Dave Grohl schreit
© 2021 Open Road Films
Auf dem Bild in dem Artikel zu den Reality-Shows 2026 ist eine Hand mit einer Fernbedienung im Vordergrund zu sehen, die auf einen großen, leicht verschwommenen Fernseher gerichtet ist. Auf dem Bildschirm erscheinen zahlreiche bunte Vorschaubilder.
Bild aus Son of Sam: Selbstporträt eines Mörders

Studio 666 in der featured-Filmkritik: Dave Grohl und die Foo F[r]ighters

In „Stu­dio 666“ kämpfen die Mit­glieder der Foo Fight­ers um ihr Über­leben! In den Hallen eines Spukhaus­es tauchen Dämo­nen auf, über­windet Front­mann Dave Grohl seine Schreib­block­ade und spritzt ziem­lich viel Blut! Wir hat­ten Spaß mit den Effek­ten und der Sto­ry, aber Schaus­piel­er wird in diesem Leben kein­er der Foo Fight­ers mehr.

Um Ver­wirrung zu ver­mei­den, ein kurz­er Exkurs: Die real existierende Rock­band Foo Fight­ers, unter Leitung des Sängers Dave Grohl, nahm 2019 ihr zehntes Stu­dioal­bum auf, „Mid­night Med­i­cine“. Dafür mietete sich die Band in eine alte kali­for­nische Vil­la ein, erbaut in den 1940èr-Jahren. Während ihrer Zeit dort, gab es ange­blich einige unheim­liche Vor­fälle. Die Erleb­nisse ver­ar­beit­ete Dave Grohl in ein­er Kurzgeschichte. Basierend auf dieser Kurzgeschichte entwick­elte er mit den Drehbuchautor:innen Jeff Buh­ler und Rebec­ca Hugh­es ein Spielfilm­drehbuch: Stu­dio 666.

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Foo Fighters: Dämonisches Blutgemetzel im Studio 666

Dave Grohl (selb­st) überzeugt die übri­gen Mit­glieder der Foo Fight­ers dazu, sein Album in ein­er ural­ten Vil­la aufzunehmen, irgend­wo am Stad­trand in Enci­no, Kali­fornien. Die Geschichte der Vil­la ist von Rock­musik und ein­er Rei­he von grausamen Mor­den geprägt. Die über­am­bi­tion­ierte Immo­bilien­mak­lerin Barb (Leslie Gross­man) ist sichtlich froh darüber, die Vil­la trotz­dem an die Foo Fight­ers ver­mi­eten zu kön­nen. Schon während des Einzugs macht sich die hibbe­lige Nach­barin Saman­tha (With­ney Cum­mings) bemerk­bar und deutet an, dass mit der Vil­la irgen­det­was nicht stimmt.

Und in der Tat, löst sich die vorher etablierte Schreib­block­ade Dave Grohls plöt­zlich, als er im Keller aller­lei okkulte Reliquien find­et. Lei­der Gottes ste­ht ab diesem Moment auch das Leben der gesamten Band auf dem Spiel!

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Schau und Spiel und Cameos: Die Foo Fighters in bester B-Movie-Tradition

Keines der Band­mit­glieder der Foo Fight­ers hat nen­nenswerte Schaus­piel­er­fahrung. Das sieht man. Das hört man. Das stört nicht. Von der ersten Minute an, wird klar, dass dieser Film aus Spaß an der Freude ent­standen ist. Over­act­ing, Platzhal­ter­dialoge und die natür­liche Gestik von Schaufen­ster­pup­pen sind hier der Stan­dard. Ins­beson­dere Gitar­rist Pat Smear (selb­st) scheint sich ein Lachen immer nur mit Mühe und Not verkneifen zu kön­nen, wenn er von seinen Ko-Darsteller:innen ange­sprochen wird. Key­board­er Rami Jaf­fee (selb­st) stürmt dies­bezüglich in die andere Rich­tung und stürzt sich voll und ganz in seine Darstel­lung als not­geil­er Rock­star. Damit liefern er und Front­mann Dave Grohl noch am ehesten das, was man als Schaus­piel deklar­i­eren kön­nte. Zumin­d­est scheinen Mimik und Gestik irgend­wie absichtlich zu passieren und mit Intention.

Regis­seur B.J. McDon­nell schafft es aber, das char­mante Schaus­pielun­ver­mö­gen sein­er Haupt­darsteller mit einem Sicher­heit­snetz abz­u­fan­gen. Dieses beste­ht aus prak­tis­chen Spezial-Effek­ten, kurzweili­gen Musikein­la­gen und über­raschen­den Cameos, die wir an dieser Stelle nicht spoil­ern wollen. Aber so viel sei gesagt: Musik- und Film­fans kom­men auf ihre Kosten.

Handgemachte Spezialeffekte: Studio 666 lässt es Blut regnen

Die Foo Fight­ers haben im Prinzip kein Gefühl für Tim­ing beim Spie­len. So find­et die Band eine Leiche und anscheinend weiß nie­mand, welche Emo­tion da ger­ade angemessen ist – über­rascht sein, panis­ches Erstar­ren, „what the fuck“? Jed­er scheint nur darauf zu warten, dass der andere seine Zeile gesagt, um dann seinen Text aufzusagen. Das fällt mal mehr, mal weniger schw­er ins Gewicht. Dafür kön­nen die über­wiegend handgemacht­en Spezial­ef­fek­te von Effekt-Guru Tony Gard­ner punk­ten. Der Com­e­dy-Kon­text fed­ert die Effek­te in der Wahrnehmung zwar ab, aber Don­ner­wet­ter, Fans von Film­blut und echter Req­ui­siten wer­den sich an viel rotem Saft erfreuen. Gut möglich, dass der Film vor 40 Jahren nur stark geschnit­ten in den Ver­leih gegan­gen wäre. Anlei­hen an Evil Dead, Texas Chain­saw Mas­sacre und andere Klas­sik­er des Effek­tki­nos der 70er und 80er drück­en Dich vielle­icht manch­mal uner­wartet in den Kinoses­sel. Dies­bezüglich ver­ste­ht auch Regis­seur B.J. McDon­nell sein Handw­erk. Für die Met­al-Band Slay­er hat er zahlre­iche Musikvideos insze­niert, außer­dem den Slash­er­film „Hatch­et III“.

Alle Bandmitglieder der Foo Fighters am Geländer gelehnt

Seit 2017 arbeit­en die Band­mit­glieder in dieser For­ma­tion miteinan­der. — Bild: ©2021 Open Road Films

Charmantes B-Movie: Eine Verbeugung vor Rock ‘n Roll und Horrorfilmen

Bei Stu­dio 666 gibt es nichts zwis­chen den Zeilen zu lesen und keinen Sub­text. Du bekommst, was der Trail­er ver­spricht: eine astreine Hor­ror-Com­e­dy. Die Foo Fight­ers ver­beu­gen sich mit steifem Spiel vor Klas­sik­ern der Hor­ror­film- und Rock­geschichte. Mit 106 Minuten ist der Film min­destens 15 Minuten zu lang. Diese Län­gen verzei­hen wir dem Streifen gerne und wer­den mit Com­e­dy und Splat­ter dafür belohnt.

Ein fea­tured-Filmtipp, für Fans von Tanz der Teufel 2 (2018), Dämo­nen (1986), Day of the Dead (1985), Das ist das Ende (2013) und House II – Das Uner­wartete (1987).

P.S.: Mit dem Music-Pass kannst Du so viel Foo Fight­ers hören, wie Du willst. Und mit Voda­fone nutzt Du das Pre­mi­um-Ange­bot von Deez­er vier Monate kosten­los! Und im Fol­gen­den kannst Du Dir das reale zehnte Stu­dioal­bum anhören. Viel Spaß.

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Stu­dio 666
Orig­inalti­tel: Stu­dio 666
Genre: Hor­ror-Com­e­dy // Gore
Start: 24.02.2022 (Kino)
Laufzeit: 106 Minuten
Alters­freiga­be: FSK 16
Regie: B.J. McDon­nell
Drehbuch: Jeff Buh­ler, Rebec­ca Hughes
Vor­lage: Nach ein­er Idee von Dave Grohl
Post-Cred­it-Szene: Nein

Welche Band ver­di­ent noch eige­nen Spielfilm? Wir freuen uns auf Dein Fan-Geflüster in den Kommentaren!

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