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Mission to the moon: Vodafone bringt LTE-Funk ins All

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Zerklüftete Kraterschluchten, keine Atmosphäre und enorme Temperaturschwankungen – unser Mond fasziniert – und bald noch ein bisschen mehr: 2018 wird Vodafone wird als erster Telekommunikationskonzern zu unserem kosmischen Nachbarn starten, um hochleistungsfähige LTE-Technologie ins All zu bringen.

Als Neil Armstrong vor fast einem halben Jahrhundert den ersten Fuß auf den Mond setzte, klebten Millionen Menschen weltweit vor dem Fernseher. Einzig die verrauschte, flimmernde Bildqualität würde heute wohl niemanden mehr vom Hocker reißen. Das muss sie auch nicht, denn wenn Anfang nächsten Jahres wieder eine Raumfähre auf dem Erdtrabanten landet, wirst Du diese Mission im Idealfall nicht nur live, sondern auch hochauflösend mitverfolgen können. Denn Vodafone bringt erstmals LTE auf den Mond.

 

Landemodul ALINA auf den Spuren von Apollo 17

Als Partner der ersten privatfinanzierten Mondmission unter der Leitung der Berliner Raumfahrt-Forscher von „Part Time Scientists“ (PTS) wird Vodafone auf unserem Erdbegleiter eine LTE-Basisstation errichten – nicht irgendwo, sondern direkt auf der Landestelle von Apollo 17, dem letzten bemannten Mondflug im Jahr 1972. Das autonome Raumfahrzeug namens ALINA wird die knifflige Aufgabe übernehmen, zwei Roboterautos sicher auf den Mond zu befördern. Zugleich wird Alina mit modernster Mobilfunktechnologie ausgestattet und dient dann auf dem Mond als Basisstation. Wenn es mit dem „Soft Landing“ in knapp 385.000 Kilometer Entfernung klappt, sollen sich die beiden Audi lunar quattro Rover auf Erkundungstour zu Apollo 17 begeben. Für die energiesparende Kommunikation und Übermittlung von Daten sind sie ebenfalls mit LTE ausgestattet und kommunizieren sowohl direkt untereinander als auch mit Alina über das von Vodafone errichtete LTE-Netz. So kannst Du den kosmischen Ausflug auf dem Smartphone oder Tablet über superscharfe Live-Bilder und Videos mitverfolgen.

 

Vodafone optimiert die kosmische Kommunikation

Natürlich lässt sich nicht alles, was der Weltraum an Überraschungen zu bieten hat, auf der Erde testen – aber zumindest einkalkulieren. Um gegen die störrischen Temperatur-Schwankungen von etwa 300 Grad Celsius, fehlende Atmosphäre und Weltraumstrahlung bestmöglich gewappnet zu sein, setzte das PTS-Team bei der achtjährigen Forschung an ALINA auf etablierte Raumfahrt-Technik. Auf dem Erdtrabanten selbst soll dann aber bislang unerprobte Technologie die Forschungsarbeit erleichtern. Für diesen Part ist Vodafone zuständig. Via LTE soll nämlich nicht nur das irdische Publikum mit HD-Bildern versorgt werden, auch ALINA und die Rover werden vor Ort über den modernen Funk-Standard untereinander schnell, zuverlässig und vor allem besonders stromsparend kommunizieren können.

 

Vodafone MttM ALINA

 

Zwischen Pioniergeist und Wagemut

Das klingt erstmal cool, ist aber nicht ganz einfach. Dem für die Erde entwickelten LTE-Modem könnte zum Beispiel die Weltraumstrahlung etwas zu schaffen machen. Die LTE-Technologie bringt wesentliche Vorteile für den Einsatz im All mit sich. Denn mit dem optimierten Mobilfunk-Standard „Vehicle to Vehicle“ (V2V) würde es Vodafone gelingen, die beiden Mondfahrzeuge, das Raumschiff und die Messgeräte erstmals über Breitband miteinander zu vernetzen. So ließen sich die Unmengen generierter Daten aus den Experimenten und Untersuchungen mit LTE-V2V über große Distanzen bei geringem Stromverbrauch übertragen. Die neue Netzinfrastruktur kann später auch von anderen Partnern auf dem Mond genutzt werden. Das wäre ein wichtiger Grundstein für größere Projekte wie dem ESA Moon Village, der ersten bemannten Stadt auf den Mond.

 

Wird die Mission to the Moon mit schnellem LTE belohnt?

Ursprünglich 2008 im Rahmen eines Google Wettbewerbes gestartet verfolgt die Mission to the Moon das Ziel erstmalig in der Geschichte der Raumfahrt an die Landestelle der Apollo 17 Mission zurückzukehren. Seit 2010 ist auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) als Partner dabei. Noch tüfteln die PTS-Forscher am Feinschliff von ALINA, der Flug ist aber bereits gebucht. Als Fracht der Trägerrakete Falcon 9 wird das Raumfahrzeug mit der Vodafone-Technik an Bord Anfang 2018 vom Cape Canaveral in Florida abheben. Exakt einen Mond-Tag, also einen halben Erden-Monat, hat das deutsche Team für ihre Forschungen Zeit – für Vodafone genug, um LTE auf dem Mond in Betrieb zu nehmen und herauszufinden, ob die irdische Kommunikationstechnik auch im Weltraum zuverlässig funkt(ioniert).

 

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