Kim Da-mi (als Gu An-na) umarmt ihr Kind in "The Great Flood".
© Jeong Kyung-hwa/ Netflix
In der Szene aus den Disney Realverfilmungen 2026 sieht man Catherine Laga'aia als Vaiana auf einem traditionellen Segelboot bei Sonnenuntergang. Sie trägt ein rotes, gemustertes Oberteil und eine grüne Muschelkette. Mit offenem Mund und freudigem Blick hält sie sich an einem Seil fest, während das Segel im Hintergrund sichtbar ist. Die Stimmung wirkt abenteuerlich und optimistisch.
Auf dem Bild in dem Artikel zum Dschungelcamp 2026 sind Jan Köppen und Sonja Zietlow zu sehen.

The Great Flood: Das Ende erklärt – was steckt wirklich hinter der Flut?

Vom Katas­tro­phen­film zum Sci-Fi-Dra­ma: Du suchst nach ein­er Erk­lärung für das Ende von „The Great Flood”? Der Film über­rascht Dich nicht nur mit einem Genre-Mix, son­dern auch mit einem uner­warteten Twist. Was steckt hin­ter der Sim­u­la­tion, und was bedeuten die let­zten Szenen? 

Achtung, der fol­gende Text enthält Spoil­er! Wenn Du „The Great Flood” noch nicht gese­hen hast, soll­test Du lieber nicht weiterlesen.

The Great Flood auf Netflix: Wie alles auf das Ende zuläuft

Der Net­flix-Film „The Great Flood” dreht sich um An-na (Kim Da-mi), eine junge allein­erziehende Mut­ter. Sie lebt mit ihrem sech­sjähri­gen Sohn Ja-in (Kwon Eun-seong) in einem Wohnkom­plex in Seoul. Ihr mehr oder weniger nor­males Leben gerät völ­lig aus den Fugen, als eine ver­heerende Flut die Stadt über­schwemmt. Ein riesiger Aster­oid hat einen nicht enden­den Tsuna­mi aus­gelöst, die Erde ist dem Unter­gang geweiht.

An-na und Ja-in wer­den beina­he mit­geris­sen. Verzweifelt ver­suchen sie, auf das Dach des Hochhaus­es zu gelan­gen. Der geheimnisvolle Hee-jo (Park Hae-soo aus „Squid Game”) ret­tet die bei­den und bringt sie in Sicher­heit. Er erk­lärt An-na, dass sie die Einzige ist, die die Men­schheit ret­ten kann.

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Dann ist sie gezwun­gen, ihren Sohn zurück­zu­lassen, und er stirbt. Was nun fol­gt, ist ein uner­warteter Twist: An-na kommt in ihrer Woh­nung zu sich und muss ver­suchen, Ja-in zu find­en. Aber sie scheit­ert, stirbt und muss den Kreis­lauf erneut beginnen.

Mehrere schock­ierende Wen­dun­gen stellen alles auf den Kopf, was die Zuschauer:innen zu wis­sen glauben. Kann An-na den Wasser­massen entkom­men? Was geschieht mit Ja-in am Ende von „The Great Flood”? Ist er über­haupt ein echt­es Kind – und sind die bei­den am Leben?

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Was ist das Experiment und wer sind An-Na und Ja-In?

Im Ver­lauf von „The Great Flood” sehen wir, wie An-na immer wieder densel­ben Ablauf erlebt: Sie ver­sucht, Ja-in zu find­en, lan­det aber stets im Wohnkom­plex. Dann set­zt der Kreis­lauf erneut ein, immer und immer wieder. Schließlich erfährt das Pub­likum, dass all das ein Exper­i­ment ist, das An-na selb­st erschaf­fen hat.

Es stellt sich her­aus, dass sie für ein Forschungsla­bor gear­beit­et hat. Die Wissenschaftler:innen wis­sen, dass die Erde auf die Apoka­lypse zus­teuert – und sie nichts dage­gen machen kön­nen. Sie konzen­tri­eren sich stattdessen darauf, das Über­leben der Men­schheit zu sich­ern. Wenn alle auf der Erde gestor­ben sind, sollen kün­stlich erschaf­fene Men­schen den Plan­eten neu bevölk­ern. Das Prob­lem ist jedoch, dass die Forscher:innen zwar Kör­p­er und Bewusst­sein erschaf­fen kön­nen. Eine größere Her­aus­forderung ist es aber, men­schliche Emo­tio­nen nachzu­bilden. Denn nur dann kön­nen die kün­stlichen Per­so­n­en wirk­lich human sein. Hier kommt An-na ins Spiel.

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Ihre Auf­gabe ist es, eine „Emo­tion Engine” zu entwick­eln, die Gefüh­le in syn­thetis­chen Men­schen erzeu­gen soll. Diese Engine wird in kün­stlich erschaf­fene Babys inte­gri­ert – eines davon ist Ja-in. Die Kinder sollen mit Men­schen aufwach­sen, damit sie mith­il­fe ihrer Erfahrun­gen Gefüh­le entwick­eln. An-na nimmt den Jun­gen auf und erzieht ihn als ihr Kind.

Allerd­ings sollen sich die syn­thetis­chen Müt­ter nach dem Wel­tun­ter­gang wie echte Müt­ter um ihre Kinder küm­mern. Auch sie brauchen also Emo­tio­nen: Die Gefüh­le für ihr Kind müssen tief ver­ankert sein. Darum erschafft An-na eine simulierte Welt, in der eine Mut­ter end­los ver­suchen muss, ihren Sohn oder ihre Tochter aus lebens­bedrohlichen Sit­u­a­tio­nen zu ret­ten. Erst wenn ihr das gelingt, ist sie würdig, sich wirk­lich um das Kind zu küm­mern. Dann wird die Sim­u­la­tion durch­brochen und sie kann zur Erde zurück­kehren, um als Hüterin ein­er neuen Gen­er­a­tion zu dienen. Misslingt ihr der Ver­such, set­zt die Sim­u­la­tion sie zurück an den Anfang.

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The Great Flood: Sind die Erlebnisse von An-na überhaupt echt?

Die erste Hälfte von „The Great Flood” ist „echt”: Die Flut bricht here­in und An-na ver­sucht, sich und Ja-in zu ret­ten. Als der Hub­schrauber auf dem Dach lan­det, muss sie ihn zurück­lassen. Sie ver­spricht dem Kind, dass sie zu ihm zurück­kom­men wird. Es fol­gt ein drama­tis­ch­er Moment: Angestellte der Vere­in­ten Natio­nen töten Ja-in und ent­nehmen sein Gehirn. Sie brauchen es, weil es Emo­tio­nen enthält. Nur mit ihrer Hil­fe kann An-na die Emo­tion Engine vol­len­den. Sie weiß zwar schon lange, dass sie ihren Sohn ver­lieren wird, hat aber ver­sucht, es zu verdrängen.

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Die Heldin sitzt in einem Raum­schiff, das unter­wegs zu einem anderen Plan­eten ist. Dort soll die Engine fer­tiggestellt wer­den. Doch als Trüm­mer das Schiff tre­f­fen, wird An-na schw­er ver­let­zt. Kurz bevor sie stirbt, beste­ht sie darauf, dass sie selb­st zum Testo­b­jekt ihres eige­nen Exper­i­ments wird. Was danach kommt, zeigt die Sim­u­la­tion, in der An-na gefan­gen ist. Unaufhör­lich muss sie nun ver­suchen, ihr Kind zu finden.

Eigentlich sollen mit jedem Neustart alle Erin­nerun­gen gelöscht wer­den. Doch im Lauf der Geschichte stellt sich her­aus, dass sich nicht nur die Heldin, son­dern eben­so andere Per­so­n­en an Geschehnisse aus den vorheri­gen Durchgän­gen erin­nern kön­nen. Das ist es schließlich, was am Ende von „The Great Flood” für eine erneute Wen­dung sorgt.

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Sind An-na und Ja-in am Ende von The Great Flood wieder vereint?

Am Ende von „The Great Flood” find­et An-na den kleinen Ja-in in einem Schrank auf dem Dach des Hochhaus­es. Dabei helfen ihr die Erin­nerun­gen – und ein Bild, das der Sohn gemalt und ihr geschickt hat. Es zeigt seine Mut­ter, kurz bevor sie ihn am Helikopter zurück­lässt. Die Heldin stellt fest, dass sie das gle­iche Bild unzäh­lige Male erhal­ten hat.

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Hee-jo hil­ft ihr bei der Suche nach dem Kind, nach­dem sie ihn davon überzeugt hat, dass sie sich in ein­er Sim­u­la­tion befind­en. Außer­dem springt sie jet­zt den Men­schen zur Seite, die sie während des „echt­en” Katas­tro­phen­tags im Stich gelassen hat. Sie kann also wiedergut­machen, was sie ver­säumt hat.

Ja-in weiß noch, dass er sich im Schrank ver­steck­en soll. Das hat­te ihm An-na nach dem Ein­brechen der Flut gesagt, also außer­halb der Sim­u­la­tion. Die Zahl auf dem T-Shirt der Mut­ter ver­rät, wie oft sie bei­de densel­ben Tag erleben musste: 21.499-mal.

Das Ende von The Great Flood erklärt: Was bedeutet die letzte Szene?

Weil An-na am Ende von „The Great Flood” ihren Sohn wiederfind­et, erre­icht sie das ulti­ma­tive Ziel und die Sim­u­la­tion ist been­det. Anschließend wacht sie in einem Space Shut­tle auf, mit Ja-in neben sich. Sie fliegen auf die Ober­fläche der Erde zu.

Offen­bar ste­ht nicht der ganze Plan­et unter Wass­er: Es sieht so aus, als sei Afri­ka ver­schont geblieben. Das Raum­fahrzeug von An-na und Ja-in ist nicht das einzige, das auf die Erde zus­teuert. Um sie herum sind unzäh­lige andere Shut­tles zu sehen.

Das wirft viele Fra­gen auf, die im Film unbeant­wortet bleiben. Es bleibt unklar, ob in den Shut­tles andere syn­thetis­che Müt­ter und ihre Kinder sitzen. Oder sind es zusät­zliche Inkar­na­tio­nen von An-na und Ja-in?

Wie wur­den sie aus­ge­sucht und wer sind sie? Was passiert mit ihnen, und kön­nen sie die Erde wieder bevölk­ern? All das kön­nte eine Fort­set­zung von „The Great Flood” zeigen, falls eine angekündigt wird. Die Filmemacher:innen rund um Regis­seur Kim Byung-woo haben sich dazu bis­lang nicht geäußert.


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