Free Guy mit Ryan Reynolds und Jodie Comer
© 20th Century © Disney 2021
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Free Guy in der featured-Filmkritik: Eine Actionkomödie nicht nur für NPCs und Nerds

Was würdest Du machen, wenn Dein Leben ein Videospiel wäre? Allerd­ings wärst Du nicht der Held oder die Heldin, son­dern nur eine unspiel­bare Fig­ur. Genau so geht es Ryan Reynolds in der Action-Komödie „Free Guy“. Ob sich der Streifen lohnt oder schnell Game Over ist, liest Du in der fea­tured-Filmkri­tik.

Guys (Ryan Reynolds) Leben ist unspek­takulär und beständig: mor­gens holt er sich immer densel­ben Kaf­fee, geht sein­er Arbeit in ein­er Bank nach, beobachtet dort unbeteiligt die täglichen Über­fälle und unter­hält sich während­dessen mit seinem besten Fre­und Bud­dy (Lil Rel How­ery). Die Beschaulichkeit endet allerd­ings, als Guy her­aus­find­et, dass er ein Nicht-Spiel­er-Charak­ter (NPC) ist. Als nicht spiel­bar­er Charak­ter muss er sich im Videospiel namens Free City zurechtfind­en. Mit dem Auf­tauchen von Mil­ly (Jodie Com­er) ändert sich seine Welt kom­plett, denn Guy ver­liebt sich in den Charak­ter der Spielerin. Als ob das nicht schon genug Trubel wäre, hat Mil­ly einen ganz beson­deren Auf­trag: Sie muss eine ver­steck­te Datei find­en, die alles verän­dern kön­nte. Das will allerd­ings Videospielpub­lish­er Antwan (Tai­ka Wait­i­ti) ver­hin­dern, denn er will Free City 2 releasen und das Orig­i­nal­spiel abschal­ten. Das müssen Mil­ly und Guy natür­lich irgend­wie abwen­den.

Free Guy mit Ryan Reynolds: Das Leben als NPC

Guy ist ein guter Kerl. Das wird auch spätestens dann klar, als er Mil­ly das erste Mal begeg­net, sich in sie ver­liebt und seine Welt, mith­il­fe eines geschickt einge­führten Kniffs, erst­ma­lig richtig erfasst. Plöt­zlich plop­pen vor seinen Augen Schilder, Erste-Hil­fe-Kästen und Waf­fen auf, die er vorher nicht sehen kon­nte. Er taucht in die Sicht eines Spiel­ers ein. Damit Guy mit Mil­ly mithal­ten kann lev­elt er seinen Charak­ter auf. Beson­ders sym­pa­thisch ist die Tat­sache, dass er trotz­dem ein guter Kerl bleibt: Er erlangt Erfahrungspunk­te dadurch, dass er anderen Spiel­ern und NPCs hil­ft. Das spricht sich nicht nur im Spiel, son­dern auch in der echt­en Welt rum und Guy wird zum Inter­net-Phänomen.

Free Guy ein Videospiel

Real­ität oder Videospiel? Guy taucht in die ver­wirrende Gam­ing-Welt von Lev­eln, Geg­n­ern und Schildern ein. — Bild: ©20th Cen­tu­ry © Dis­ney 2021

Ein tolles Filmerlebnis für Zocker:innen

Wenn Du Zocker:in bist, wirst Du mit Free Guy Deine wahre Freude haben und vieles, was Du aus MMOs (Mas­sive­ly Mul­ti­play­er Online Games) kennst, wieder­erken­nen: Beispiel­sweise wenn Neueinsteiger:innen des Spiels erst ein­mal ver­wirrt sind und deren Charak­tere wild durch die Gegend sprin­gen oder sich selb­st in die Luft jagen. Oder wenn Guy auf über­drehte Streamer:innen trifft, deren Charak­tere Dir über­raschend bekan­nt vorkom­men. Von diesen Momenten gibt es zahlre­iche und ger­ade, wenn Du gern zockst, wirst Du hier auf vie­len Ebe­nen abge­holt. Der neue Film mit Ryan Reynolds ver­ste­ht aber vor allen Din­gen eines: Dich von Anfang bis Ende zu unter­hal­ten.

Volle Videospielaction

Die Geschichte spielt sich dabei auf zwei Ebe­nen ab: In Free City, wo Guy und Mil­ly ver­suchen die ver­steck­te Datei zu find­en und die reale Welt, in der Keys (Joe Keery), Millys bester Fre­und, ver­sucht die bei­den zu unter­stützen und seinen exzen­trischen Chef Antwan in Schach zu hal­ten. Beson­ders witzig sind die Szenen, in denen Spieler:innen in ihre Videospielcharak­tere schlüpfen. Du triff­st auf rosa Hasen, Old­school-Polizis­ten mit Riesen­schnau­zer oder Charak­teren, die Dich stark an Spiele wie „Cyber­punk 2077“ erin­nern wer­den. Auch die Action kommt nicht zu kurz und ist manch­mal so bek­loppt, wie sie eben nur in Videospie­len sein kann.

Ein Film mit viel Herz und Witz

Dabei sind alle Charak­tere, auch der ver­schrobene Antwan, mit ein­er ordentlichen Por­tion Sym­pa­thie und Humor aus­ges­tat­tet. Der Cast ist toll beset­zt, von Tai­ka Wait­i­ti als überexzen­trisch­er Pub­lish­er, über Jodie Com­er als Pro­gram­mi­er-Genie und Profi-Zock­erin bis hin zu Ryan Reynolds als NPC, der über sich hin­auswächst und ganz neue Seit­en an sich ent­deckt. Der Humor ist spitz, aber nicht zu spitz und richtet sich mit seinen ständi­gen Anspielun­gen auf die Pop­kul­tur an Zock­er und Nerds. Aber auch, wenn Du mit Online-Spie­len und Zock­en generell bis­lang nur wenig in Kon­takt bekom­men bist, wirst Du mit Free Guy sehr viel Spaß haben, denn die Geschichte ist leicht­füßig und flott erzählt. Eine tolle Actionkomödie, nicht nur für Nerds.

Free Guy

Genre: Komödie / Action
Bun­desstart: 12. August 2021
Laufzeit: 115 Minuten
FSK: ab 12 Jahren freigegeben
Regie: Shawn Levy
Drehbuch: Matt Lieber­man, Zak Penn

Ryan Reynolds ist für Dich ein­er der witzig­sten Schaus­piel­er über­haupt? Ver­rate uns in den Kom­mentaren, in welch­er Rolle er Dir beson­ders gut gefall­en hat. 

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