Connecting4Good: Diese Leselampe soll Legasthenikern helfen

Die Besucher der CES 2020 durften sich auf viele Highlights freuen.

Connecting4Good: Diese Leselampe soll Legasthenikern helfen

Laut des Legasthenie Verbandes leiden rund vier Prozent aller deutscher Schüler an Legasthenie. Auch viele Erwachsene schaffen es nicht, die angeborene Lesestörung in den Griff zu bekommen. Eine neue Lesehilfe für Legastheniker soll nun Abhilfe schaffen.

Wenn Lesen zur Qual wird, ist eine aktive Teilnahme am Alltag oft nicht mehr möglich. Um Betroffenen eine Hilfe zu bieten, hat die französische Firma Lexilife auf der Consumer Electronics Show (CES) 2020 in Las Vegas eine neue Lesehilfe für Legastheniker vorgestellt. Die Lexilight-Lampe soll Menschen, die von der Leseschwäche betroffen sind, helfen, Buchstaben mithilfe von Lichtimpulsen erfolgreich zu entwirren und ihnen so wieder Spaß am geschriebenen Wort vermitteln. Wie das funktioniert, liest Du heute in #Connecting4Good.

Lexilight: Pulsierende Lampe als Lesehilfe für Legastheniker

Die Gründe für Legasthenie sind umstritten und reichen von der genetischen Veranlagung bis hin zu phonologischen Bewusstseinsstörungen. Die französischen Physiker Albert Le Floch und Guy Ropars der Universität Rennes hingegen führen die angeborene Lesestörung allein auf die Augenfunktion zurück und behaupten, dass Nicht-Legastheniker ein dominantes Auge besitzen, während Legastheniker in der Regel über zwei dominante Augen verfügen. Die Folge davon: Buchstaben erscheinen gespiegelt oder verschwommen und erschweren das Lesen. Genau hier kommt die Leselampe von Lexilife ins Spiel.

Die LEDs der Lexilight-Leselampe pulsieren in regelmäßigen Abständen und ermöglichen dem Gehirn damit, Informationen so zu verarbeiten, als kämen sie von einem einzigen dominanten Auge. Die Geschwindigkeit der Lichtimpulse kann über einen Knopf an der Rückseite individuell nach den eigenen Bedürfnissen eingestellt werden, was bei 90 Prozent der 300 Testpersonen zu sofortigen Verbesserungen der Lesefähigkeit führte. Das Lesen fiel ihnen plötzlich nicht mehr schwer, wurde schneller und war weniger ermüdend.

Kann die angeborene Lesestörung wirklich so einfach überwunden werden?

Legasthenie, so die offiziellen Leitlinien der DGKJP (Diagnostik und Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Lese- und / oder Rechtschreibstörung), liegt dann vor, wenn eine Person Probleme mit dem Verständnis und der Wiedergabe von Schriftsprache hat, ohne dass eine allgemeine Minderbegabung festgestellt wurde. Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie geht davon aus, dass dies auf circa vier Prozent der deutschen Schüler zutrifft. Trotz frühzeitiger Erkennung und Förderprogramme wie phonologischer Bewusstseinsschulung schaffen viele Betroffenen es bis ins Erwachsenenalter nicht, ihre Lesestörung zu überwinden.

Die scheinbar unbezwingbaren Hindernisse im Umgang mit Schriftsprache würden sich durch die Theorie von Le Floch und Ropars erklären lassen. Wegen ihrer komplett neuen Herangehensweise und des scheinbar zu einfachen Lösungsansatzes wurde sie in Legastheniker-Kreisen teilweise sehr kritisch aufgenommen. Viele der Betroffenen glauben nicht, dass sich die angeborene Störung durch eine einfache Lese-Lampe beheben lässt.

Das positive Feedback der Probanden und die einmonatige Testphase mit kostenloser Rückgabe bei Nichtzufriedenstellung lassen allerdings hoffen. Möchtest Du Dir selbst ein Bild machen, kannst Du die Lexilight-Leselampe derzeit für rund 550 Euro erwerben. Ziel von Lexilife ist es, die Lesehilfe für Legastheniker in Zukunft in größeren Auflagen zu produzieren und so zu einem günstigeren Preis anbieten zu können.

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Leidest Du selbst unter Legasthenie oder hast Betroffene in Deinem Familien- oder Freundeskreis? Schreibe uns, was sie von der Lesehilfe für Legastheniker halten!

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