Gaming-Fernseher
© Eigenkreation/Samsung/LG/Unsplash (sebastianhages)/id Software
Fünf Blubellas tanzen vor einer Kameralinse im Spiel "New Pokémon Snap".
Ein Foto von Aquana, das mit einem Samtapfel interagiert

Die besten Gaming-Fernseher im Vergleich: Der große Ratgeber

Wer auf der Kon­sole zockt, braucht einen guten TV – son­st macht das Spie­len keinen Spaß. Welche Eigen­schaften die besten Gam­ing-Fernse­her haben müssen und welche aktuellen Mod­elle etwas tau­gen, erfährst Du hier.

Fernse­her gibt es wie Sand am Meer und die tech­nis­chen Beze­ich­nun­gen sind teil­weise kryp­tis­ch­er als die Botschaften vom Zodi­ac-Killer. An dieser Stelle empfehlen wir kurz unsere besten Thriller. Aber nun zurück zum eigentlichen The­ma: Manche Fernse­her eignen sich bess­er zum Zock­en als andere. Aber worauf kommt es dabei an? Die Next-Gen-Kon­solen erscheinen schließlich zum Wei­h­nachts­geschäft und wenn Du Dir schon ein­mal vor­sor­glich einen nagel­neuen Fernse­her gön­nen möcht­est, dann soll­test Du Fol­gen­des beacht­en.

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Gaming-Fernseher: Geringer Input-Lag und viel Hertz

Abge­se­hen von guten Bildeigen­schaften, die sich in Schärfe, Kon­trast und Farb­wieder­gabe äußern, sind zwei Dinge für Zock­er beson­ders wichtig. Der soge­nan­nte Input-Lag ist eine Latenzzeit, also eine Verzögerung die zwis­chen Eingabe und dem dargestell­tem Bild entste­ht. Ein Beispiel: Du schießt mit Deinem Con­troller auf das Ziel und triff­st ein­fach nicht, was Du an der (fehlen­den) Reak­tion des Ziels erkennst. Der „Input-Lag” beschreibt die zeitliche Dauer von der Eingabe eines Sig­nals in den Fernse­her bis zur Ver­ar­beitung auf dem Dis­play. Ist der Input-Lag zu lang, eignet sich der Fernse­her nicht zum Zock­en. Latenzzeit­en zwis­chen elf und 30 Mil­lisekun­den sind sehr gut bis ordentlich – je weniger, umso bess­er.

Der zweite Punkt: Die Bild­wieder­hol­rate in Hertz. Diese Bild­wieder­hol­fre­quenz bes­timmt, wie oft sich ein Vor­gang wieder­holt. Beispiel: Während ein 50-Hertz-Fernse­her 50 Bilder pro Sekunde zeigt, kann ein 100-Hertz-Gerät hun­dert darstellen. Eine höhere Hertz-Zahl ver­spricht ein flüs­sigeres Bild, was Zock­ern in die Karten spielt. Sie kön­nen Bewe­gun­gen so bess­er abschätzen. 100 Hertz bis 120 Hertz sind gute Werte. Wenn ein Her­steller Dir mehr als das ver­spricht, etwa Werte zwis­chen 200 und 400 Hertz, dann sind das syn­thetis­che Werte – kün­stliche Frames, die von ein­er Soft­ware ausspuckt wer­den. Das sieht nicht immer gut aus und ver­spricht mehr, als es hal­ten kann. Aber auch echte Hertz-Werte haben Nachteile: Hohe Bild­wieder­hol­fre­quen­zen fordern viel von der Hard­ware. Die Sequen­zen wer­den im Arbeitsspe­ich­er (RAM) des Fernse­hers zwis­chenge­spe­ichert und der Prozes­sor muss ordentlich rack­ern, was sich auf die Latenzzeit­en auswirkt.

Video: Youtube / MITTAGSPACKUNG

OLED oder QLED? Und was ist HDR?

OLED, QLED, hä? Du bist nicht der Einzige, der im „Beze­ich­nungs­d­schun­gel” den Faden ver­liert. Ganz sim­pel erk­lärt: Das „Q” in QLEDs ste­ht für „Quan­tum Dots”, was tech­nisch aufgepäp­pelte LED-Leucht­en sind. Bemerkenswert ist deren beson­ders großes Far­b­vol­u­men und die hohe Hel­ligkeit. Diese bei­den Eigen­schaften sind sehr vorteil­haft für die HDR-Wieder­gabe, die in Spie­len beson­ders zu Gel­tung kommt.

Moment, HDR? HDR ste­ht für High Dynam­ic Range, eine Tech­nik, die mehr Far­ben und einen größeren Kon­trastum­fang liefert. Das bietet bei großen Hel­ligkeit­sun­ter­schieden im Bild unge­meine Vorteile.

Aber wie ste­ht es um OLEDs? Diese Tech­nik unter­schei­det sich von klas­sis­chen LED- oder QLED-Fernse­hern. Es han­delt sich um organ­is­che Leucht­dio­den, die sich kom­plett abschal­ten lassen und damit ein „reales” Schwarz pro­duzieren. So sind die Kon­trast­werte und Far­ben teils tiefer als bei QLED-Fernse­hern. Die Schwarzw­erte sind nahezu per­fekt und die Hel­ligkeitsverteilung ist auf der gesamten Fläche sehr gle­ich­mäßig. Allerd­ings ner­ven Spiegelun­gen in helleren Umge­bun­gen oder bei starkem Ein­fall von Tages­licht.

Ins­ge­samt sind bei­de Tech­nolo­gien fürs Gam­ing geeignet, denn diverse Her­steller bieten QLED- oder OLED-Fernse­her mit reak­tion­ss­chnellen 100- bis 120-Hertz-Dis­plays und geringer Latenz. QLEDs sind in der Regel etwas gün­stiger und etwas heller.

Video: Youtube / HDTVTest

Samsung vs. LG: Welcher Fernseher ist besser?

Wir haben zwei Fernse­her aus­gew­ertet, die zum Zock­en beson­ders gut geeignet sind: Der Sam­sung-QLED-TV GQ-Q6FN und der LG OLED C9. Hier bekommst Du alle Infos zu den bei­den Gam­ing-Glotzen.

Samsung GQ-Q6FN im Check: Einsteiger-Modell für Sparfüchse

Die 65-Zoll-Ver­sion des Sam­sung-Fernse­hers ist mit etwa 1.100 Euro bezahlbar und zudem vollgestopft mit guter Tech­nik. Im speziellen Spiele­modus kann das Gerät den Input-Lag auf kaum spür­bare 14 Mil­lisekun­den senken. Mit der Xbox One reduziert sich das dank FreeSync-Tech­nik und der vari­ablen Bild­wieder­hol­ung (VRR) noch weit­er. Die Hel­ligkeit und das Vol­u­men der Far­ben sind beein­druck­end. Wer sich dieses Pracht­stück gön­nt, wird nicht ent­täuscht. Doch es gibt noch bessere Mod­elle in der GQ-Rei­he! Wer etwas mehr Geld auf der lock­eren Kante hat, greift zum Flag­gschiff für knapp 2.200 Euro: dem Sam­sung GQ65Q90RGT. Wenn Geld gar keine Rolle spielt, dann lohnt sich der Kauf des 8K-Fernse­hers Sam­sung Q950R. Er ist näm­lich so gut, dass es fraglich ist, ob es aktuell bessere Geräte gibt. Das hat aber auch seinen Preis: Auf dem Preiss­child ste­ht 4.300 Euro.

Der Samsung GQ6 liefert ein helles Bild

QLEDS bieten knal­lige Far­ben – so auch der Sam­sung GQ6. — Bild: Sam­sung

LG OLED C9 im Check: Der edle Herr unter den Glotzen

Tiefes Schwarz, natür­liche Far­ben und ein nahezu per­fek­ter Kon­trast: Der C9 hat schon viele Kun­den verza­ubert. Aber wie sieht es im Gam­ing-Bere­ich aus? Sein geringer Input-Lag (7 Mil­lisekun­den mit VRR) sorgt für Spielfluss und der kraftvolle Prozes­sor kommt sog­ar mit hohen FPS-Rat­en zurecht. Das Bild ist stets her­vor­ra­gend – auch aus seitlichen Blick­winkeln. Zudem ist das Gerät dank HDMI 2.1 reif für die Zukun­ft, denn diese HDMI-Ver­sion kann sich mit dem aktuellen Dis­play­Port messen. Damit lässt sich der Fernse­her auch an den PC anschließen und mit Nvidias G-Sync betreiben. Preis­lich liegt die 55-Zoll-Vari­ante bei etwa 1.300 Euro – ein fair­er Preis. Wer schlichtweg reich ist, kauft sich aber den LG OLED 88Z9 für etwa 18.000 Euro und damit einen der weltweit besten Fernse­her.

Der C9 von LG ist ein OLED-Monster

OLEDs bieten ein tolles Schwarz – so wie der C9 von LG. — Bild: LG Elec­tron­ics

Fazit: Es bleibt Geschmackssache

Wenn Du abends viele Filme guckst und etwas mehr Geld hast, soll­test Du zum LG greifen, denn das tiefe Schwarz ist ein­fach atem­ber­aubend. Zock­er, die tagsüber Zeit haben und in licht­durch­fluteten Häusern oder Woh­nun­gen leben, sind dage­gen bei Sam­sung an der richti­gen Adresse, denn die QLEDS sind etwas heller. In punc­to Gam­ing nehmen sich bei­de Mod­elle aber nicht viel. Sie gehören zu den besten Gam­ing-Fernse­hern und sind zum Zock­en bestens gerüstet.

Welchen Fernse­her hast Du im Wohnz­im­mer ste­hen? Schreib uns gerne einen Kom­men­tar.

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