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Stranger Things: Alles zur ersten und zweiten Staffel des Sci-Fi-Hits

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Stranger Things 2 ist da! Sollte die 80er-Retro-Hommage bisher an Dir vorübergegangen sein, machen wir Dir (wieder) Lust drauf. Willkommen beim Featured All-About: Stranger Things.

Kameras sehen wieder aus wie in den Achtzigern, Vinyl ist längst wieder da und auf Blu-Ray feiern kleine Genre-Perlen „von früher“ eine Renaissance. Stranger Things ist die Kulmination all dieser Trends und vollgepackt mit Anspielungen und Querverweisen auf Dinge, die womöglich schon in Deiner Kindheit Vergangenheit waren – angefangen bei dem Plot.

Achtung: Kleine Spoiler zu Staffel 1 lassen sich für Staffel 2 leider nicht vermeiden.

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Chapter One: Etwas Großes geht um – in einer kleinen Stadt

Eine Nacht in Hawkins, 1983. An einem Ende der Kleinstadt brechen vier Freunde gerade einen Zehn-Stunden-Marathon Dungeons & Dragons ab. Am anderen Ende des Dorfs bricht ein kahl geschorenes Mädchen aus einer Laboreinrichtung aus.

Am nächsten Morgen ist einer der vier Freunde, Will, verschwunden. Das kleine kahl geschorene Mädchen taucht indes in einem Diner auf – verängstigt, desorientiert und unfähig zu sprechen. Aber noch etwas anderes ist aus dem Labor entkommen…

 

 

Chapter Two: Als Elf die Außenseiter traf

Stranger Things lebt von seinen Figuren. An ihnen lässt sich nur erahnen, dass die Schöpfer Matt & Ross Duffer alles inhaliert haben, was in den 80ern und frühen 90ern Kult war.

Elf & die Außenseiter: Die präpubertäre Clique um den verschwundenen Will erinnert sicherlich nicht zufällig an Kids aus Filmen wie „Die Goonies“ und „Stand By Me“. Als Amateur-Funker, lispelnd, mit komischer Frisur und ein Streber in Physik bist Du heutzutage retro/cool/hip – damals warst Du eine Zielscheibe für Deine Mitschüler. Aber in Stranger Things gibt es keine besseren Freunde, auf die ein geflohenes Mädchen treffen könnte als diese Nerds.

Aufgrund der Tätowierung „011“ wird sie von den Kids „Elf“ oder „Elfi“ (engl. „El“) genannt. Elf ist telekinetisch begabt – später auch „psionisch“ genannt. Sie entdeckt durch die Isolation im Labor die Welt mit kindlich-naivem Blick. In diversen Momenten drängt sich ein Vergleich mit Kult-Leuchtfinger E.T. förmlich auf. Die Herkunft und vor allem das Limit ihrer Kräfte wird über zwei Staffeln hinweg erkundet und ausgelotet.

Teenies in Love und verrückte Erwachsene: Den filmischen Vorbildern folgend sind alle „Großen“ per se erst einmal deppert. Seien es nun die verliebten Teenager, der bärbeißige Sheriff oder Wills Mutter, die irgendwann im eigenen Haus mit einer Axt herumläuft – übrigens nahezu erschreckend überzeugend gespielt von Winona Ryder. Jede dieser Figuren entwickelt sich im Zuge dieser acht Episoden. So deutlich, so gut, dass man an dieser Stelle den Drehbuchautoren ein Riesenlob aussprechen darf. Das sind in weiten Teilen übrigens auch die Duffer Brothers, aber auch Paul Richter, Justin Doblin, Kate Trefry, Jesse Nickson-Lopez und Alison Tatlock.

Der Demogorgon & die andere Seite: Das Ding ist gruselig, schleimig, böse und hat furchtbar viele Zähne. Das Monster wurde von den Kids nach dem gleichnamigen Dämonen aus Dungeons & Dragons benannt. Es stammt aus einer düsteren Paralleldimension, die in der deutschen Sprachfassung etwas lapidar die andere Seite genannt wird, im Original aber etwas einprägsamer Upside-Down heißt.

 

Chapter Three: Kennen Sie Stephen King?

Stranger Things ist eine 4K-Referenz an die großen Namen des 80er-Jahre-Effektkinos – zumindest meistens. Steven Spielberg, John Carpenter, aber auch jüngere Kaliber wie Guillermo Del Toro haben Stranger Things stark inspiriert. So hagelt es Verweise, Referenzen und Bildzitate.

In einer der letzten Episoden der ersten Staffel stellt eine Figur folgende Frage: „Kennen Sie Stephen King?“ Und in der Tat werden Fans des Horror-Großmeisters sofort rufen „Ja ja jaaa, kenne ich“, um anschließend das Kleinstadt-Szenario aus „Needful Things“ wiederzuerkennen und den Club der Verlierer aus „Es“ aufzuzählen. Und vollkommen berechtigt ist auch der Vergleich zwischen Elf und der kleinen Charlie McGee aus „Der Feuerteufel“ – 1984 übrigens zuckersüß gespielt von Drew Barrymore.

 

Chapter Four: Strange Music, Stranger Merchandise

Der Erfolg der Serie geht auch auf die Musik zurück. Der Synthesizer-Score von Kyle Dixon und Michael Stein ist ein Retro-Konzentrat, das Du Dir am besten unverdünnt in die Ohren träufelst. So viel Synthesizer gab es nicht mal in den 80ern. Auf Deezer kannst Du Dir den Stranger-Things-Score Staffel 1 und Staffel 2 reinziehen.

Wenn Du richtig tief in das Stranger-Things-Universum eintauchen willst, kannst Du mal nach „Stranger Things Merchandise“ googeln. Im Zuge dessen würde ich auch alle lebenden Verwandten nach einem Vorschuss zu Weihnachten, Ostern und Namenstag und so weiter fragen. Die Liste an coolem Zeug ist endlos. Neben den Klassikern (Shirts, Tassen, etc.) gibt es auch Stuff für Insider. Der Regenschirm mit Festbeleuchtungs-ABC ist wirklich ausgefallen, aber leider auch kein Schnäppchen. Aber eine Tischlampe in VHS-Optik mit ST-Motiv ist da hingegen echt eine Überlegung wert. Aber schau Dich selbst um. Dieses unheimliche Internet ist voll mit strangen Things.

 

Stranger Things 2: Eine Fortsetzung in neun Akten

 

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Das Abenteuer geht weiter. In Stranger Things 2 (nicht „Staffel 2“!) schwingen sich alte und neue Freunde aufs Rad, drehen die Hormone durch und es gibt ein Wiedersehen mit unser aller Lieblings-Elf.

 

Die Rückkehr des Demogorgon

Nach dem dramatischen und tränenreichen Ende von Stranger Things ist ein Jahr vergangen. In Stranger Things 2 versucht Will Byers noch immer seine Erlebnisse auf der anderen Seite zu verarbeiten, versinkt aber zusehends in Tagträumen, die ihm und den anderen klarmachen, dass der Demogorgon wieder da ist – finsterer als zuvor, größer als zuvor und näher an unserer Welt, als es gut für unsere Helden ist. Zeitgleich erfahren wir mehr über den Verbleib von Elfi und die Herkunft ihrer Kräfte. Denn wo es eine Elf gibt, existieren womöglich noch andere Zahlen beziehungsweise Menschen mit anderen Fähigkeiten.

 

Neue Menschen in Hawkins

Es wäre langweilig, wenn der Cast sich nicht verändern würde. Und so dürfen wir in Stranger Things 2 zahlreiche neue Gesichter begrüßen. Eines der wichtigsten ist sogar Titelgeber der ersten Episode. Maxine (Sadie Sink) alias Mad Max ist neu in der Klasse unserer jungen Helden und verdreht mit ihrem Skateboard und ihrer toughen Art sofort die Köpfe von Lucas und Dustin.

Zusammen mit Max betritt auch ihr Stiefbruder Billy die Bühne – gespielt übrigens von Dacre Montgomery, dem Red Ranger aus dem Power-Rangers-Reboot. Der sorgt mit Macho-Attitüde und Jähzorn direkt für böses Blut in Hawkins – also mindestens für Blut.

Newcomerin Linnea Berthelsen lernen wir in der Rolle der punkigen Ausreißerin Kali kennen. Aber ihre tätowierte Nummer ist viel interessanter: Acht.

Herr der Ringe-Fans werden das Gesicht von Sean Astin noch als Samweis erkennen. In Stranger Things 2 spielt er den ursympathischen Radio-Shack-Besitzer Bob Newby, Spitzname „Megahirn“ und aktueller Partner von – Trommelwirbel – Joyce Byers (Winona Ryder).

Auch außerhalb von Hawkins bleibt das Geschehen nicht unbemerkt. Deswegen bewegen wir uns in Stranger Things 2 auch schon mal über die Grenzen der Kleinstadt hinaus und lernen diverse andere neue Menschen kennen – darunter Verschwörungstheoretiker, Forscher und Verwandte.

 

Chapter Zero: Stranger Auditions on Tapes

Schauspieler müssen sich meistens um ihre Rollen bewerben. Es sei denn, Du heißt Leonardo DiCaprio – dann musst Du nur sagen, dass Du sie übernimmst. Ein beliebtes Instrument solcher Bewerbungen sind sogenannte Audition Tapes. Das sieht dann oft ein wenig nach YouTube aus, gibt den Entscheidungsträgern allerdings die Möglichkeit, gleich die Reisekosten für Nullnummern zu sparen. Solche Audition Tapes haben auch die sympathischen Jungdarsteller aus Stranger Things abgeliefert.

Und es ist fast schon erschreckend, wie professionell und überzeugend Millie Bobby Brown („Elfie“) & Co. bereits bei ihrer Bewerbung waren. Auf Knopfdruck weinen will gelernt sein. Und Donnerwetter – das haben sie aber gelernt.

Noch viel interessanter wird das Ganze, wenn die Schauspieler – jetzt geschniegelt und gebügelt – ihre Audition Tapes gemeinsam Revue passieren lassen. Und um die Metaebene komplett aufzureißen, kannst Du jetzt dem Cast von Stranger Things dabei zuschauen, wie er sich selbst zuschaut. Die Jungstars waren dann alle zurecht im Recall!

Stranger Things: The Game

Zum Abschluss haben wir noch ein kleines Schmankerl für Dich. Mit Stranger Things: The Game hast Du nun endlich den ganzen gruseligen Kleinstadtwahnsinn auch auf dem Smartphone. Ein Rollenspiel stilecht im 16-Bit-Look lädt Dich dazu ein, eine ganz neue Geschichte mit Will & Co. zu erleben. Alle Charaktere warten mit einer anderen Fähigkeit auf und neben allen Orten aus der Serie gibt es verrückte Professoren, Verfolgungsjagden und mindestens zehn Stunden Spielspaß. Das alles für lau. Mehr Infos dazu findest Du in diesem Artikel.

Noch ein kleines Schmankerl für die richtig harten Fans unter Euch zum Schluss. Auf www.makeitstranger.com kannst Du Dein eigenes Logo im Stranger Things-Stil entwerfen. Nicht alle Kombinationen passen. Das obere Wort sollte länger sein, als das untere.  Und jetzt stürzt Euch rein in das Stranger Things-Universum.

 

Du hast die Serie schon gesehen oder noch andere Retro-Geheimtipps? Dann ab damit in die Kommentare. PS: Bitte spoilerfrei!

 

Titelfoto: ©Stranger Things S2_ Courtesy Netflix
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