Screenshot aus Immortals Fenyx Rising zeigt einen Kampf
© Ubisoft
Der Protagonist in Sniper Elite 5
Pikachu wehrt einen Treffer von Liberlo in Pokémon Unite ab

Immortals Fenyx Rising in der featured-Spielekritik: Ein Action-Adventure in göttlichen Gefilden

Mit „Immor­tals Fenyx Ris­ing“ liefert Ubisoft ein vielver­sprechen­des Open-World-Aben­teuer und ver­sucht offenkundig in die Fußstapfen eines großen Vor­bilds zu treten. Ob dem Titel dieses Vorhaben gelun­gen ist, ver­rät Dir unsere fea­tured-Spielekri­tik.

Während sich Open-World-Titel bei manchen Spiel­ern großer Beliebtheit erfreuen, fühlen sich andere von den schi­er end­losen Möglichkeit­en schlichtweg erschla­gen. Eine pack­ende Sto­ry, eine lebendi­ge Spiel­welt sowie ein Game­play, das auch nach etlichen Spiel­stun­den noch mit frischen Mechaniken motiviert, sind dem­nach unverzicht­bar für ein Aben­teuer in ein­er offe­nen Welt. Mit „Immor­tals Fenyx Ris­ing“ ver­sucht Ubisoft diese Aspek­te zu erfüllen und liefert ein Action-Adven­ture, das junge sowie erwach­sene Spie­lende bis zu 30 Stun­den an die Bild­schirme fes­selt. Drum haben wir eben­falls den Con­troller in die Hand genom­men und uns mit dem titel­geben­den Helden Fenyx in das mythol­o­gis­che Action-Adven­ture gestürzt.

Immortals Fenyx Rising: Gott sei Dank gibt es Fenyx

Ein junger Krieger erlei­det Schiff­bruch und stran­det auf der Gold­e­nen Insel. Ehe er es sich ver­sieht, wird ihm eine - im wahrsten Sinne des Wortes - göt­tliche Mis­sion aufer­legt: Er soll Typhon, den Dämon der Unter­welt besiegen und die vier großen Göt­ter der Insel aus ihrem Elend befreien. Denn Typhon hat die vier Göt­ter in hil­flose Gestal­ten ver­wan­delt und beab­sichtigt, sich die Gold­ene Insel unter den Nagel zu reißen. Während der Kriegs­gott Ares beispiel­sweise als Hahn durch die Gegend dack­elt, muss Fenyx über seinen Schat­ten hin­auswach­sen, um den Feuerdä­mon den Garaus zu machen. Das Schick­sal der Göt­ter liegt in Deinen Hän­den.

Das ist die sim­ple Geschichte von Immor­tals Fenyx Ris­ing, die der Titan Prometheus dem olymp­is­chen Gott Zeus erzählt. Große Über­raschun­gen oder inszena­torische High­lights bleiben zwar aus, doch der kindliche Charme, der der Sto­ry innewohnt, hin­ter­lässt einen sym­pa­this­chen Ein­druck. Dabei nehmen die bei­den Erzäh­ler die griechis­che Mytholo­gie eben­so wenig ernst, wie Fenyx‘ Feinde seine Erfahrung mit dem Schw­ert. Und so tauchen in der Erzäh­lung ständig kleine Stre­it­ereien, skur­rile Kom­mentare oder ähn­liche Albern­heit­en auf, die Dir wis­senswerte Triv­ia-Fak­ten liefern und der Geschichte ein Augen­zwinkern ver­passen. Auch, wenn die Gags nicht immer sitzen.

Spielfiguren in Immortals Fenx Rising

Moment, der Gott des Krieges ist ein Hahn? — Bild: Ubisoft

Turbulente Kämpfe mit göttlichem Stolz

Durch die vor Far­ben strotzende und detail­liert designte Spiel­welt kämpf­st Du Dich mit ver­schiede­nen Waf­fen, wie auch diversen göt­tlichen Fähigkeit­en. In Kämpfen verteilst Du leichte Schläge mit dem Schw­ert und schwingst für einen schw­eren Hieb die Axt. Die göt­tlichen Kräfte wer­den Dir hinge­gen durch bes­timmte Gegen­stände ver­liehen, wie zum Beispiel die Arm­schienen des Her­ak­les, mit denen Du Fels­brock­en auf Deine Feinde schleud­er­st oder auch Gegen­stände beim Rät­sel­lösen bewegst. So trittst Du Deinen Wider­sach­ern mit der Hil­fe von gle­ich mehreren Göt­tern gegenüber.

Auf­grund der zahlre­ichen Angriff­s­möglichkeit­en sind die Kämpfe stets unter­halt­sam und auch die diversen Geg­ner­arten sor­gen für aus­re­ichend Abwech­slung. Kämpf­st Du gegen mehrere Geg­n­er­typen auf ein­mal, wird der Kampf zu ein­er wahren Zirkus­num­mer: Harpyien wer­den mit Steinen bewor­fen, Gor­gonen mit dem Zorn des Ares in die Luft kat­a­pul­tiert und mit dem Ham­mer des Hep­hais­tos haust Du die let­zten Scher­gen in den Erd­bo­den. Hinzu kom­men die End­bosse, die Dir manch­mal Geduld und ein ordentlich­es Tim­ing abver­lan­gen. Dank wuchtigem Sound und ansehn­lichen Effek­ten wer­den die Kämpfe zudem auch auf audio­vi­sueller Ebene abgerun­det.

Kämpfe in Schneelandschaft aus dem Spiel: Immortals Feny Rising

Malerische Kulisse und abwech­slungsre­iche Fights. Was will man von ein­er Open World mehr? — Bild: Ubisoft

Das kommt uns doch bekannt vor

Bere­its im Ver­lauf des Pro­logs fie­len uns die zahlre­ichen Par­al­le­len zu einem anderen, hochgelobten Gen­re­vertreter auf. Die Kämpfe, das Klet­tern, das Her­stellen von Tränken, die Dun­geons und viele weit­ere Ele­mente erin­nern stark an „The Leg­end of Zel­da: Breath of the Wild“. Wer dem­nach keine Nin­ten­do Switch oder Wii U besitzt und bis­lang nicht in den Genuss des Erfol­gshits kam, kön­nte nun in Immor­tals Fenyx Ris­ing die entsprechende Alter­na­tive zu The Leg­end of Zel­da find­en.

Tolle Spielwelt trotz Schema F

Auf Dein­er Mis­sion durch­querst Du ver­schiedene Areale der Gold­e­nen Insel, die alle Unmen­gen an Nebe­nauf­gaben bieten. Göt­tliche Her­aus­forderun­gen ver­lan­gen unter anderem kurzweilige Zeit- oder Geschick­lichkeits-Chal­lenges ab, bei dessen erfol­gre­ichem Abschluss ein paar Charon­s­münzen für das Upgraden von Fähigkeit­en her­aussprin­gen. In den Tar­taros-Gewöl­ben hinge­gen lan­d­est Du in unterirdis­chen Dun­geons, die mit ver­schiede­nen Rät­seln gespickt sind und Dich am Ende mit einem von Zeus Blitzen belohnen. Diese erweit­ern die Aus­dauer­leiste von Fenyx, was wichtig für Fea­tures wie das Klet­tern, Sprint­en oder Gleit­en ist.

Die bild­hüb­sche Spiel­welt wurde zwar nach dem üblichen Ubisoft-Prinzip gestal­tet und erin­nert in manchen Gesicht­spunk­ten an Serien wie Assassin’s Creed oder Far Cry, doch hält sich die Anzahl an Nebe­nauf­gaben glück­licher­weise in Gren­zen, sodass nahende Ermü­dungser­schei­n­un­gen nicht so schnell auftreten, wie es so oft bei den zwei erwäh­n­ten Serien der Fall ist. Beson­ders die Rät­se­lein­la­gen kön­nen auch nach dem dutzend­sten Gewölbe noch für frischen Wind auf der Gold­e­nen Insel sor­gen.

Ins­ge­samt erweist sich Immor­tals Fenyx Ris­ing als ein Sam­mel­suri­um alt­bekan­nter Game­play-Ele­mente, die jedoch in ein­er der­art aus­gek­lügel­ten Weise zu einem unter­halt­samen Gesamt­paket zusam­mengeschnürt wur­den, dass sowohl ein junges als auch erwach­senes Pub­likum hier seinen Spaß find­et. Natür­lich sind die Par­al­le­len zu anderen Titeln nicht abzus­tre­it­en, doch weiß Immor­tals Fenyx Ris­ing auch seine eige­nen Stärken auszus­pie­len. Das Zusam­men­spiel von Erkun­den, Kämpfen und Rät­seln funk­tion­iert ver­dammt gut und die audio­vi­suelle Kom­po­nente unter­stre­icht diesen Mix oben­drein. Ein Zel­da-Klon, der sich dem­nach keineswegs hin­ter seinem großen Vor­bild ver­steck­en muss.

Immor­tals Fenyx Ris­ing  
Plat­tform: Nin­ten­do Switch, PS4, PS5, Xbox Series, Xbox One, PC
Release-Datum: 3. Dezem­ber 2020
Kosten: rund 70 Euro
Entwick­ler­stu­dio: Ubisoft Que­bec
Pub­lish­er: Ubisoft


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