Ein junger Mann preist Kryptogeld an
© Netflix
Auf dem Bild zum Scrubs Reboot sind die Hauptcharaktere aus der Serie in einer humorvollen Gruppenaufnahme zu sehen. Von links nach rechts stehen Dr. Bob Kelso (Ken Jenkins) mit einem Skelett, Dr. Cox (John C. McGinley) mit verschränkten Armen, Dr. Elliot Reid (Sarah Chalke) in blauer Kleidung, J.D. (Zach Braff) sitzend mit Stethoskop, Turk (Donald Faison) in grüner Kleidung, der Hausmeister (Neil Flynn) mit einem Wischmopp und Carla (Judy Reyes) in orangefarbener Kleidung. Die Szene ist lebendig und voller Witz.
Auf dem Bild in dem Artikel zu den Reality-Shows 2026 ist eine Hand mit einer Fernbedienung im Vordergrund zu sehen, die auf einen großen, leicht verschwommenen Fernseher gerichtet ist. Auf dem Bildschirm erscheinen zahlreiche bunte Vorschaubilder.

Vertraue niemandem: Die Jagd nach dem Kryptokönig – die wahre Geschichte von Gerald Cotten

Die Net­flix-Doku „Ver­traue nie­man­dem – Die Jagd nach dem Kryp­tokönig” (Start: 30. März 2022) ist ein Kri­mi über Bit­coin-Schwindel und leichtsin­nige Anleger:innen. Im Fokus: der Finanzjon­gleur Ger­ald Cot­ten. Wir erzählen seine wahre Geschichte.

Sein Tod löste einen Skan­dal aus: Als Ger­ald Cot­ten im Dezem­ber 2018 starb, nahm er ange­blich den Schlüs­sel für ein Mil­lio­nen­ver­mö­gen mit ins Grab. Der kanadis­che Unternehmer hat­te eine Han­del­splat­tform für Kryp­towährun­gen betrieben. Zehn­tausende Kun­den hat­ten sein­er Han­del­splat­tform Quadri­ga Coin Exchange, kurz Quadri­gaCX, viele Dol­lar anver­traut – Dol­lar, die Cot­ten in Kryp­towährun­gen wie Bit­coin anlegte. Nur Ger­ald Cot­ten kan­nte let­ztlich das Pass­wort für den dig­i­tal­en Tre­sor, in dem die Gelder sein­er Kund:innen lagerten.

Mit seinem Tod schien dieses Ver­mö­gen für immer ver­loren zu sein. Wie sich später her­ausstellte, war das Geld für die meis­ten sein­er Kund:innen aber schon vor 2018 futsch. Denn Cot­ten hat­te mit Quadri­gaCX einen gigan­tis­chen Betrug aufgezogen.

Als er starb, schuldete er seinen rund 76.000 Kund:innen weit über 100 Mil­lio­nen Kanadis­che Dol­lar. Die Aus­sicht auf schnellen Reich­tum hat­te im Vor­feld scharen­weise Men­schen zu Quadri­gaCX gelockt.

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Kryptokönig: Die wahre Geschichte des Gerald Cotten

Gier ist anscheinend auch Ger­ald „Ger­ry” Cot­tens Triebfed­er, als er 2013 die Kryp­to­plat­tform in Van­cou­ver grün­det. Quadri­gaCX düm­pelt einige Jahre am Rande der Pleite und bewegt anfangs nur wenig Geld. Ein Ver­such, die Fir­ma an die Börse zu brin­gen, scheitert.

2016 beste­ht Quadri­gaCX nur aus Cot­ten: Der Grün­der ist auch der einzige Mitar­beit­er. Dann spielt ihm die Entwick­lung auf den inter­na­tionalen Finanzmärk­ten in die Hände: 2017 nimmt der Kryp­to-Hype so richtig Fahrt auf und der Preis für einen Bit­coin steigt inner­halb kürzester Zeit von 1.000 auf 20.000 Dollar.

Cot­ten lockt infolgedessen sehr viele Men­schen und mit ihnen sehr viel Geld an. Im Bit­coin-Rausch leg­en Kund:innen 2017 rund 1,2 Mil­liar­den Kanadis­che Dol­lar bei Quadri­gaCX in Kryp­towährun­gen an.

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Die wahre Geschichte des Kryp­tokönigs Ger­ald Cot­ten und Quadri­gaCX ist ein Lehrstück über die Fall­en, die in den dun­klen Nis­chen des Finanz­mark­ts lauern.

Statt es den Anleger:innen selb­st zu über­lassen, mit einem eige­nen Code ihr Wal­let zu ver­wal­ten, behält Cot­ten die Kon­trolle über die dig­i­tal­en Brief­taschen sein­er Kund:innen. Die wer­den auch nicht mis­strauisch, als es Prob­leme bei der Auszahlung gibt.

Wer sein Invest­ment in Dol­lar zurück­tauschen und zurück­haben will, muss lange warten, bis endlich ein Kuri­er einen Schuhkar­ton oder einen Umschlag mit Bargeld vor­beib­ringt. Anfang 2018 ist der Rausch dann vorbei.

Bitcoin-Absturz und der Tod des Kryptokönigs

Der Bit­coin-Kurs stürzt schlussendlich ab, auf bis zu 3.700 Dol­lar im Dezem­ber 2018. Dann ver­liert Quadri­gaCX auch noch Geld durch eine Com­put­er­panne und Mil­lio­nen ver­schwinden im dig­i­tal­en Nir­wana. Weit­ere Mil­lio­nen wer­den von ein­er Bank eingefroren.

Der ange­bliche Kryp­to-Visionär lebt hinge­gen weit­er in Saus und Braus. Ger­ald Cot­ten besitzt zahlre­iche Immo­bilien, eine Jacht, ein Flugzeug, reist durch die Welt. Für seine Geschäfte reicht ein Laptop.

Ende Novem­ber 2018 check­en Ger­ald Cot­ten und seine frisch ange­traute Ehe­frau Jen­nifer Robert­son für Flit­ter­wochen in einem Luxu­shotel im indis­chen Jaipur ein. Am 8. Dezem­ber stirbt Cot­ten dann über­raschend – mit nur 30 Jahren.

Laut ein­er Blu­tun­ter­suchung erlitt er einen sep­tis­chen Schock, kurz darauf drei Herz­in­fark­te. Eine Obduk­tion find­et zwar nicht statt. Schon lange hat­te Cot­ten aber an Mor­bus Crohn, ein­er Entzün­dung des Magen-Darm-Trak­tes, gelitten.

Vielle­icht hat­te er auch deshalb kurz vor der Indi­en-Reise sein Tes­ta­ment gemacht – ein Tes­ta­ment zugun­sten sein­er Frau, der er ein Ver­mö­gen von über 9 Mil­lio­nen Kanadis­chen Dol­lar hin­ter­lässt. Ger­ald Cot­tens Tod bleibt zunächst geheim. Erst Mitte Jan­u­ar 2019 gibt Quadri­gaCX auf sein­er Web­site den Abgang des Grün­ders bekannt.

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Im Feb­ru­ar 2019 meldet die Fir­ma dann Insol­venz an. Die kanadis­chen Behör­den und Wirtschaft­sprüfer nehmen Quadri­gaCX anschließend genauer unter die Lupe: Was sie ans Licht brin­gen, ist eine chao­tis­che Buch­führung und eine alte Betrugs­masche in mod­ernem Gewand.

Ger­ald Cot­ten hat­te ein Schnee­ball­sys­tem betrieben: Er sam­melte Anlegergeld ein, ver­zock­te die Kohle in riskan­ten und undurch­sichti­gen Ter­mingeschäften und für den pri­vat­en Gebrauch. Forderun­gen sein­er Kund­schaft befriedigte er mith­il­fe von Ein­zahlun­gen neuer Anleger:innen. Echte Gewinne erwirtschaftete er mit Quadri­gaCX wohl nie.

Die wahre Geschichte des Kryptokönigs Gerald Cotten: Kundschaft zweifelt an seinem Tod

Im Juni 2020 gab die Ontario Secu­ri­ties Com­mis­sion bekan­nt, dass rund 76.000 Anleger:innen min­destens 169 Mil­lio­nen Kanadis­che Dol­lar durch Quadri­gaCX-Geschäfte ver­loren haben. Nur etwa 34 Mil­lio­nen davon kon­nte an Gläubiger:innen zurück­gezahlt wer­den. Viele ehe­ma­lige Kund:innen bezweifeln indes, dass Ger­ald Cot­ten tat­säch­lich tot ist.

Sie glauben, er habe sich mit dem Geld und ein­er neuen Iden­tität aus dem Staub gemacht. Sehr viel wahrschein­lich­er aber ist, dass er in einem Grab im kanadis­chen Hal­i­fax ruht – und mit ihm das Geheim­nis, wo all die Mil­lio­nen geblieben sind.

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Falls Du von diesem Ange­bot noch nicht gehört hast, schau am besten hier bei unser­er Über­sicht vor­bei – dort find­est Du alle Infos.

Eine span­nende Sto­ry! Hätte Net­flix aus Ger­ald Cot­tens wahrer Geschichte nicht gle­ich eine Minis­erie machen sollen? Schreib uns Deine Mei­n­ung dazu gern in einem Kommentar.

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