Hände halten Android-Handy vor Laptop
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F-Droid: So funktioniert der alternative Play Store für Android

Der Google Play Store bietet eine riesige Auswahl an Apps und Spie­len für jeden Geschmack. Doch es gibt auch Anwen­dun­gen, die es aus welchen Grün­den auch immer (bish­er) nicht in den Google-Store geschafft haben. Wenn Du also auf der Suche nach Indie-Apps oder quellof­fe­nen Pro­gram­men bist, die Du sog­ar selb­st weit­er­en­twick­eln kannst, soll­test Du drin­gend mal bei F-Droid vor­beis­chauen.

Mit etwa 2.500 ver­füg­baren Apps (Stand: Novem­ber 2017) ist der F-Droid-Store dem mächti­gen Google Play Store zwar unter­legen, was die Anzahl ver­füg­bar­er Apps ange­ht. Aber Du find­est hier Anwen­dun­gen, die Du son­st nur auf möglicher­weise frag­würdi­gen Web­sites von Drit­ther­stellern ent­deck­en kannst. Zwar find­et keine Prü­fung der Apps durch Google statt: Dafür übern­immt die Com­mu­ni­ty die Bew­er­tung. Sämtliche veröf­fentlicht­en Android-APKs müssen mit­samt ihrem Quell­code hochge­laden wer­den. So soll Miss­brauch wirk­sam ver­hin­dert wer­den.

Das bietet F-Droid als Alternative für den Google Play Store

Eine Beson­der­heit bei F-Droid liegt darin, dass hier Apps ange­boten wer­den, die von Dir mit ein wenig Pro­gram­miergeschick selb­st umge­baut und erweit­ert wer­den kön­nen. Während Du auf App-Seit­en von Drit­ther­stellern nicht immer sich­er sein kannst, dass Du Dir nicht doch den einen oder anderen Schad­code ein­fängst, gener­iert F-Droid die soge­nan­nte APK-Datei für den App-Down­load auf eige­nen Servern selb­st. Dies erfol­gt auss­chließlich auf Basis des vom Entwick­ler hochge­lade­nen und von Jed­er­mann ein­se­hbaren Quell­codes.

In F-Droid selb­st find­est Du daher einige Apps, die es im Play Store nicht gibt. So gibt es hier beispiel­sweise einen prak­tis­chen Adblock­er namens DNS66, der Dein Smart­phone kom­plett wer­be­frei hal­ten soll. Außer­dem bekommst Du hierüber Zugriff auf den begehrten What­sApp Beta Updater, mit dem Du neue What­sApp-Fea­tures auf eigene Gefahr aus­pro­bieren kannst, bevor sie offiziell im Play Store lan­den. Die Anwen­dung Red Moon wiederum beschäftigt sich mit den Far­be­in­stel­lun­gen Deines Geräts und steuert diese wie bei einem intel­li­gen­ten Smart Home je nach Tageszeit oder Deinen Vor­gaben.

Video: YouTube / The Tirow

So nutzt Du F-Droid auf Deinem Android-Gerät

Zunächst eines vor­weg: Obwohl die bei F-Droid ange­bote­nen Apps von der Com­mu­ni­ty geprüft und die Quell­codes offen­gelegt wer­den, garantiert dies nicht, dass alle Ange­bote auf Deinem Gerät instal­liert wer­den kön­nen, funk­tion­ieren und keine schädlichen Kom­po­nen­ten bein­hal­ten. Der Down­load sowohl von F-Droid als auch von den dort ange­bote­nen Apps erfol­gt somit auf eigene Gefahr.

Lade Dir zunächst F-Droid hier herunter. Anschließend öffnest Du die App und bestätigst in den Ein­stel­lun­gen Deines Geräts, dass Du Anwen­dun­gen aus Quellen von Drit­ten instal­lieren willst. Anschließend find­est Du am unteren Bild­schirm­rand mehrere Kat­e­gorien:

  • „Neues”: Hier find­est Du Apps, die vor kurzem erst in F-Droid hinzuge­fügt wur­den.
  • „Kat­e­gorien”: Dieser Reit­er sortiert die ver­füg­baren Apps in gängige Rubriken wie „Ausse­hen”, „Grafik” oder „Inter­net”.
  • „Nah”: Hier kannst Du Dir Soft­ware von Nutzern, die in Dein­er Nähe eben­falls F-Droid ver­wen­den, herun­ter­laden. Tue dies nur, wenn Du diesem Men­schen und dessen Apps ver­traust.
  • „Aktu­al­isieren”: Lade Dir Aktu­al­isierun­gen entwed­er für F-Droid oder für die von Dir bere­its herun­terge­lade­nen Apps herunter.
  • „Optio­nen”: Lege hier unter anderem fest, ob Du Down­loads nur über WLAN durch­führen möcht­est und ob Aktu­al­isierun­gen manuell oder automa­tisch geladen wer­den sollen.
Video: YouTube / Redaktion Mobilsicher

Wichtige Einstellungen für F-Droid 

Eine Garantie für absolute Sicher­heit bei den herun­terge­lade­nen Apps gibt es auch im Google Play Store nicht. Trotz­dem kannst Du bei F-Droid einige Ein­stel­lun­gen vornehmen, die Deine Sicher­heit erhöhen. Rufe zunächst und bevor Du etwas herun­ter­lädst, die „Optio­nen” auf und set­ze das Häkchen bei „Inkom­pat­i­ble Ver­sio­nen”. So ver­hin­der­st Du, dass Dir Apps angezeigt wer­den, die auf Deinem Gerät möglicher­weise gar nicht funk­tion­ieren. Ent­ferne außer­dem das Häkchen bei „Root ignori­eren” und set­ze es bei „Apps mit unfreien Merk­malen”. Die restlichen Optio­nen kannst Du bezüglich der Down­load-Sicher­heit get­rost ignori­eren.

Nach­dem Du F-Droid ver­wen­det hast, soll­test Du über „Ein­stel­lun­gen | Gerätesicher­heit | Unbekan­nte Quellen” noch den Down­load von Apps aus Quellen außer­halb des Google Play Stores wieder deak­tivieren. So ver­hin­der­st Du, dass Du beim Sur­fen irgend­wann verse­hentlich eine Anwen­dung instal­lierst, die Du gar nicht haben woll­test.

Video: YouTube / Computer:Club2

Zusammenfassung

  • Der F-Droid-Store bietet mehr als 2.500 kosten­lose Apps, die teil­weise nicht im Google Play Store erhältlich sind.
  • Zu sämtlichen ange­bote­nen Apps liegen die Quell­codes offen vor, was für zusät­zliche Sicher­heit sor­gen soll.
  • Um F-Droid ver­wen­den zu kön­nen, musst du vorüberge­hend die Instal­la­tion von Apps aus Dritt-Quellen erlauben.
  • Außer­dem soll­test Du inner­halb des Stores einige Ein­stel­lun­gen vornehmen, die eben­falls Dein­er Sicher­heit dienen.
  • Nach der Ver­wen­dung soll­test Du die Instal­la­tion von Dritt-Apps allerd­ings wieder deak­tivieren.

Welche App hast Du im F-Droid-Store gefun­den, die auch für unsere Leser span­nend wäre? Ver­rate es uns gerne in den Kom­mentaren.

Titelbild: Eigenkreation: Samsung / Unsplash / Christina Gottardi

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