Persona 5 Royal im featured-Game-Review: Vom Juwel zum Kronjuwel

Artwork des Games Persona 5 Royal.
© Atlus/SEGA
Das Inventar in Animal Crossing: New Horizons.
Noch ist nichts bekannt über die PlayStation 5
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Persona 5 Royal im featured-Game-Review: Vom Juwel zum Kronjuwel

Genau jet­zt hast Du genug Zeit, um Dich (wieder) zurück ins virtuelle Tokyo zu begeben. Ent­decke mit Phan­tom-Dieb Jok­er nicht nur allzubekan­nte Eck­en, son­dern beg­ib Dich auf zahlre­iche neue Fährten und Tasks. In Zeit­en von Social Dis­tanc­ing kommt die Flucht in das neue „Per­sona 5 Roy­al“ ger­ade richtig.

Per­sona 5, das 2017 auf den Markt kam, erhielt von vie­len Spiele­ex­perten, darunter 4players.de und spieletipps.de, Höchst­wer­tun­gen. Ger­ade die in Fach- und Fankreisen gefeierten Geschicht­en und die anspruchsvolle, aber nicht über­fordernde Tech­nik, wurde laut mehreren Mag­a­zi­nen, wie beispiel­sweise Zeit Online oder Eurogamer, spätestens seit „Per­sona 4: Gold­en“ gelobt. Vor allem der fün­fte Teil schnitt, laut Meta­crit­ic, grandios ab und begeis­terte weltweit Lieb­haber der JRPG-Rei­he. Ob „Per­sona 5 Roy­al“ nun noch ein­mal eine Schippe drau­fle­gen kann, liest Du in unserem Game-Review.

Persona: Eine Spielreihe für Liebhaber

Man nehme eine große Prise Poké­mon, mis­che es mit Erkun­dun­gen à la Tomb Raider und füge zusät­zlich einen großen Anteil Ani­me als Com­ing-of-Age-Geschichte hinzu - schon hat man „Per­sona“. Bere­its seit 1996, damals noch unter dem sehr sper­ri­gen Titel „Shin Mega­mi Ten­sei: Per­sona“ bekan­nt, geis­tert die Serie auf PlaySta­tion-Kon­solen umher. Jed­er der Titel bein­hal­tet eine in sich geschlossene Geschichte, sodass man die vorheri­gen Teile nicht ken­nen muss, um das jew­eilige Spiel zu genießen. Bere­its seit „Per­sona 3“ lässt es sich der Entwick­ler Atlus nicht nehmen, das jew­eilige Haupt­spiel im Nach­hinein mas­siv zu erweit­ern und jene zu beglück­en, die sowieso schon nicht genug davon bekom­men kön­nen. Teil vier sorgte schließlich für her­aus­ra­gende Verkauf­szahlen.

Ode an ein grandioses Spiel

Bevor wir mit den Lobeshym­nen begin­nen, sei kurz gesagt, dass Du, soll­test Du bere­its „Per­sona 5“ gespielt haben, Deinen alten Spiel­stand nicht weit­er­ver­wen­den kannst. Aber Du bekommst einen sat­ten Start­bonus, wenn Du das Spiel auf der PlaySta­tion 4 gezockt hast. Und damit fan­gen die guten Nachricht­en auch schon an: Der Genre-Mix, für den die Rei­he so geliebt wird, lässt Fan-Herzen vor Freude hüpfen, holt aber gle­ichzeit­ig durch seine Ein­steiger­fre­undlichkeit auch Neulinge ab. Als Hauptcharak­ter Jok­er beg­ibt man sich ins detail­re­ich nach­mod­el­lierte Tokyo. Hier führt der Pro­tag­o­nist nicht nur ein aufrecht­es Schüler­leben und erfüllt so manch alltägliche Auf­gabe. Jok­er sagt auch Bösewicht­en in Form von zwielichti­gen Lehrern, Mafi­a­bossen und Poli­tik­ern den Kampf an. Im klas­sis­chen Japan­ese-role-play­ing-game-Gewand (JRPG) trägst Du Kämpfe aus und sam­melst Masken der besiegten Geg­n­er ein. Diese kannst Du dann wiederum im näch­sten Kampf ein­set­zen. Was nach typ­is­chem Genre-Spielmodus klingt, erfährt aber ger­ade in „Per­sona 5 Roy­al“ durch seine Erzählstruk­tur und den Tief­gang der Charak­tere eine Ebene, die seines­gle­ichen sucht.

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Mehr ist, zumindest hier, immer besser!

Um dem Anspruch gerecht zu wer­den, nutzt „Per­sona 5 Roy­al“ alle Mechaniken aus, die die Serie schon immer beson­ders gemacht haben: Im Spiel lebt Jok­er von Tag zu Tag und jongliert fleißig Schule, pri­vate Kon­tak­te, verbessert seine Fähigkeit­en, arbeit­et in Neben­jobs und infil­tri­ert die Gedanken­welt sein­er Geg­n­er. Jede dieser Aktio­nen kostet virtuelle Zeit, sodass Du immer abwä­gen musst, welchen Schritt Du als näch­stes planst, während ver­schiedene Dead­lines auf Dich warten. Das hört sich ein wenig nach All­t­ag an, stellt Dich aber, ger­ade durch die Vielfalt der Auf­gaben, sehr zufrieden. Jede noch so kleine Geschichte ist, mit kleineren Ein­schränkun­gen, her­vor­ra­gend geschrieben. Egal, ob Du nun Zeit mit der hüb­schen Ann ver­bringst, die nach einem Schick­salss­chlag ver­sucht, ihre eigene Stärke wiederzufind­en, oder Dir im Nudel­restau­rant als Min­ispiel die Bestel­lun­gen der Kun­den merkst – „Per­sona 5 Roy­al“ ist unglaublich abwech­slungsre­ich, oft witzig, aber auch manch­mal drama­tisch und trau­rig in Szene geset­zt.

Für alte Persona-Hasen und JRPG-Neulinge

Und genau das ist auch der Grund, warum Du ger­ade, auch wenn Du „Per­sona 5“ (noch) nicht gespielt hast, eben­falls zugreifen soll­test: „Per­sona 5 Roy­al“ erweit­ert an jed­er Stelle die großar­ti­gen Ideen, die schon beim Orig­i­nal, laut Game­pro, als per­fekt umge­set­zt gal­ten. Und das bei ein­er Gesamt­spielzeit zwis­chen 67 und 133 Stun­den. Dabei überzeugt ger­ade das verbesserte, run­den­basierte Kampf­sys­tem, welch­es sich gar nicht alt­back­en spielt. Aber auch mit neuen Fort­be­we­gungsmöglichkeit­en, wie beispiel­sweise mit dem Enter­hak­en und der Erweiterung der Sto­ry um ein weit­eres Semes­ter, kann „Per­sona 5 Roy­al“ überzeu­gen. Nicht umson­st ist das Spiel schon jet­zt, vor Veröf­fentlichung am 31. März, auf der Ver­gle­ich­sweb­site Meta­crit­ic auf Platz drei der besten PlaySta­tion-4-Spiele aller Zeit­en; direkt hin­ter Red Dead Redemp­tion 2 und GTA 5. Da kön­nen wir uns nur anschließen und ger­ade in diesen Social-Dis­tanc­ing-Tagen bere­it­et „Per­sona 5 Roy­al“ beson­dere virtuelle Nähe und Freude!

Du spielst gerne JRPG-Games? Erzäh­le uns in den Kom­mentaren von Deinem Gen­re­liebling.

Per­sona 5 Roy­al

Plat­tfor­men:           PlaySta­tion 4

Release-Date:         31. März 2020

Kosten:                     je nach Edi­tion ab rund 60 Euro

Pub­lish­er:                Atlus

Entwick­ler­stu­dio:   Atlus

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