„Das perfekte Geheimnis“: Wie man ein Remake ordentlich vermasselt

„Das perfekte Geheimnis“: Wie man ein Remake ordentlich vermasselt

Wärst Du bereit alle Deine Nachrichten und Anrufe ungefiltert mit Deinen Freunden zu teilen? In Das perfekte Geheimnis machen sieben Freunde genau das. Ob sich dafür der Gang ins Kino lohnt, erfährst Du in unserer Kritik.

Ein ruhiger Abend unter Freunden mit besonderer Würze: Die Handys kommen auf den Tisch und alle eingehenden Nachrichten und Anrufe werden geteilt. Wäre das was für Dich? In Das perfekte Geheimnis kannst du schon einmal erahnen, was das für Konsequenzen haben kann. Wir haben uns den Film bereits angesehen und sagen Dir, ob sich der Gang ins Kino lohnt.

„Das perfekte Geheimnis“: Smartphone-Striptease beim Abendessen

Die sieben Freunde Eva (Jessica Schwarz), Carlotta (Karoline Herfurth), Bianca (Jella Haase), Simon (Frederik Lau), Leo (Elyas M’Barek), Pepe (Florian David Fitz) und Rocco (Wotan Wilke Möhring) treffen sich eines Abends zum Essen. Nach dem üblichen Smalltalk kommt die Gruppe auf eine irre Spielidee: Alle müssen ihre Smartphones in die Mitte des Tisches legen und alle Nachrichten, Anrufe und Bilder, die eingehen, müssen mit allen am Tisch geteilt werden. Egal mit welchem Inhalt. Was als Spaß beginnt, entwickelt sich schnell zum Spießroutenlauf zwischen Peinlichkeiten und dunklen Geheimnissen, die nach und nach aufgedeckt werden.

Dir kommt das Konzept bekannt vor? Kein Wunder, denn die Komödie „Perfect Strangers“ aus Italien ist erst drei Jahre alt. Der Publikumshit war so beliebt, dass er direkt in verschiedenen Ländern, darunter Spanien und Frankreich, für eine Remake-Welle sorgte. Die ist nun mittlerweile auch in Deutschland angekommen und wurde gleich mit der Crème de la Crème der deutschen Schauspielkunst besetzt. Was ihm aber leider nichts hilft.

Remake um Remake um Remake

Während im äußerst empfehlenswerten Original schnell die Gemüter hochkochen und ein gewisser Charme direkt zu Beginn verbreitet wird, verzettelt sich Drehbuchautor und Regisseur Bora Dagtekin zu sehr in Lapidarem. Beispielhaft dafür sind Diskussionen um Brustvergrößerungen und Mut zum nicht ganz so perfekten Körper. Diese Themen werden allerdings so interessant angegangen wie in einer der hiesigen Talkshows am Spätabend. Nur langsam kommt die Geschichte in Gang und man fragt sich die ganze Zeit, wann es denn mal spannend wird. Die Antwort: Gar nicht. „Das perfekte Geheimnis“ plätschert vor sich hin und lässt Esprit und Einfallsreichtum vermissen. Schade, denn gerade der brillante Cast hätte es durchaus rausreißen können. Wenn man sie mal hätte machen lassen.

Leider lohnt sich daher der Gang ins Kino für „Das perfekte Geheimnis“ maximal nur, um den Schauspielern dabei zuzugucken, wie sie weit unter ihrem Niveau spielen müssen und eine Geschichte erzählt wird, die nicht nur furchtbar offensichtlich konstruiert ist, sondern sich auch nichts traut.

Du liebst deutsche Filme? Verrate uns in den Kommentaren Deinen Lieblingsfilm.

Titelbild: Das perfekte Geheimnis

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