„Zombieland 2: Doppelt hält besser“ – Lasst die (Un)toten ruhen, bitte

Film Zombieland 2 - Columus (Jesse Eisenberg) auf einem Getreidefeld auf Zombiejagd
© 2019 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH
Elisabeth Moss in Der Unsichtbare
Freud im Büro

„Zombieland 2: Doppelt hält besser“ – Lasst die (Un)toten ruhen, bitte

Zehn Jahre nach dem Über­raschung­shit Zom­bieland kommt nun der zweite Teil in die Kinos. Ob sich der Unter­ti­tel „Dop­pelt hält bess­er“ bewahrheit­et, erfährst Du in unser­er Filmkri­tik.

In der Hochzeit der Zom­biekomö­di­en schlug Zom­bieland 2009 natür­lich ein wie Colum­bus (Jesse Eisen­berg) Golf­schläger auf einen Zom­bi­eschädel. Liest man sich die Zuschauer-Bew­er­tun­gen auf Imdb ein­mal durch, sind diese über­wiegend pos­i­tiv. So war das Pub­likum beson­ders vom Humor und der Kurzweiligkeit des Films ange­tan. Nun kommt ein weit­er­er Teil in die Kinos und wir fra­gen uns, ob das wirk­lich sein musste.

Zombieland 2: Also ob sie nie weggewesen wären

Wichi­ta (Emma Stone), Lit­tle Rock (Abi­gail Bres­lin), Tal­la­has­see (Woody Har­rel­son) und Colum­bus (Jesse Eisen­berg) sind zurück und mit ihnen die ver­rück­te Jagd auf Untote in ein­er Welt nach der Zom­bieapoka­lypse. Als wären sie nie weggewe­sen, ziehen sie nun weit­er durchs Land und machen das, was sie am besten kön­nen: Bek­nackt sein und Zom­bies met­zeln. Doch die kleine Truppe ste­ht nicht nur der Gefahr gegenüber, ständig von Zom­bies ange­grif­f­en zu wer­den, son­dern auch der Entzweiung der Zwangs­fam­i­lie. Wichi­ta und Lit­tle Trock bren­nen näm­lich durch und lassen die Her­ren allein. Natür­lich find­et die Fam­i­lie infer­nale wieder zusam­men, aber ein gewiss­er Knacks in der Beziehung zueinan­der bleibt. Und dann sind da auch noch weit­er­en­twick­elte Zom­bies…

Keine Weiterentwicklung und zu viele Stereotype: In Zombieland nichts Neues

So dröge sich die Sto­ry liest, so unkreativ ist lei­der auch das Revival des mit­tler­weile zum Kult­film aufgestiege­nen ersten Teils. Zom­bies wer­den zur Nor­mal­ität und die stellt sich auch in der zusam­mengewür­fel­ten Fam­i­lie ein. Rangeleien, miss­glück­te Liebesgeschicht­en und die Stereo­type Charak­ter­darstel­lung von Tal­la­has­see als machohafter Hau­drauf mit weichem Kern oder dem über­trieben verun­sicherten Zwangsneu­rotik­er Colum­bus sind wed­er neu, noch weit­er­en­twick­elt wor­den. Allerd­ings ist es genau das Duo, das dann auch die meis­ten Witze und Seit­en­hiebe raushaut. Das macht den Streifen wiederum einiger­maßen erträglich.

Totgeglaubte leben länger

Denn schlussendlich ist Zom­bieland 2 ein­fach nur eine Kopie des ersten Teils mit unin­ter­es­san­ten Neben­charak­teren wie Luke Wil­son als Albu­querque und ein­er Sto­ry, die unfass­bar zahm gestal­tet wurde. Kaum bis­sige Seit­en­hiebe auf die aktuelle Sit­u­a­tion in den USA, handzahme Sprüche und das Wieder­se­hen mit den bekan­nten Hauptcharak­teren machen Zom­bieland 2 zu ein­er lei­der lah­men Nos­tal­gie-Zom­bie-Komödie, die ein­fach nicht hätte sein müssen.

Zom­biefilme sind genau Dein Ding? Schreibe uns in den Kom­mentaren, welch­er Dein Lieblingsstreifen ist.

Titel­bild: © 2019 Sony Pic­tures Enter­tain­ment Deutsch­land GmbH

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