Neue deutsche Filme: Diese Streifen sind sehenswert

Junger Mann schaltet mit seiner Fernbedienung einen neuen deutschen Film ein.
Weihnachtsmütze auf einer Regie-Klappe
Bild aus der Superheldenserie „The Boys” mit Laz Alonso und Karl Urban.

Neue deutsche Filme: Diese Streifen sind sehenswert

Du suchst nach sehenswerten, neuen deutschen Filmen? Wir haben Dir die spannendsten Neuerscheinungen aus dem letzten Jahr herausgesucht.

„Der Fall Collini“: Polit-Thriller mit Elyas M’Barek

Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Ferdinand von Schirach erzählt „Der Fall Collini“ vom jungen Pflichtverteidiger Caspar Leinen (Elyas M’Barek), der Gastarbeiter Fabrizio Collini (Franco Nero) vertreten soll. Dieser hat, scheinbar grundlos, einen angesehenen Großindustriellen getötet. Leinen versucht, das Motiv für den Mord zu entschlüsseln – und deckt einen Justizskandal auf.

Spannender Thriller, der sich mit dem Verjährungsskandal von 1968 beschäftigt: Damals verabschiedete die Bundesrepublik ein Gesetz, das Bagatelldelikte entkriminalisieren sollte. Doch es sorgte auch dafür, dass nationalsozialistische Verbrechen mit einer 15-jährigen Frist versehen wurden, die am 8. Mai 1960 ablief.

Video: Youtube / Constantin Film

„Systemsprenger“: Die deutsche Oscar-Hoffnung

Benni (Helena Zengel), 9 Jahre alt, will eigentlich nur zurück nach Hause. Doch die Mutter hat ihr eigenes Kind aus Angst vor ihr bei den Behörden abgegeben. Benni zieht nun von Pflegefamilie zu Pflegefamilie, denen sie absichtlich das Leben schwer macht. Auch das Jugendamt ist überfordert und wendet sich schließlich an einen Antiaggressionstrainer (Albrecht Schuch). Dieser will Bennis selbstzerstörerischer Ader auf den Grund gehen – doch schafft er es auch, sie davon zu befreien?

„Systemsprenger“ ist die bewegende Geschichte über das Leiden eines Kindes. Auch dank der imposanten Schauspielleistung seiner Hauptdarstellerin Helena Zengel hat der Film bereits einige Preise abgeräumt und ist unsere deutsche Oscar-Hoffnung.

Video: Youtube / KinoCheck

„Leberkäsjunkie“: Sechster Teil der Provinzkrimireihe

Dorfpolizist Eberhofer (Sebastian Bezzel) ist zurück: In dem abgebrannten Haus von Liesl Mooshammer (Eva Mattes) wird eine Brandleiche entdeckt. Eberhofer übernimmt den Fall und ermittelt gleich mehrere Tatverdächtige, die allesamt ein Motiv für das Verbrechen haben. Doch den Polizisten beschäftigt nicht nur der komplexe Kriminalfall, sondern auch sein hoher Cholesterinspiegel.

Amüsanter Provinzkrimi, der viel bayerischen Humor bietet. Nach „Dampfnudelblues“, „Winterkartoffelknödel“, „Schweinskopf al dente“, „Gnießnockerlaffäre“ und „Sauerkrautkoma“ die bereits sechste Verfilmung der erfolgreichen Rita-Falk-Romane.

Video: Youtube / Constantin Film

„Trautmann“: Deutsche Torwartlegende

Der deutsche Kriegsgefangene Bert Trautmann (David Kross) beginnt nach dem Zweiten Weltkrieg in Großbritannien eine Karriere als Profifußballer. Viele Briten stehen dem Torwart anfangs jedoch sehr feindlich gegenüber. Das ändert sich, als Trautmann bei Manchester City landet – und dort zur Legende wird.

Die Geschichte eines Ausnahmesportlers, der hierzulande weniger bekannt war, in Großbritannien aber zum nationalen Helden avancierte. Ein Mix aus Biopic, Sportfilm und Heldenporträt, der gut inszeniert ist, nur an manchen Stellen etwas zu melodramatisch gerät.

Video: Youtube / FoxKino

„Das Ende der Wahrheit“: Packendes Geheimdienstdrama

Martin Behrens (Ronald Zehrfeld) arbeitet beim Bundesnachrichtendienst. Als seine Geliebte, die Journalistin Aurice Köhler (Antje Traue), getötet wird, will er die Hintergründe der Tat aufdecken. Schon bald kommt Behrens einem Komplott auf die Spur, in den anscheinend auch BND-Mitarbeiter verwickelt sind.

Ein bemerkenswerter Thriller, der ein dichtes Geflecht an wirtschaftlichen, politischen und geheimdienstlichen Interessen beleuchtet. Wer Lust auf deutsches Genrekino hat, sollte sich „Das Ende der Wahrheit“ unbedingt ansehen.

Video: Youtube / Robert Hofmann

„Der goldene Handschuh“: Filmdrama von Fatih Akin

In den 70er-Jahren wohnt der unscheinbar wirkende Fritz Honka (Jonas Dassler) im Hamburger Stadtteil St. Pauli. Häufig findet man ihn in der Kneipe „Zum Goldenen Handschuh“. Was keiner aus seinem Umfeld ahnt: In dem Kiezmilieu lauert Honka einsamen Frauen auf – und tötet sie.

Deutsch-französische Produktion über den deutschen Serienkiller Fritz Honka, der in den 70er-Jahren insgesamt vier Frauen ermordete. Regisseur Fatih Akin („Gegen die Wand“) inszenierte die Geschichte brutal, abstoßend und nah an der Realität. Damit ist der für Zuschauer erst ab 18 Jahren freigegebene Horrorstreifen nicht für jeden etwas, gehört aber zu den wichtigsten Filmen der letzten 12 Monate.

GigaTV

Weitere sehenswerte Filme:

  • „Atlas“: Familiendrama.
  • „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“: Adaption des gleichnamigen Bestsellers.
  • „Die sagenhaften Vier“: Animationsfilm über das Bremer-Stadtmusikanten-Märchen.
  • „Ich war noch niemals in New York“: Verfilmung des Udo-Jürgens-Musical.
  • „Nur eine Frau“: Bewegendes Ehrenmord-Drama.

Welcher deutsche Film hat Dir zuletzt besonders gefallen? Oder bist Du kein Fan deutscher Produktionen? Verrate es uns gerne in einem Kommentar.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Dich auch interessieren