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Game Awards 2017 – Nintendo rockt die Show

Die Videospiel-Szene feiert. Am 7. Dezem­ber wer­den die Game Awards vergeben. Neben den Entwick­lern der „besten” Spiele 2017 wer­den beim „Gam­ing-Oscar“ auch E-Sportler und Let’s-Player aus­geze­ich­net. Das Ganze ist ver­packt in eine große Show mit musikalis­chen Beiträ­gen, Reden von Größen der Branche und wird meist auch von neuen Spielankündi­gun­gen begleit­et.

Es wird span­nend für Pub­lish­er und Entwick­ler von Videospie­len. Denn Anfang Dezem­ber entschei­det sich, welche 2017 erschiene­nen Spiele mit dem für die Branche so wichti­gen Game Award aus­geze­ich­net wer­den. Doch was wird hier eigentlich belohnt? Wie kommt die Bew­er­tung zus­tande? Und wer ist 2017 unter den Nominierten?

Spike Video Game Awards: Wie alles begann

Schon 2003 ging der erste Vor­läufer der Game Awards an den Start. Der US-amerikanis­che Fernsehsender Spike TV strahlte erst­ma­lig die soge­nan­nten Spike Video Game Awards (VGAs) aus. Die Show zeigte bere­its die Grundzüge der heuti­gen Game Awards. Die Ver­lei­hung der Preise in ver­schiede­nen Kat­e­gorien wurde begleit­et von Auftrit­ten ver­schieden­er Stars und Sternchen – mal mit mehr, mal mit weniger Bezug zu Videospie­len. Auch die Ankündi­gun­gen von Games kamen schnell dazu. Und so wur­den die Spike Video Game Awards über zehn Jahre lang jedes Jahr im Dezem­ber aus­ges­trahlt.

Gaming-Community kritisiert bisheriges Konzept

Bei den VGAs 2013 wurde das Konzept stark verän­dert. Die immer lauter wer­dende Kri­tik, die Show ori­en­tiere sich zu wenig an der Gam­ing-Com­mu­ni­ty und zu sehr an der Ziel­gruppe von Spike TV, hielt jedoch auch nach den VGX 2013 an. Pro­duzent und maßge­blich­er Organ­isator Geoff Keigh­ley zog sich aus dem Aus­rich­tung­steam der VGX zurück und im Novem­ber 2014 erk­lärte Spike TV schließlich das Ende der Show.

Doch das Ende trug in diesem Falle den neuen Anfang bere­its in sich. Keigh­ley suchte sich Unter­stützer bei den Größen der Branche wie Sony, Nin­ten­do und große Spiele-Pub­lish­er und stellte die Show im Dezem­ber 2014 ohne Spike TV erneut auf die Beine. Die Game Awards waren geboren.

Game Awards: So läuft es heute

Heute sind die Game Awards ein­er der wichtig­sten Preise, die ein Videospiel gewin­nen kann. Anders als zu Spike TV-Zeit­en läuft das Ganze nicht mehr auf einem Fernsehsender, son­dern per Online-Über­tra­gung. Dabei wer­den neben der Web­site der Awards nicht nur Twitch und YouTube bespielt, son­dern ganze 16 Plat­tfor­men weltweit. Darunter auch die Spiele-Net­zw­erke Steam, PlaySta­tion Net­work und Xbox Live. Schon jet­zt kann jed­er auf der Web­site der Game Awards oder über Google (ein­fach „The Game Awards vote” eingeben) seine Stimme abgeben. In 24 der 29 Kat­e­gorien entschei­det eine inter­na­tionale 51-köp­fige Jury. Die Stim­men der Com­mu­ni­ty machen hier 10% der Entschei­dung aus. Die restlichen fünf Kat­e­gorien wer­den allein nach dem Anteil der abgegebe­nen Stim­men entsch­ieden. Hier mis­cht sich die Jury nicht ein.

Die Nominierten

Ins­ge­samt wur­den 102 Spiele und Per­so­n­en in den ver­schiede­nen Kat­e­gorien nominiert, viele davon mehrfach. Die meis­ten Nominierun­gen haben die Spiele Des­tiny 2 (Bungie und Activi­sion), Hori­zon Zero Dawn (Guer­ril­la Games und Sony Inter­ac­tive Enter­tain­ment), Super Mario Odyssey und The Leg­end of Zel­da: Breath of the Wild (bei­de Nin­ten­do) erhal­ten. Es waren jew­eils sechs. Auch in der wichtig­sten Kat­e­gorie Game of the Year wurde Nin­ten­do dop­pelt bedacht, denn sowohl Zel­da als auch Super Mario Odyssey schafften es unter die Nominierten. Ähn­lich erfol­gre­ich bei den Nominierun­gen ist nur Hori­zon Zero Dawn. Die weit­eren Nominierten sind Per­sona 5 (Atlus) und PlayerUnknown’s Bat­tle­grounds (PUBG Corp.).

Wie stehen die Chancen?

Die meis­ten Nominierun­gen unter den Pub­lish­ern hat Nin­ten­do. Ganze 23 Mal wur­den Spiele der japanis­chen Spieleschmiede für Preise vorgeschla­gen. Auf dem zweit­en Platz fol­gt Sony mit 15 Nominierun­gen. Wer daraus aber gle­ich einen Trophäen­re­gen für Nin­ten­do ableit­et, kann auch falsch liegen. Die Nin­ten­do-Pro­duk­tio­nen kom­men zwar aus eini­gen der wichtig­sten Spiel­erei­hen der Geschichte und haben damit fast automa­tisch Kult­sta­tus, aber das let­zte Wort hat die Jury und hier muss jedes Spiel für sich allein beste­hen. Ein guter Pub­lish­er-Durch­schnitt reicht nicht aus.

Wie komme ich zu den Game Awards?

Wer die Show live miter­leben möchte, kann sich für umgerech­net 50 Euro ein Tick­et kaufen. Bei ein­er Bestel­lung im Inter­net kom­men weit­ere 13 Euro. Für ein VIP-Tick­et fall­en lock­er 200 Dol­lar an. Hinzu kommt der Preis fürs Flugtick­et, denn die Game Awards wer­den im Microsoft The­ater in Los Ange­les ver­liehen. Wem das alles zu teuer ist, der muss sich mit dem Livestream beg­nü­gen. Der ist immer­hin kosten­los und in 4K.

Wer sind Deine Favoriten für die Game Awards? Und welch­es neue Spiel sollte Dein­er Mei­n­ung nach offiziell angekündigt wer­den? Wir freuen uns über Deinen Kom­men­tar.

Foto: The Legend of Zelda: Breath of the Wild / © 2017 - Nintendo of Europe GmbH

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