WhatsApp-Alternativen: 5 coole Messenger für iOS und Android

Du hast keine Lust mehr auf WhatsApp und willst eine gute Alternative nutzen? Das sind fünf tolle Messenger-Dienste, die Du ausprobieren kannst.
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WhatsApp-Alternativen: 5 coole Messenger für iOS und Android

What­App ist mit Abstand die beliebteste Mes­sen­ger-App. Zwei Mil­liar­den aktive Nutzer verze­ich­net die Face­book-Tochter pro Tag, wie im Feb­ru­ar 2020 bekan­nt gegeben wurde. Daneben gibt es aber natür­lich auch andere Chat-Pro­gramme für Dein Smart­phone wie zum Beispiel Three­ma, Sig­nal und Telegram. Wir stellen Dir die besten What­sApp-Alter­na­tiv­en vor.

Keine Lust mehr auf What­sApp? Suchst Du vielle­icht einen Mes­sen­ger, der mehr Wert auf Pri­vat­sphäre und Daten­schutz legt? Kein Prob­lem, denn es gibt viele What­sApp-Alter­na­tiv­en. Eine Sache soll­test Du beim Mes­sen­ger-Wech­sel allerd­ings beacht­en: Die wichtig­ste Voraus­set­zung ist natür­lich, dass auch Deine Fre­unde den neuen Mes­sen­ger Dein­er Wahl ver­wen­den.

Threema: Privatsphäre & Datenschutz

Three­ma ist eine sehr sichere Alter­na­tive zu What­sApp: Pri­vat­sphäre, Ver­schlüs­selung und Anonymität sind Aushängeschilder dieses Mes­sen­gers. Three­ma ist so konzip­iert, dass keine Daten­spur entste­ht. Das fängt schon bei der Reg­istrierung an: Du bekommst eine zufäl­lig gener­ierte Three­ma-ID, die Du option­al mit Dein­er Han­dynum­mer oder E-Mail-Adresse verknüpfen kannst.

Option­al bedeutet also: Du kannst die What­sApp-Alter­na­tive auch voll­ständig anonym nutzen, wenn Du das möcht­est. Des Weit­eren wer­den Kon­tak­tlis­ten und angelegte Grup­pen nicht auf einem Three­ma-Serv­er, son­dern auf Deinem Smart­phone gespe­ichert und ver­wal­tet. Deine Kon­tak­te sind zudem per Scan eines QR-Codes ver­i­fizier­bar. Und auch Deine Nachricht­en sind geschützt. So wer­den diese Ende-zu-Ende ver­schlüs­selt und gesendete Mit­teilun­gen sofort nach ihrer Zustel­lung gelöscht. Mit Three­ma kannst Du übri­gens auch Tele­fonieren und sog­ar Umfra­gen erstellen.

Für den Daten­schutz, den das unab­hängige Unternehmen bietet, müssen User allerd­ings auch zahlen. Three­ma kostet im App Store von Apple und auch in Googles Play Store jew­eils 3,99 Euro (Stand: April 2020). Für alle, die den Preis niedriger in Erin­nerung haben: Vor eini­gen Jahren kostete der Dienst in der Tat noch etwas weniger. Seit 2017 gibt es dafür mit Three­ma Web auch einen eben­falls ver­schlüs­selt ange­bun­de­nen Web-Client, mit dem der Mes­sen­ger am Com­put­er ver­wen­det wer­den kann.

Threema-Vorteile:

  • Wed­er E-Mail-Adresse noch Han­dynum­mer für Reg­istrierung notwendig
  • Kon­tak­te wer­den nicht auf Servern des Anbi­eters ver­wal­tet
  • Nachricht­en sind Ende-zu-Ende ver­schlüs­selt und wer­den nach Zustel­lung automa­tisch gelöscht
  • Prak­tis­che Umfrage-Funk­tion
  • Web-Client für Nutzung am Com­put­er
Video: YouTube / Threema GmbH

Signal: Abhörsichere Telefonate und Video-Chats

Auch Sig­nal gehört zu den Mes­sen­ger-Dien­sten, bei denen Pri­vat­sphäre und Daten­schutz eine zen­trale Rolle spie­len. Die Soft­ware bietet diesel­ben Möglichkeit­en wie andere Chat-Pro­gramme auch: Du kannst Dich mit Fre­un­den unter­hal­ten, Grup­pen erstellen oder Medi­en­in­halte teilen. Genau wie bei Three­ma wer­den alle Unter­hal­tun­gen ver­schlüs­selt. Darüber hin­aus sind auch abhör­sichere Tele­fonate und Videokon­feren­zen möglich. Kon­takt- und Meta­dat­en wer­den nicht gespe­ichert

Den Durch­bruch feierte Sig­nal übri­gens nach ein­er Empfehlung durch den Whistle­blow­er und Daten­schutz-Experten Edward Snow­den. Sig­nal gibt es kosten­los im Play Store und App Store Android und iOS. Außer­dem ste­hen Desk­top-Vari­anten für Win­dows 10, MacOS und Lin­ux bere­it, um Sig­nal genau wie What­sApp Web auch am Com­put­er zu ver­wen­den und kom­fort­a­bel Nachricht­en mit ein­er Tas­tatur zu schreiben.

Die Funk­tio­nen von Sig­nal wur­den in den ver­gan­genen Jahren übri­gens stetig weit­er­en­twick­elt. So kön­nen Nutzer unter iOS und Android Bilder vor dem Ver­sand bear­beit­en und mit Tex­ten verse­hen. Darüber hin­aus kannst Du jedem Kon­takt einen eige­nen Benachrich­ti­gungston ver­passen. Auch ein Dark Mode ist im Mes­sen­ger inte­gri­ert. Sig­nal ist zudem voll­ständig frei von Wer­bung und finanziert sich über Spenden.

Signal-Vorteile:

  • Unter­hal­tun­gen sind ver­schlüs­selt
  • Das gilt für Nachricht­en, Tele­fonate und Video-Chats
  • Kon­takt- und Meta­dat­en wer­den nicht gespe­ichert
  • Desk­top-Clients zum Down­load für Win­dows 10, MacOs und Lin­ux
  • Kosten­los für Android und iOS ver­füg­bar
  • Keine Anzeige von Wer­bung
  • Emp­fohlen von Edward Snow­den

Die But­tons zum Erstellen von Fotos und Nachricht­en in Sig­nal ähneln denen in What­sApp.

Telegram: Geheime Chats und Nachrichten mit Verfallsdatum

Eine weit­ere What­sApp-Alter­na­tive ist Telegram, ein eben­falls hochgr­a­dig ver­schlüs­sel­ter Mes­sen­ger, wie es auf der Home­page des Unternehmens heißt. Der Dienst bietet ähn­liche Möglichkeit­en wie What­sApp und Co., wichtig ist dabei jedoch, dass die Ver­schlüs­selung von Nachricht­en erst vom Nutzer aktiviert wer­den muss.

Her­vorzuheben ist, dass sog­ar ein Versenden von Dateien möglich ist, die bis zu 1,5 Giga­byte groß sind. Eine weit­ere Beson­der­heit ist der soge­nan­nte „geheime Chat“, der Snapchat ähnelt. Nachricht­en kön­nen mit Ver­falls­da­tum verse­hen wer­den, sodass diese sich nach der vorgegebe­nen Zeit selb­st zer­stören. Nachricht­en wer­den jedoch eben­so wie Kon­tak­tlis­ten in der Cloud gespe­ichert und nicht nur lokal beim Nutzer.

Seit Anfang 2017 ist es zudem möglich, eine Mit­teilung auch wieder zurück­zuziehen. Im März 2018 gab der Dienst an, über 200 Mil­lio­nen aktive Nutzer zu haben. Mit­tler­weile dürften es wohl noch einige mehr sein. Somit ist es nicht ganz unwahrschein­lich, dass auch Deine Fre­unde den Dienst nutzen. Den Mes­sen­ger kannst Du Dir kosten­los auf Dein Android- und iOS-Gerät herun­ter­laden.

Telegram unter­stützt Grup­pen von bis zu 200.000 Nutzern und die Ver­wen­dung von Bots. Trotz aller Sicher­heitsvorkehrun­gen ist aber anzumerken, dass Telegram auch Schwach­stellen hat. Trittst Du beispiel­sweise ein­er Gruppe mit tausenden – eigentlich anony­men – Teil­nehmern bei, wer­den Dir alle Nutzer mit Num­mer angezeigt, wenn du sie im Tele­fon­buch führst. Zwar kön­nen Nutzer dies ver­hin­dern, jedoch muss die entsprechende Ein­stel­lung, ähn­lich wie bei der Nachricht­en­ver­schlüs­selung, erst händisch aktiviert wer­den.

Telegram-Vorteile:

  • Die offene Bot-API erlaubt es Entwick­lern, eigene Dien­ste und sog­ar solche mit Bezahlvorgän­gen für den Mes­sen­ger zu entwick­eln
  • Keine Wer­bung
  • Grup­pen mit bis zu 200.000 Nutzern
  • Geheime Nachricht­en, die sich selb­st zer­stören
  • Bere­its über 200 Mil­lio­nen Nutzer
  • Ver­sand beliebig viel­er Dateien mit ein­er Größe von jew­eils bis zu 1,5 Giga­byte

Facebook Messenger: Chatten im sozialen Netzwerk

Auch wenn What­sApp zu Face­book gehört, hat das größte soziale Net­zw­erk auch noch einen eige­nen Chat-Dienst, näm­lich den Face­book Mes­sen­ger. Und der kann eine Menge: So sind neben dem Senden von Nachricht­en, Fotos oder anderen Medi­en zum Beispiel auch Videochats möglich. Darüber hin­aus kannst Du mit der Soft­ware Self­ies aufnehmen und diese mit witzi­gen Fil­tern verse­hen. Prak­tisch: Für den Mes­sen­ger wer­den im Play Store und App Store keine Gebühren fäl­lig.

Seit 2019 ver­fügt auch der Face­book Mes­sen­ger über einen Dark Mode. Außer­dem haben die Mach­er der What­sApp-Alter­na­tive auch an der Sicher­heit gefeilt. Wie Du beispiel­sweise die Zwei-Fak­tor-Authen­tifizierung ein­schal­test haben wir für Dich in unserem Sicher­heit­srat­ge­ber für den Face­book Mes­sen­ger zusam­menge­fasst. Eine Ende-zu-Ende-Ver­schlüs­selung bietet Face­book lei­der nur für Unter­hal­tun­gen zwis­chen zwei Teil­nehmern und nicht für Grup­pen. Zudem muss die Funk­tion erst händisch aktiviert wer­den. In diesem „Geheimen Chat” gibt es dann aber auch die Möglichkeit, Nachricht­en mit Selb­stzer­störungs­funk­tion zu versenden.

Was den Daten­schutz bet­rifft, ähnelt der Face­book Mes­sen­ger lei­der nicht so sehr den Alter­na­tiv­en wie Sig­nal oder Three­ma. Dat­en wer­den erfasst und auch zur Ausspielung von Wer­bung ver­wen­det. Dafür bietet der Face­book Mes­sen­ger viele Extras wie Stick­er und inte­gri­erte Mini-Games.

Facebook-Messenger-Vorteile:

  • Weit ver­bre­it­et
  • Viele Extras wie Stick­er, Fil­ter und Mini-Games
  • Inte­gri­ert­er Dark Mode
  • Auch im Web­brows­er auf Com­put­ern ver­wend­bar
  • Ver­schlüs­sel­ter Chat mit selb­stzer­stören­den Nachricht­en
  • Sprach- und Videoan­rufe
  • Stan­dort teilen wie bei What­sApp

Wire: Optisch ansprechend

Wire ist eine weit­ere Alter­na­tive zu What­sApp, die vom Berlin­er Unternehmen Wire Swiss ins Leben gerufen wurde. Die Soft­ware bietet eben­falls eine Ende-zu-Ende-Ver­schlüs­selung und auch son­st alles, was wichtig ist. Neben ein­fachen Mit­teilun­gen kannst Du GIFs und Sprach­nachricht­en in HD-Qual­ität versenden oder Grup­pen­chats mit bis zu 128 Teil­nehmern starten. Auch Tele­fonate und Videoan­rufe sind möglich und dabei eben­falls ver­schlüs­selt. Sehr prak­tisch ist die Bild­schirm­freiga­be.

Dieser Mes­sen­ger kann mit iOS-, Android-, Win­dows- und macOS-Geräten oder Browsern wie Chrome, Fire­fox und Opera genutzt wer­den. Und das alles kosten­los, unter anderem für Android und iOS. Möcht­est Du Wire geschäftlich ein­set­zen, bietet das Unternehmen hin­ter dem sicheren Mes­sen­ger beispiel­sweise die kostenpflichtige Option Wire Pro im Abo-Mod­ell an. Aus diesem Grund ist Wire auch nicht darauf angewiesen, Nutzer­dat­en an Wer­be­treibende oder andere zu verkaufen.

Wire-Vorteile:

  • Für Pri­vat­per­so­n­en kosten­los
  • Auch für Win­dows und macOS ver­füg­bar
  • Keine Erstel­lung von Nutzer­pro­filen oder Verkauf von Dat­en
  • Keine Wer­bung, da durch kostenpflichtige Unternehmenslö­sun­gen finanziert
Video: YouTube / Wire

Es gibt also eine ganze Menge Alter­na­tiv­en zu What­sApp, bei denen die The­men Sicher­heit und Daten­schutz großgeschrieben wer­den. Sind Dir diese Aspek­te beson­ders wichtig, sind Three­ma und Sig­nal eine gute Wahl. Du kannst aber natür­lich auch ein­fach aus­pro­bieren, welche What­sApp-Alter­na­tiv­en Dir beson­ders gut gefall­en.

Nutzt Du noch What­sApp oder bist Du vielle­icht schon längst auf einen anderen Mes­sen­ger umgestiegen? Schreib uns Deine Erfahrun­gen gerne in die Kom­mentare.

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