Dir schon vorab Gedanken machen. Bedenke dabei, dass die einzelnen Details Deines Bildmotivs nicht zu erkennen sein werden, sondern dem Betrachter lediglich die schwarze Silhouette bleibt. Hast Du Dir hingegen eine zu einfache Form ausgesucht, kann das Bild schnell langweilig und nichtssagend wirken.

Du musst Dich bei der Auswahl des Motivs allerdings nicht nur auf Menschen beschränken. Die Skyline einer Stadt hält auch oftmals atemberaubende Momente bereit. Dabei bekommst Du eine gute Übersicht über das – beispielsweise Brücken, Kirchtürme, Hochhäuser – was die jeweilige Stadt ausmacht und was charakteristisch für sie ist. Fast jede größere Stadt ist an ihrer Skyline zu erkennen. Das solltest Du Dir zunutze machen.

Achte auf die Bedingungen

Hast Du Dein Motiv gefunden, benötigst Du eine Lichtquelle im Hintergrund, die es von hinten anstrahlt. Wie bei nahezu jedem Foto sind die äußeren Bedingungen auch bei einem Schattenbild entscheidend. Mit dem Unterschied, dass Du das Bild ausschließlich zu einer bestimmten Tageszeit schießen kannst. Die beste Tageszeit hierfür ist ein bis zwei Stunden nach dem Sonnenaufgang beziehungsweise die gleiche Zeitspanne vor dem Sonnenuntergang. Dein Zeitfenster ist also relativ gering. Dabei solltest Du darauf achten, dass sich möglichst wenig Wolken am Himmel befinden.

Natürlich musst Du nicht zwangsläufig die Sonne als Lichtquelle im Hintergrund nutzen. Sie ist jedoch fast allgegenwärtig und bietet sich gerade in der Natur oftmals an. Zudem ist sie allen Menschen zugänglich. Alternativ bieten sich auch Straßenlaternen oder Lampen innerhalb der eigenen Wohnung an. Selbst mit einer Taschenlampe lassen sich traumhafte Schattenbilder erzeugen, wenn Du sie hinter dem Motiv platzierst.

Video: YouTube / Becky Higgins

Finde die richtige Position für Deinen Bildkörper

Wenn Du auf der Suche nach der optimalen Lichtquelle fündig geworden bist, solltest Du im nächsten Schritt auf die Position Deines Motivs achten. Willst Du eine Silhouette mit Deinem Smartphone fotografieren, ist es nicht sonderlich wichtig, wo sich das Motiv genau befindet. Es sollte sich aber unterhalb der Lichtquelle befinden. Ansonsten ist es Dir überlassen, ob Du es am linken oder rechten Bildrand, oder auch in der Mitte ablichtest. Obacht: Achte zudem darauf, dass Du kein größeres Objekt hinter Deinem Motiv hast – es würde Dein Bild ruinieren.

Nutze die richtige Belichtung

Für ein Foto die angemessene Belichtung zu finden, ist gar nicht so einfach und erfordert viel Übung. Einen Sonnenuntergang musst Du beispielsweise anders belichten als eine Szene am helllichten Tag. Zudem sind Smartphones nicht mit einem speziellen Silhouetten-Modus ausgestattet. Der Autofokus einer modernen Smartphone-Kamera sollte mit einer gewöhnlichen Silhouette allerdings keinerlei Probleme haben.

Da Dein ausgewähltes Motiv nicht immer gänzlich schwarz sein muss, häufig reicht es auch, wenn Du einen starken Kontrast erzielst. Der Fokus bei einem Silhouetten-Foto mit dem Smartphone sollte immer auf dem Hintergrund beziehungsweise auf der Lichtquelle liegen, da Du in der weiteren Belichtung ziemlich eingeschränkt bist. Lasse die Kamera also einfach im automatischen Modus. Den Blitz solltest Du allerdings vorab ausschalten, indem Du einmal auf das entsprechende Symbol tippst. Bist Du nach der Aufnahme nicht mit Deinem Bild zufrieden, probiere es einfach erneut – dafür hast Du schließlich ein Smartphone mit (beinahe) unbegrenztem Speicherplatz.

via GIPHY

Nachbearbeitung mithilfe moderner Technik

Die moderne Technik erlaubt es Dir jederzeit, Deine Bilder nachzubearbeiten und ihnen eine noch höhere Qualität zu verleihen. Dazu gibt es eine Reihe von Bildbearbeitungs-Apps für iOS und Android. Sie erlauben es Dir beispielsweise, die Bilder zu beschneiden, deren Ausrichtung zu ändern, die Farbsättigung und Belichtung einzustellen oder verschiedene andere Effekte anzuwenden – je nachdem, für welche App Du Dich entschieden hast.

Hast Du also einen Blendenfleck auf Deinem Foto, lässt sich dieser mit etwas Übung löschen. Dafür eignet sich die Crop Tool-App für Android besonders gut. Verändere bei Bedarf auch die Helligkeit sowie den Kontrast nachträglich. Ist Dein Bild über- oder unterbelichtet, hast Du jetzt die Möglichkeit, ihm den letzten Schliff zu verleihen. Intensiviere auch die Farben im Bild, wenn Du es für nötig hältst. In jedem Fall bieten Dir die Apps eine Vielzahl von Möglichkeiten, um Dein Bild nachträglich noch zu optimieren.

Zusammenfassung

  • Silhouetten zu fotografieren, ist eine Kunst für sich.
  • Suche Dir zunächst ein geeignetes Motiv, beispielsweise eine Person oder die Skyline einer Stadt.
  • Fotografiere entweder kurz nach Sonnenaufgang oder kurz vor Sonnenuntergang.
  • Entscheide Dich für die optimale Position des Bildkörpers.
  • Achte auf die richtige Belichtung Deines Bildes.
  • Nimm nach der Aufnahme mithilfe einer Bildbearbeitungs-App eventuell noch Veränderungen vor.

Was ist auf Deinem schönsten Silhouetten-Foto zu sehen und wie ist es entstanden? Erzähle es uns in den Kommentaren.

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