Von Shopbot bis VR-Pay: So smart wird das Shopping der Zukunft

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Von Shopbot bis VR-Pay: So smart wird das Shopping der Zukunft

Nur wenige Klicks und der Shopbot hat Dein Wunsch-Outfit bestellt. Passt nicht? Gibt’s nicht! Bei der Shopping-Tour von morgen gibt es keine Fehlkäufe und Retouren. Im Store beraten Dich digitale Spiegel, online geht’s zur virtuellen Anprobe und selbst auf dem Smartphone lotsen Dich Shopping-Assistenten durch den Mode-Dschungel. So komfortabel ist der Einkaufsbummel 4.0.

Wenn Du auf die Schnelle ein Strand-Outfit für den Last-Minute-Urlaub suchst, liegt der Weg in den Online-Shop nahe. Sicherer wäre natürlich, ein Fachgeschäft Deines Vertrauens aufzusuchen, um das Kleidungsstück direkt anprobieren zu können. Doch vor diesem Dilemma stehst Du künftig gar nicht mehr – denn beim Shopping von morgen werden die Vorzüge der digitalen und analogen Welt einfach verbunden.

Phizzard: Smarte Umkleidekabine berät bei der Anprobe

Rein in die Klamotte, raus aus der Klamotte – Shoppen kann anstrengend sein. Die interaktive Umkleidekabine Phizzard des gleichnamigen Berliner Startups möchte Dir einiges an Stress ersparen, indem Du die anprobierte Kleidung per Barcode einscannst.  Über den digitalen Touchscreen-Spiegel sagst Du dem System dann, wie es weitergehen soll. Ist der Anzug oder das Kleid zu groß, wird ein Verkäufer benachrichtigt und bringt ein passendes Exemplar. Gefällt die Farbe nicht, lässt sich auch dafür eine Fachkraft in Bewegung setzen. Durch die Eingaben lernt das System Deine Vorlieben kennen und liefert auf Wunsch weitere Vorschläge. Gekauft wird ebenfalls mit einem Fingertipp auf den Smart Mirror. Gezahlt wird an der Kasse, wo die Rechnung schon bereit liegt.

Mit dieser Idee sind die Berliner aber längst nicht alleine. Auch die intelligente Umkleidekabine alexa ePOS, der Interactive Fitting Room von Bütema und der Dressing-Room von Apparently Different möchten die Kleidersuche mittels Touchscreen, RFID- und Barcode-Technologie vereinfachen.

Virtual Fitting Rooms und interaktive Schaufenster

Das Augmented-Reality-Unternehmen Zugara hat hingegen eine Dressing-Room-Software entwickelt, die die lästige Anprobe sowohl im Store als auch beim Online-Shopping komplett überflüssig machen soll. Herzstück des sprach- und gestengesteuerten Systems ist ein Smart Mirror, dessen Webcams und Kinect-Sensoren Dich wie bereits beim Magic Mirror von Samsung in Deiner Umgebung aufnehmen. Die digitalen 2D-Kleidungsstücke aus dem Online-Sortiment schneiderst Du dann Deinem 3D-Abbild mit wenigen Handbewegungen auf den Leib.

Eine ähnliche Lösung für die 24/7-Anprobe beim Optiker bietet die französische Firma FittingBox. Im interaktiven Schaufenster Owiz Street kannst Du via Smartphone und Augmented Reality diverse Brillenmodelle an Deinem digitalen Spiegelbild ausprobieren. Infos zu Preisen und Rabatten gibt’s natürlich ebenso wie eine Sharing-Funktion, um die Schnappschüsse auf Facebook zu teilen.

eBays smarte Produktlotsen

Wer sich an verregneten Tagen doch lieber durch die Online-Shops klickt, scheitert selten an der Auswahl. Wenn Dir die klassische Filtersuche nicht treffsicher genug ist, unterstützt Dich eBay seit kurzem mit einem intelligenten Shopbot. Erzählst Du dem virtuellen Assistenten im Chat-Interface, was Du suchst, schlägt er passende Angebote vor.

Ab Herbst möchte Dich eBay jedoch noch einfacher durch den Produkt-Dschungel navigieren. Mit der Funktion Image Search kannst Du ein Foto über die Android- und iOS-App des Online-Händlers hochladen, dessen Motiv von intelligenten Algorithmen erkannt und aus einem riesigen Online-Katalog herausgesucht werden sollen. So ließen sich beispielsweise auch Ersatzteile für Geräte finden, deren genaue Bezeichnung Du nicht kennst. Mit der Funktion Find It On eBay sollen hingegen zunächst nur Android-Nutzer die Produktsuche anhand von Bildern aus dem Internet starten können.

Mobile Shopping: Mit smarten Beratern in die Foto-Umkleide

Mit künstlicher Intelligenz möchte Dich auch die persönliche Shopping-Assistentin Mona bei der Kleidersuche unterstützen. Die iOS-App kennt sich nicht nur bestens mit Marken, mehr als 300 Geschäften und deren Preisen aus, sondern lernt Dich mit der Zeit auch immer besser kennen. Entsprechend Deiner Lieblingsmarken, Passformen, Preisvorstellungen und Deinem Style schlägt sie regelmäßig neue Produkte vor und informiert über Rabattaktionen.

Doch nicht nur die Suche, sondern auch Anprobe klappt mittlerweile bequem mit dem Smartphone: Bei Zeekit lädst Du einfach ein Ganzkörperfoto von Dir hoch und fütterst Die iOS– und Android-App mit einigen Größenangaben. Im Online-Store kannst Du dann durch das Fashion-Sortiment stöbern und Dein digitales Ich mittels Augmented Reality einkleiden. Wer unsicher ist, gibt das Outfit zunächst in den sozialen Netzwerken zur Diskussion frei. Was gefällt, landet direkt im Warenkorb.

Mit Alibaba durch den Virtual Reality-Shop

Geht es nach dem chinesischen E-Commerce-Riesen Alibaba, brauchst Du für den Einkaufsbummel künftig nur noch eine VR-Brille und einen Controller. In seinem Virtual-Reality-Shop Buy+ sollen sich sämtliche Produkte in 360-Grad-Ansicht begutachten lassen, während virtuelle Models Kleidungsstücke vorführen. Um den Einkauf zu tätigen, reicht beim „VR Pay” ein Kopfnicken, das Du an der Kasse erneut bestätigst. Noch befindet sich Buy+ in der Entwicklung. Wann Du durch die Virtual Reality-Mall schlendern kannst, hat  Alibaba noch nicht verraten.

Wenn Du trotz all der intelligenten Assistenten und virtuellen Tools Dein Wunsch-Outfit partout nicht finden solltest, könnte das Projekt Muze interessante Anregungen bieten. Mit dem Online-Tool lassen Dich Google und Zalando Mode entsprechend Deiner Persönlichkeit entwerfen. Die Ergebnisse sind nicht immer alltagstauglich, dafür aber durchweg unterhaltsam.

Lässt Du Dich lieber im Geschäft von smarten Umkleidekabinen beraten oder setzt auf intelligente Assistenten beim Online-Shopping? Schreib uns, wie Du künftig Deine passende Klamotte findest.

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