Eine junge Frau spielt ein Spiel am Computer zuhause und bedient dazu ihre Tastatur.
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Ein gut ausgebauter Zoo mit einigen Besuchern und Besucherinnen in Planet Zoo
Fußballspieler jubelt

Cloud-Gaming: Alles, was Du über den Streaming-Trend wissen musst

PlaySta­tion ohne Kon­sole spie­len? Xbox-Spiele ohne Con­troller? Und Deine kom­plette Spiele­samm­lung auf dem Smart­phone lagern? Cloud-Gam­ing macht es möglich! Stream­ing-Dien­ste für Gamer erweit­ern die Spiel-Möglichkeit­en auf immer mehr Geräte und neue Plat­tfor­men. Was steckt hin­ter dem Gam­ing-Trend? Welche Anbi­eter sind im Ren­nen? Und warum lohnt sich der Umzug in die Cloud? Wir geben Dir einen Überblick und stellen die vielver­sprechend­sten Stream­ing-Dien­ste vor.

Dein Gam­ing-PC ist ziem­lich in die Jahre gekom­men, aber Du möcht­est nicht unbe­d­ingt in ein kost­spieliges Hard­ware-Upgrade investieren? Dann kön­nte Cloud-Gam­ing für Dich die passende Lösung sein. Neue Stream­ing-Dien­ste ver­wan­deln nahezu jedes Gerät in eine Gam­ing-Mas­chine und machen der guten alten Dad­delk­iste Konkur­renz. Dahin­ter steckt ein rel­a­tiv neues Konzept, das sich derzeit ras­ant weit­er­en­twick­elt und neue Abo-Mod­elle her­vor­bringt.

Streaming-Dienste für Gamer: So funktioniert Cloud-Gaming

Im Großen und Ganzen funk­tion­iert Cloud-Gam­ing bei allen Anbi­etern auf dieselbe Weise. Mit ihrem Ser­vice kannst Du auf einen exter­nen Serv­er zugreifen, über den Deine Spiele laufen. Während der Serv­er die Daten­ver­ar­beitung übern­immt, wird das aus­gegebene Bild über eine App auf dem Endgerät Dein­er Wahl gestreamt. Solange dieses Gerät Videos flüs­sig wiedergeben kann, ist es in der Regel auch für Cloud-Gam­ing geeignet. Statt eines neuen Gam­ing-PCs oder ein­er Kon­sole brauchst Du also nur noch ein passendes Abo und schnelles Inter­net.

Über die Cloud kannst Du dann von über­all auf Deine Spiele­samm­lung zugreifen und soge­nan­nte AAA-Titel, also Pre­mi­um-Games, auf dem Smart­phone, Tablet, Note­book und anderen kom­pat­i­blen Geräten zock­en. Bei manchen Anbi­etern musst Du die Spiele erst herun­ter­laden und auf dem Cloud-Serv­er instal­lieren. In vie­len Fällen kannst Du aber nach der Reg­istrierung sofort strea­men. Abge­se­hen davon unter­schei­den sich die Dien­ste in erster Lin­ie in ihrem Spiele-Ange­bot, der unter­stützten Bildqual­ität und dem Preis. Die bekan­ntesten Anbi­eter möcht­en wir Dir etwas genauer vorstellen.

Nvidia Geforce Now: Flexibler Gaming-Spaß zum kleinen Preis

Falls Du erst ein­mal ins Cloud-Gam­ing hinein­schnup­pern möcht­est, kön­nte Geforce Now aus dem Hause Nvidia eine Option sein. Über die Stream­ing-Plat­tform kannst Du mehr als 30 Games gratis spie­len. In der kosten­losen Basis-Ver­sion ist der Gam­ing-Spaß allerd­ings auf max­i­mal eine Stunde am Stück begren­zt. Die „Grün­der-Edi­tion“ für knapp sechs Euro im Monat erlaubt bis zu sechsstündi­ge Ses­sions und bietet bevorzugten Zugriff auf den Serv­er. Das bedeutet, dass Du beim Starten eines Games qua­si vorne in der virtuellen Warteschlange stehst.

Nach Angaben von chip.de ste­hen mehr als 1000 Titel zur Auswahl, die nicht plat­tfor­mge­bun­den sind. Du kannst auch auf Spiele der Steam- oder Epic-Store-Bib­lio­theken zugreifen, die für den Stream­ing-Dienst freigeschal­tet sind. Spiele, die Du gekauft hast und besitzt, kannst Du dann über die Geforce-Now-Cloud flex­i­bel auf dem Note­book, Desk­top-PC, Mac, Nvidia Shield TV oder Android-Gerät strea­men.

Google Stadia: Cloud-Gaming mit Premium-Features

Google fährt mit seinem Cloud-Gam­ing-Ange­bot ein anderes Konzept. Die Titel von Sta­dia sind an die Plat­tform gebun­den und ermöglichen bis­lang kein Cross­play. Die Reg­istrierung ist zunächst kosten­los und die Spiele starten ohne weit­ere Instal­la­tio­nen direkt aus dem Chrome-Brows­er. Allerd­ings musst Du die Games in der Basis-Ver­sion einzeln im Google-Store kaufen. Sofor­ti­gen Zugriff auf die Bib­lio­thek bekommst Du erst mit einem Sta­dia-Pro-Abo für knapp zehn Euro im Monat. Dort sind viele High­lights und Exk­lu­sivti­tel enthal­ten, die mit zusät­zlichen Bild- und Sound­fea­tures aus­geliefert wer­den. Du kannst zum Beispiel in 4K-HDR-Qual­ität strea­men und mit ver­schiede­nen Con­trollern auf Deinem PC, aus­gewählten Mobil­geräten und auf dem Fernse­her zock­en. Let­zteres set­zt allerd­ings Google Chrome­cast Ultra voraus.

PlayStation Now: Exklusivtitel und Konsolen-Klassiker für den PC

PlaySta­tion spie­len ohne PlaySta­tion? Sony macht es mit seinem Abo-Ser­vice möglich. Bei PlaySta­tion Now warten gle­ich mehrere hun­dert Spiele auf Dich, die ursprünglich für die PS2, PS3 oder PS4 erschienen sind und nun ein­fach am PC gestreamt wer­den kön­nen. Darunter fall­en Block­buster wie Fall­out 4, Unchart­ed oder Blood­borne.

Um die Games am heimis­chen Bild­schirm zu zock­en, benötigst Du ein Kon­to im PlaySta­tion Net­work, die PlaySta­tion-Now-App sowie einen PS4- oder PS3-Con­troller. Bis jet­zt fehlt jedoch lei­der eine Mobil-Vari­ante und auch bei der Stream­ing-Qual­ität musst Du ein paar Abstriche machen. Mit ein­er max­i­malen Auflö­sung von 720p ist PlaySta­tion Now nichts für den großen 4K-Fernse­her und kein richtiger Ersatz für die Kon­sole. Außer­dem sind einige Funk­tio­nen des PlaySta­tion-Net­work nicht ver­füg­bar, darunter zum Beispiel die Share-Taste oder der Videochat. Dafür gibt’s den Gam­ing-Spaß im gün­stig­sten Abo-Mod­ell bere­its ab zehn Euro im Monat.

Shadow: Die vollausgestattete Cloud-Gaming-Maschine

Der New­com­er unter den Cloud-Gam­ing-Anbi­etern ist ein echt­es Mul­ti­tal­ent: Bei Shad­ow bekommst Du Remote-Zugriff auf einen virtuellen Cloud-PC mit inte­gri­ertem Spe­ich­er, der weitre­ichende Spiel- und Ein­satzmöglichkeit­en bietet. Dabei wird nicht die Rechen­leis­tung Deines eige­nen PCs genutzt, son­dern Bild und Ton vom Shad­ow-Rechen­zen­trum aus über­tra­gen. Auf Win­dows, Mac OS, Lin­ux, iOS- und Android-Geräten streamt der Dienst die Titel, der sich in Deinem Besitz befind­en, in Full-HD-Qual­ität, je nach Endgerät auch in 4K und sog­ar in exo­tis­chen Bild­for­mat­en wie 21:9.  Deine Dat­en sollen dabei durch ein IP-Adress­fil­ter­sys­tem und ein pro­pri­etäres Pro­tokoll geschützt wer­den.

Beson­ders vielfältig ist Shad­ow, weil Du Spiele aus allen gängi­gen Plat­tfor­men wie Steam, GOG, Ori­gin oder Epic strea­men kannst. Der virtuelle Rech­n­er lässt sich aber auch für andere Anwen­dun­gen nutzen, zum Beispiel für Bild­bear­beitung oder Videostream­ing. Den „Shad­ow Boost“ für knapp 13 Euro im Monat kannst Du bere­its vorbestellen. Ab Novem­ber 2020 sollen die reg­istri­eren Accounts freigeschal­tet wer­den.

Was bringt der Cloud-Gaming-Trend in Zukunft?

Die näch­sten Anwärter auf dem Cloud-Gam­ing-Markt ste­hen schon in den Startlöch­ern. Zum Beispiel hat Microsoft unter dem Arbeit­sti­tel Xcloud einen Stream­ing-Dienst angekündigt, der ab Sep­tem­ber 2020 Xbox-Spiele auf den PC und Dein Smart­phone brin­gen soll.

Medion hat die Beta-Phase für seine Plat­tform Medion Eraz­er Cloud Gam­ing abgeschlossen und möchte über 50 Titel für Win­dows-PCs, Note­books und Android-Geräte zugänglich machen, die Du mit ver­schiede­nen Gamepads zock­en kannst. Wer will, kann sich bere­its für einen Gratis-Probe-Monat reg­istri­eren und ab März 2021 kosten­los zock­en.

Cloud-Gam­ing ist inzwis­chen auf fast allen gängi­gen Plat­tfor­men angekom­men und macht virtuelle Aben­teuer auch ohne kost­spieliges Gam­ing-Equip­ment möglich. Wir sind ges­pan­nt, wie sich der Trend weit­er­en­twick­elt und welche Anbi­eter kün­ftig in diesem wach­senden Seg­ment mit­spie­len.

 

Ist Cloud-Gam­ing für Dich eine Option oder schwörst Du weit­er­hin auf den guten alten Gam­ing-PC oder Deine Kon­sole? Wir freuen uns auf Deine Mei­n­ung zum neuen Gam­ing-Trend! 

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