OBS Studio: Diese Einstellungen solltest Du kennen

:

OBS Studio: Diese Einstellungen solltest Du kennen

Mit der kostenlosen Software Open Broadcaster Software Studio (OBS Studio) kannst Du Audio- und Video-Inhalte online streamen. Die Masse an Optionen kann Anfangs aber abschrecken. Diese OBS-Einstellungen solltest Du auf jeden Fall kennen, damit deine erste Let’s-Play-Übertragung gelingt.

Dieser Ratgeber bezieht sich auf OBS-Version 23.2.1. Solltest Du eine andere Version verwenden, sind leichte Unterschiede zu erwarten.

Die Einstellungsmöglichkeiten unter „Allgemein“

Öffne das Programm und begib Dich unter „Datei” in die „Einstellungen”. Dort findest Du auf der linken Seite ganz oben den Reiter „Allgemein“. Dahinter verbirgt sich eine ganze Reihe an Optionen. Ganz oben kannst Du bei Bedarf die voreingestellte Sprache ändern. Darüber hinaus kannst Du unter „Motiv” vom dunklen Standard-Design zu einem anderen wechseln. Möchtest Du sicherstellen, dass Du nie versehentlich einen Stream startest, ist auch die Einstellung „Bestätigungsdialog bei Streamstart anzeigen” interessant: Du gehst dann erst live, wenn Du eine entsprechende Abfrage per Klick verifizierst. Für den Streamstop lässt sich das ebenfalls festlegen. Lasse die übrigen Punkte unter „Allgemein” für den Anfang unangetastet.

Video: Youtube / Nilson1489_TV

Die Optionen für den Stream

Direkt unter „Allgemein“ befindet sich der Button für das „Stream“-Optionsmenü. Wählst Du es an, kannst Du die Streaming-Plattform auswählen. Je nach Auswahl stehen Dir unterschiedliche weitere Optionen zur Verfügung. Stellst Du etwa „Twitch” ein, kannst Du optional Dein Konto verbinden und einen Streamschlüssel eingeben, damit der Dienst den OBS-Stream sicher Deinem Account zuordnen kann. Öffne in Deinem Twitch-Account das Dashboard und gehe in die Einstellungen, um den Streamschlüssel abzurufen. Der Code ist dabei Deine Identität für den Dienst, halte ihn also auf jeden Fall geheim.

Die Ausgabe: Einfach oder erweitert

Unter „Ausgabe“ gibt es ganz oben eine Auswahl zwischen den Ausgabemodi „Einfach“ und „Erweitert“ mit zusätzlichen Reitern mit den Unterkategorien „Streaming“, „Aufnehmen“ und „Audio“.

Unter „Einfach” legst Du vor allem die Videobitrate fest. Dieser Wert gibt an, wie gut die Qualität Deines Videostreams ist. Die Voreinstellung liegt bei 2500 Kbps, was eine gute Qualität verspricht. Höhere Werte bedeuten zwar ein besseres Bild, erfordern aber auch eine höhere Bandbreite – und zwar nicht nur bei Dir, sondern auch bei den Zuschauern. Twitch bietet etwa nur bei großen Kanälen den Zuschauern die Option, die Streaming-Qualität zu verringern. Solltest Du also eine zu hohe Bitrate verwenden, kann das möglicherweise zu Unterbrechungen führen. Praktisch: Die Bitrate lässt sich auch während eines laufenden Streams justieren. Frage gegebenenfalls die Zuschauer, ob Probleme bei ihnen auftreten und passe die Bitrate entsprechend an.

Als „Kodierer” solltest Du möglichst „Software (x264)” eingestellt lassen, dann übernimmt der Prozessor die Kodierung. Zudem erhältst Du eine bessere Bildqualität als bei der Option „Hardware (QSV)”. Die schont zwar die CPU, kann qualitativ aber nicht ganz mit der anderen Einstellung mithalten. Nutze sie nur, wenn Du einen sehr alten Prozessor besitzt. Sollte Dein Rechner hingegen mit einer flotten CPU ausgestattet sein, dann empfiehlt sich ein Blick in die erweiterten Ausgabe-Einstellungen: Unter „Prozessorauslastung-Voreinstellung” ist standardmäßig „veryfast” ausgewählt. Versuche alternativ „superfast” oder „ultrafast”.

Video: Youtube / Nilson1489_TV

Die Audio- und Video-Einstellungen festlegen

Klickst Du auf „Video“, erscheinen lediglich einige wenige Optionen. Oben siehst Du „Basis (Leinwand) Auflösung“. Die daneben angegebene Auflösung entspricht der Deines Monitors. Darunter befindet sich die Auflösung der Übertragung. Bedenke bei dem darunter befindlichen Skalierungsfilter, dass ein guter Filter ebenso wie eine hohe Auflösung auch mehr Leistung einfordert und zudem das Datenaufkommen erhöht. Unter „Audio“ findest Du beispielsweise Optionen für die Audiokänale und die Abtastrate (je höher der Wert, desto besser die Audioqualität aber umso höher fällt auch das Datenaufkommen aus). Außerdem lassen sich hier jeweils zwei Wiedergabe- und drei verschiedene Aufnahmegeräte auswählen. Sollte Deine Internetverbindung keinen ausreichend schnellen Upstream bieten, dann verringere die Audioqualität und/oder die Auflösung des Streams.

Damit der Videostream bei den Zuschauern nicht ruckelt, empfiehlt es sich, den FPS-Wert auf 30 oder 60 Bilder pro Sekunde festzulegen. Eine Auflösung im Format 16:9 dürfte überdies dem Monitor-Seitenverhältnis der meisten Nutzer entsprechen, wenngleich 21:9 bei Gamern auch nicht unüblich ist.

Wenn Du Deine eigenen Spiele-Sessions übertragen möchtest, dann findest Du bei uns Tipps, wie Du auf Twitch streamst.

Lege Tastaturkürzel selber in OBS fest

Unter dem Punkt „Hotkeys” bietet Dir OBS die Möglichkeit, eigene Tastenkürzel für bestimmte Funktionen festzulegen, sei es der Streamingstart, ein Szenenwechsel oder die Stummschaltung.

Als letzte Registerkarte findet sich unten schließlich „Erweitert”. Hier legst Du unter anderem die Prozessorpriorität fest, welcher Renderer verwendet wird und ob sich OBS automatisch wiederverbinden soll, falls die Internetverbindung kurzfristig aussetzt. Lasse die voreingestellten Werte am besten unangetastet.

Nutzt Du OBS-Studio und kennst Tricks, die Du mit unseren Lesern teilen kannst? Dann schreibe doch einen Kommentar.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Dich auch interessieren