OBS-Studio-Einstellungen
© istock.com/gorodenkoff
Frau löscht WhatsApp-Bilder am Handy.
iPhone: Google Maps vs. Apple Karten
:

OBS Studio: Diese Einstellungen solltest Du kennen

Open Broad­cast­er Soft­ware Stu­dio (OBS Stu­dio) ist ein kosten­los­es Pro­gramm, mit dem Du Audio- und Video-Inhalte online strea­men kannst. Das Tool bietet viele Fea­tures und ist ein­fach zu bedi­enen. Damit Dir der Ein­stieg leichter fällt, soll­test Du die fol­gen­den OBS-Ein­stel­lun­gen auf jeden Fall ken­nen. So gelingt Deine erste Let’s-Play-Übertragung.

Eine Sache vor­weg: Du kannst mit OBS Stu­dio auch Videos pro­duzieren, die nicht direkt online gestreamt wer­den. So kannst Du Deinen Con­tent ganz ohne Stress aufnehmen, bear­beit­en und dann auf Deinem YouTube-Chan­nel veröf­fentlichen. Wie das klappt, erfährst Du in einem sep­a­rat­en Rat­ge­ber.

> Record-Funk­tion von OBS Stu­dio: Auf­nahme ein­stellen für Games ohne Ruck­ler

Die Einstellungsmöglichkeiten unter „Allgemein“

Öffne das Pro­gramm und beg­ib Dich unter „Datei” in die „Ein­stel­lun­gen”. Dort find­est Du auf der linken Seite ganz oben den Reit­er „All­ge­mein“. Dahin­ter ver­birgt sich eine ganze Rei­he an Optio­nen. Ganz oben kannst Du bei Bedarf die vor­eingestellte Sprache ändern. Darüber hin­aus kannst Du unter „Motiv” vom dun­klen Stan­dard­de­sign zu einem anderen wech­seln.

Möcht­est Du sich­er­stellen, dass Du nie verse­hentlich einen Stream startest, ist auch die Ein­stel­lung „Bestä­ti­gungs­di­a­log bei Stream­start anzeigen” inter­es­sant: Du gehst dann erst live, wenn Du eine entsprechende Abfrage per Klick bestätigst. Für den Stream­stopp lässt sich das eben­falls fes­tle­gen. Lasse die übri­gen Punk­te unter „All­ge­mein” für den Anfang unange­tastet.

OBS Studio richtig einstellen

Die Stan­dard­e­in­stel­lun­gen unter dem Reit­er „All­ge­mein” kannst Du zu Beginn ignori­eren. — Bild: OBS

Die Optionen für den Stream

Direkt unter „All­ge­mein“ befind­et sich der But­ton für das „Stream“-Optionsmenü. Wählst Du es an, kannst Du die Stream­ing-Plat­tform auswählen. Je nach Auswahl ste­hen Dir unter­schiedliche weit­ere Optio­nen zur Ver­fü­gung: YouTube, Face­book-Video und Co.

Stellst Du etwa „Twitch” ein, kannst Du option­al Dein Kon­to verbinden und einen Stream­schlüs­sel eingeben, damit der Dienst den OBS-Stream Deinem Account zuord­nen kann. Öffne in Deinem Twitch-Account das Dash­board und gehe in die Ein­stel­lun­gen, um den Stream­schlüs­sel abzu­rufen. Der Code ist Deine Iden­tität für den Dienst, halte ihn also auf jeden Fall geheim.

OBS Studio: Twitch, YouTube und Co.

Mit OBS Stu­dio kannst Du auf den gängig­sten Video­plat­tfor­men strea­men.

OBS-Studio-Einstellungen: Einfach oder erweitert

Unter „Aus­gabe“ gibt es ganz oben eine Auswahl zwis­chen den Aus­gabe­mo­di „Ein­fach“ und „Erweit­ert“ mit zusät­zlichen Reit­ern für die Unterkat­e­gorien „Stream­ing“, „Aufnehmen“ und „Audio“.

Unter „Ein­fach” legst Du die Video­bi­trate fest. Dieser Wert gibt an, wie gut die Qual­ität Deines Videostreams ist. Die Vor­e­in­stel­lung liegt bei 2.500 Kbps, was eine gute Qual­ität ver­spricht. Höhere Werte bedeuten zwar ein besseres Bild, erfordern aber auch eine höhere Band­bre­ite – und zwar nicht nur bei Dir, son­dern auch bei den Zuschauern. Werte bis 3.000 Kbps sind heutzu­tage Stan­dard. Bei 5.000 Kbps brauchst Du aber schon eine sehr gute Leitung und einen bock­starken PC.

Video: YouTube / Nilson1489_TV

Wichtig zu wis­sen: Twitch bietet nur bei großen Kanälen den Zuschauern die Option, die Stream­ing-Qual­ität zu ver­ringern. Soll­test Du also eine zu hohe Bitrate ver­wen­den, kann das möglicher­weise zu Unter­brechun­gen führen. Prak­tisch: Die Bitrate lässt sich auch während eines laufend­en Streams justieren. Frage gegebe­nen­falls die Zuschauer, ob Prob­leme bei ihnen auftreten, und passe die Bitrate entsprechend an.

Als „Kodier­er” soll­test Du möglichst  „Hard­ware (NVENC)” ein­stellen. Besitzer von Nvidia-Grafikkarten prof­i­tieren so von ein­er besseren Qual­ität. Aber Vor­sicht: Diese Ein­stel­lung frisst viele Ressourcen. Falls Dein PC nur „okay” ist, soll­test Du „Soft­ware (x264)” eingestellt lassen, dann übern­immt der Prozes­sor die Kodierung.

Sollte Dein Rech­n­er mit ein­er flot­ten CPU aus­ges­tat­tet sein, emp­fiehlt sich ein Blick in die erweit­erten Aus­gabe-Ein­stel­lun­gen: Unter „Kodier­ervor­e­in­stel­lung” kannst Du dann „Max. Qual­ität” wählen.

OBS: Hardware

Hard­ware ist wichtig! Sie bee­in­flusst Deine Optio­nen. Je bess­er der PC, umso mehr kannst Du aus Deinem Stream her­aus­holen.

Die Audio- und Video-Einstellungen festlegen

Klickst Du auf „Video“, erscheinen lediglich einige wenige Optio­nen. Oben siehst Du „Basis (Lein­wand) Auflö­sung“. Die daneben angegebene Auflö­sung entspricht der Deines Mon­i­tors. Darunter befind­et sich die Auflö­sung der Über­tra­gung. Bedenke bei dem darunter befind­lichen Skalierungs­fil­ter, dass ein guter Fil­ter und eine hohe Auflö­sung mehr Leis­tung erfordern und zudem das Date­naufkom­men erhöhen.

Unter „Audio“ find­est Du beispiel­sweise Optio­nen für die Audiokanäle und die Abtas­trate (je höher der Wert, desto bess­er die Audio­qual­ität, aber umso höher auch das Date­naufkom­men). Außer­dem lassen sich hier jew­eils zwei Wieder­gabe- und vier ver­schiedene Auf­nah­megeräte auswählen. Sollte Deine Inter­netverbindung keinen aus­re­ichend schnellen Upstream bieten, ver­rin­gere die Audio­qual­ität und/oder die Auflö­sung des Streams.

Damit der Videostream bei den Zuschauern nicht ruck­elt, emp­fiehlt es sich, den FPS-Wert auf 30 oder 60 Bilder pro Sekunde festzule­gen. Eine Auflö­sung im For­mat 16:9 dürfte dem Mon­i­tor-Seit­en­ver­hält­nis der meis­ten Nutzer entsprechen, wen­ngle­ich 21:9 bei Gamern auch nicht unüblich ist.

Wenn Du Deine eige­nen Spiele-Ses­sions über­tra­gen möcht­est, find­est Du bei uns Tipps, wie Du auf Twitch streamst.

Lege Tastaturkürzel in OBS selbst fest

Unter dem Punkt „Hotkeys” bietet Dir OBS die Möglichkeit, eigene Tas­tenkürzel für bes­timmte Funk­tio­nen festzule­gen – sei es der Stream­ingstart, ein Szenen­wech­sel oder die Stumm­schal­tung.

Als let­zte Reg­is­terkarte find­et sich unten schließlich „Erweit­ert”. Hier legst Du unter anderem die Prozes­sor­pri­or­ität fest, welch­er Ren­der­er ver­wen­det wird und ob sich OBS automa­tisch wiederverbinden soll, falls die Inter­netverbindung kurzzeit­ig aus­set­zt. Lasse die OBS-Stu­dio-Ein­stel­lun­gen am besten unange­tastet.

Welche OBS-Stu­dio-Ein­stel­lun­gen nutzt Du? Kennst Du Tricks, die Du mit unseren Lesern teilen kannst? Dann schreibe einen Kom­men­tar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Dich auch interessieren