Microsoft kauft ZeniMax
© ZeniMax Online Studios
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Microsoft erwirbt Bethesda – das bedeutet der Kauf für Spieler

Eine der größten Über­nah­men der Videospielgeschichte: Microsoft kauft Zen­i­Max, den Mut­terkonz­ern von Bethes­da. Spiel­erei­hen wie „Doom”, „The Elder Scrolls” und „Fall­out” gehören jet­zt also Sonys größtem Konkur­renten. Was für Auswirkun­gen hat das für die Spiele? Eine Analyse.

Nach­dem zunächst nur Gerüchte zum Kauf die Runde macht­en, unter anderem von Branchenin­sid­er Jason Schreier, fol­gte kurz darauf die Ankündi­gung von Microsoft direkt: Xbox heiße Bethes­da willkom­men, ist auf dem offiziellen Blog zu lesen. 7,5 Mil­liar­den Dol­lar soll sich das Unternehmen den Zukauf haben kosten lassen. Zum Ver­gle­ich: Dis­ney erwarb die Rechte an „Star Wars” für „nur” 4 Mil­liar­den Dol­lar.

„Elder Scrolls” und Co. künftig nur noch auf Xbox und PC?

Der Mam­mut-Deal lässt viele Fans aufhorchen: Was passiert nun mit meinen Lieblingsse­rien? Die Befürch­tung: „The Elder Scrolls 6” oder das näch­ste „Doom” kom­men nur noch für PC und Xbox, während Sonys PlaySta­tion leer aus­ge­ht.

Zum Microsoft-Deal äußerte sich auch Bethes­das Mar­ket­ing-Chef Pete Hines in einem Blog­post: „Der Haupt­punkt ist, dass wir immer noch Bethes­da sind. Wir arbeit­en immer noch an densel­ben Spie­len wie gestern, die von densel­ben Stu­dios gemacht wer­den, mit denen wir schon seit Jahren zusam­mengear­beit­et haben, und diese Spiele wer­den von uns her­aus­ge­bracht”. Ob Bethes­da-Titel kün­ftig Sonys Kon­sole aus­lassen, bleibt offen. Xbox-Chef Phil Spencer erk­lärte in einem Inter­view mit Bloomberg, über Releas­es auf anderen Plat­tfor­men entschei­de man von „Fall zu Fall”.

Bei bere­its angekündigten Titel wie „Deathloop” und „Ghost­wire: Tokyo” soll die PS5-Ver­sion nach wie vor erscheinen – und zwar weit­er­hin zei­t­exk­lu­siv für die Sony-Kon­sole, so Spencer weit­er.

Video: YouTube / Bethes­da Soft­works

Präzedenzfall Minecraft

Im Sep­tem­ber 2014 kaufte Microsoft „Minecraft”-Entwicklerstudio Mojang für 2,5 Mil­liar­den Dol­lar. Der Klötzchen­bau-Super­hit ist aber nach wie vor auf frem­den Kon­solen zu haben, sowohl auf PS4 als auch der Nin­ten­do Switch. Allerd­ings war „Minecraft” zu dem Zeit­punkt auch schon auf den Plat­tfor­men erhältlich.

Alles für den Game Pass?

Als sich­er gilt indes, dass kün­ftige Bethes­da-Titel auch über Game Pass spiel­bar sein wer­den. Dem Dienst gilt anscheinend Microsofts Haup­tau­gen­merk. Exk­lu­sive Kon­so­len­ti­tel für Xbox Series X|S strebt das Unternehmen bis­lang offen­bar nicht an. Das wirft auch die Frage auf, inwiefern teure AAA-Pro­jek­te wie etwa „The Elder Scrolls 6” über­haupt wirtschaftlich sein kön­nen, wenn sie vor allem den Game Pass pushen sollen. Bis wir die Auswirkun­gen dieses Deals zu spüren bekom­men, dürfte aber noch eine Weile verge­hen.

Bethesda-Deal: Diese Spieleserien gehören jetzt zu Microsoft

Mit der Über­nahme von Zen­i­Max hat sich Microsoft viele namhafte Spiel­rei­hen ein­ver­leibt. Fol­gende gehören jet­zt Red­mond:

  • „Dis­hon­ored”
  • „Doom”
  • „Fall­out”
  • „Prey”
  • „Quake”
  • „Rage”
  • „Starfield”
  • „The Elder Scrolls”
  • „The Evil With­in”
  • „Wolfen­stein”

Die Xbox Series X|S lässt sich übri­gens ab sofort vorbestellen.

Was denkst Du über den Microsoft-Deal? Wir freuen uns, Deine Mei­n­ung in den Kom­mentaren zu lesen.

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