Willem Dafoe auf Poster von Platoon
© ©Twentieth Century Fox
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Die 8 besten Kriegsfilme aller Zeiten: Vom 2. Weltkrieg bis Irak

Gute Kriegs­filme zu drehen, bleibt ein Draht­seilakt. Zu nah liegen oft noch die realen Ereignisse, zu hoch die Hür­den, den kom­plex­en Hin­ter­grün­den, den Toten und den Über­leben­den gerecht zu wer­den – und das auch ohne Helden­pathos. Doch manch­mal gelingt es: Hier find­et ihr die 8 besten Filme, die den Krieg so real­is­tisch, pack­end und ver­störend zeigen, wie keine anderen vor ihnen.

Der 2. Weltkrieg

Der Soldat James Ryan: Das Höllenfeuer des D-Day

Cap­tain John Miller (Tom Han­ks) und seine Truppe bekom­men nach ihrer Lan­dung in der Nor­mandie den Auf­trag, den Fallschir­mjäger James Ryan (Matt Damon) zu find­en.

Dessen drei Brüder sind im Krieg gefall­en, weshalb er nun nach Hause geschickt wer­den soll. Es ist der Beginn ein­er Reise durchs Fein­des­land, wo der Wille, der Mut und der Glaube der Män­ner aus Millers Trupp auf einen harten Prüf­s­tand gestellt wer­den.

Darum solltest du Der Soldat James Ryan sehen:

Es ist D-Day und ganze Hor­den von jun­gen Män­nern sitzen zusam­mengekauert in ihren Booten. Manche zit­tern, der eine oder andere übergibt sich, dann gehen die Lan­dungsklap­pen auf und ein apoka­lyp­tis­ches Höl­len­feuer bricht sich Bahn. Die Sicht ver­schwimmt zu einem Mahlstrohm aus trom­mel­nden Maschi­nengewehren, zer­fet­zen­den Leibern und angstverz­er­rten Schmerzenss­chreien.

Cap­tain Miller (Tom Han­ks) soll Pri­vate James Ryan (Matt Damon) heim­holen | © Para­mount

Nie zuvor wurde der mod­erne Krieg, das Chaos und die willkür­liche Grausamkeit des Todes so nah­bar gemacht, wie in dieser ersten Szene von Der Sol­dat James Ryan. Es sind erschüt­ternde Bilder, die sich ins Gedächt­nis bren­nen.

Damit im Kopf schickt uns Regie-Leg­ende Steven Spiel­berg auf eine Odysee durch men­schliche Abgründe und den wohl am bar­barischsten geführten Kon­flikt des 20. Jahrhun­derts. Neben Schaus­pielschw­ergewicht­en wie Tom Han­ks und Matt Damon sollte aber allein die Erfahrung der Eröff­nungsszene einen Blick wert sein.

Lass die Finger weg, wenn …

…du einen schwachen Magen hast, denn einige der Gewalt­szenen sind äußerst expliz­it und schw­er erträglich. Doch natür­lich ist dieser Effekt dur­chaus beab­sichtigt. Denn Krieg und Gewalt sollen hier nicht beschönigt, son­dern in all der sinnlosen, krankmachen­den Bru­tal­ität gezeigt wer­den.

Dunkirk: Intensiv und technisch beeindruckend

400.000 britis­che Sol­dat­en wer­den von den Nazis in der franzö­sis­chen Stadt Dünkirchen eingekesselt. Ihre Regierung startet daraufhin eine beispiel­lose Ret­tungsak­tion, um die jun­gen Män­ner über den Ärmelka­nal in Sicher­heit zu brin­gen.

Darum solltest du Dunkirk sehen:

Incep­tion-Regis­seur Christo­pher Nolan ist bekan­nt dafür, sich für nahezu jeden sein­er Fil­men neue, kreative Erzählweisen und Blick­winkel ein­fall­en zu lassen. Auch für Dunkirk hat er sich nicht lumpen lassen und sich ein abge­fahrenes Konzept für den zeitlichen Ablauf der Hand­lung ein­fall­en lassen.

Fionn Whitehead in Dunkirk

400.000 Sol­dat­en sitzen am Strand von Dünkirchen fest | © Warn­er Bros.

Während die Erleb­nisse der Sol­dat­en an Land inner­halb ein­er Woche spie­len, verge­ht bei den Booten auf See ger­ade mal ein Tag, während es beim Flugzeuggeschwad­er des Piloten Far­ri­er (Tom Hardy) ger­ade mal eine Stunde ist. Trotz­dem über­schnei­den sich diese ver­schiede­nen Zeit­ebe­nen immer wieder, sodass ein einzi­gar­tiges Seherleb­nis entste­ht.

Doch auch son­st hat Dunkirk einiges zu bieten, was vor allem an der schlicht­en audio­vi­suellen Bril­lanz und dem unglaublichen Tem­po des Films liegt. Hier gibt es keine Ver­schnauf­pausen. So wird nach umherpfeifend­en Kugel­hageln und ohren­betäuben­den Bombenge­wit­tern naht­los in ein Luft­du­ell zwis­chen zwei ver­fein­de­ten Kampf­pi­loten geschnit­ten. Atem­ber­aubend!

Lass die Finger weg, wenn …

… du inter­es­sante Fig­uren und Charak­ter­en­twick­lun­gen erwartest, denn daran hat Christo­pher Nolan kein Inter­esse. Dunkirk ver­ste­ht man am Besten als eine Art sinnliche Erfahrung, wobei der einzelne Men­sch uns vor allem als Ref­erenz dient, über die wir das Geschehen erleben. Große Charak­ter­mo­mente und in Erin­nerung bleibende Pro­tag­o­nis­ten wür­den da vielle­icht eher im Weg ste­hen.

Du hast ger­ade John Wick: Kapi­tel 3 gese­hen und brauchst jet­zt Nach­schub? Bei uns find­est du die besten Action-Reißer und Rache-Thriller wie John Wick.

Der schmale Grat: Der Irrsinn des 2. Weltkriegs auf einer Insel

Die C-Kom­panie ein­er US-Divi­sion wird auf die paz­i­fis­che Insel Guadal­canal ver­set­zt, um die dort sta­tion­ierten Marines dabei zu unter­stützen, den Wider­stand der Japan­er zu brechen. Die Erstür­mung ein­er gut vertei­digten Hügelkette wird bald zu einem ver­lus­tre­ichen Him­melfahrt­skom­man­do.

Darum solltest du Der schmale Grat sehen:

Regis­seur Ter­rence Mal­ick hat mit Der schmale Grat einen Anti-Kriegs-Klas­sik­er erschaf­fen, der bis heute seine Wirkungskraft nicht ver­loren hat. Vor der Kulisse ein­er traumhaften Insel stellt er der friedlichen Natur des Tropen­paradieses den Men­schen als alles ver­schlin­gende Feuers­brun­st ent­ge­gen. Es sind Bilder der Zer­störung, der Gewalt und des Wahnsinns, aber auch der Schön­heit, Indi­vid­u­al­ität und Sehn­sucht.

Der Sturm auf den Hügel fordert viele Opfer| © 20th Cen­tu­ry Fox

Im Gegen­satz zu Dunkirk rück­en die Men­schen hier sehr stark ins Zen­trum und wer­den in all ihrer Wider­sprüch­lichkeit mit­samt Träu­men und Bedürfnis­sen dargestellt. Mal­ick spart sich Bew­er­tun­gen und über­lässt dem Zuschauer das Urteil.

Unter­stützt wird er dabei von ein­er ganzen Schaus­piel­er­riege, die von Stars wie Sean Penn, Nick Nolte, John Cusack und Woody Har­rel­son bis zu dama­li­gen Jung-Stars wie Jared Leto reicht.

Lass die Finger weg, wenn …

… du ein Action-Feuer­w­erk erwartest. Es gibt zwar einige erstk­las­sig insze­nierte Kampf­szenen, die allein durch ihre Bild­kraft beein­druck­en, doch auch viele län­gere ruhige Pas­sagen, was bei der fast dreistündi­gen Laufzeit kaum ver­wun­dert.

Der Krieg in Vietnam

Apocalypse Now: Coppolas alptraumhaftes Meisterwerk

Inmit­ten des noch immer toben­den Viet­namkriegs bekommt Cap­tain Willard (Mar­tin Sheen) den Auf­trag, den abtrün­ni­gen Colonel Wal­ter E. Kurtz (Mar­lon Bran­do) zu töten. Dieser hat sich vom US-Mil­itär los­ge­sagt und im kam­bod­sch­a­nis­chen Dschun­gel mit sein­er Ein­heit ein eigenes Reich gegrün­det. Auf einem Kanon­boot bricht Will­lard den Fluss hin­auf zu ein­er Reise ins Herz der Fin­ster­n­is auf.

Darum solltest du Apocalypse Now sehen:

Fran­cis Ford Cop­po­las Apoc­a­lypse Now ist ein psy­che­delis­ch­er Trip in die irrsin­ni­gen Wirren des Krieges und das, was er mit den Men­schen und der Gesellschaft macht.

Martin Sheen in Apocalypse Now

Cop­po­las Viet­nam ist ein einziges, gewaltätiges Durcheinan­der | © Stu­dio­canal

Trau­ma und Gewalt, Angst und Ver­ro­hung laufen in dieser lebendig gewor­de­nen Dschun­gel­hölle zu einem alb­traumhaften Bilder­rausch zusam­men, der sich mit all sein­er grausi­gen Fasz­i­na­tion ins Gedächt­nis ein­bren­nt.

Mar­tin Sheen und der Fluss ste­hen inmit­ten all des Wahnsinns, der sich an bei­den Ufer­seit­en Bahn bricht und von den Schmerzen­schreien der Ster­ben­den, Wag­n­ers Sin­fonien und den Klän­gen von The Doors begleit­et wird. Hyp­no­tisierend, med­i­ta­tiv und erschreck­end zeigt uns Apoc­a­lypse Now die Abgründe des Men­sch­seins und das exis­ten­zielle Grauen des Krieges.

Lass die Finger weg, wenn …

…du leichte Kost suchst, denn Apoc­a­lypse Now ist kein Film, den man sich entspan­nt zurück­gelehnt anschauen kann. Cop­po­las Meis­ter­w­erk verzichtet zwar größ­ten­teils auf spek­takuläre Action­szenen, drückt aber atmo­sphärisch so empfind­lich auf die Ner­ven, dass die meis­ten Zuschauer betrof­fen und nach­den­klich zurück­ge­lassen wer­den.

Auf der Suche nach dem näch­sten Kino­high­light? Dann wirst du in unser­er Liste der span­nend­sten Filme 2019 sich­er fündig.

Full Metal Jacket: Der Mensch bricht vor dem Krieg

Eine Gruppe von Rekruten soll in einem Aus­bil­dungszen­trum zu Sol­dat­en aus­ge­bildet wer­den. Dank dem gnaden­losen Drill-Sergeant Hart­man (R. Lee Ermey) müssen die jun­gen Män­ner aber schon vor ihrem Krieg­sein­satz in Viet­nam durch die Hölle gehen.

Darum solltest du Full Metal Jacket sehen:

Auch Full Met­al Jack­et ist ein ver­stören­der Film, der in aller Drastik zeigt, was im Krieg als erstes auf der Strecke bleibt: die Men­schlichkeit. Denn was Sergeant Hart­man (R. Lee Ermey) aus diesen jun­gen, teils äußerst sen­si­blen Rekruten for­men will, sind keine Men­schen, son­der eiskalte, nichts hin­ter­fra­gende Tötungs­maschi­nen.

Arliss Howard, Matthew Modine, R. Lee Ermey und Vincent D'Onofrio in Full Metal Jacket

Die jun­gen Män­ner durch­leben die Aus­bil­dung­shölle | © Warn­er Home Video

Mit­tel zum Zweck sind ihm dabei Erniedri­gung, bru­tal­ste Schimpfti­raden und psy­chis­che wie seel­is­che Gewalt. Der freie Wille der Truppe um Pri­vate Jok­er (Matthew Modine) soll gebrochen wer­den, worunter vor allem der pum­melige Pri­vate Paula (Vin­cent D’Onofrio) zu lei­den hat. Die Fol­gen dieser Tak­tik sind drama­tisch und dürften auch dem Zuschauer noch Tage später durch den Kopf hallen.

Lass die Finger weg, wenn …

… du einen Film allein über den Viet­namkrieg sehen willst. Erst in der zweit­en Hälfte von Full Met­al Jack­et geht es ins Kriegs­ge­bi­et, wo wir mit den Ergeb­nis­sen der Aus­bil­dung und der grausamen Real­ität kon­fron­tiert wer­den. Ein bedeu­ten­der Teil der Hand­lung find­et jedoch in dem Rekru­tierungszen­trum statt.

Platoon: Charlie Sheen in den Wirren des Vietnamkriegs

Der ide­al­is­tis­che Stu­dent Chris Tay­lor (Char­lie Sheen) meldet sich frei­willig für Viet­nam, muss dort aber bald fest­stellen, dass der Dschun­gelkrieg alles andere als Helden pro­duziert. Als es zum Machtkampf zwis­chen dem ver­ro­ht­en Sergeant Barnes (Tom Berenger) und dem human­is­tis­chen Sergeant Elias (Willem Dafoe) kommt, dro­ht die Sit­u­a­tion zu eskalieren.

Darum solltest du Platoon sehen:

Pla­toon ist das Gegen­stück zu patri­o­tis­chen Helden­fa­beln in Kriegs­fil­men wie Wir waren Helden und zeigt die Sol­dat­en des Viet­namkriegs in ihrer ganzen Bru­tal­ität, Ver­let­zlichkeit, Ein­samkeit und Ver­wirrung. Sie sind gle­ichzeit­ig Täter und Opfer.

Manche mor­den und verge­walti­gen, andere unter­drück­en ihre Äng­ste, die Macht­losigkeit und die schreck­lichen Erfahrun­gen mit Dro­gen und Alko­hol.

Willem Dafoe in Platoon

Bilder, die in ihrer Ikono­grafie in die Geschichte eingin­gen: Pla­toon | ©Twen­ti­eth Cen­tu­ry Fox

Regis­seur Oliv­er Stone ver­ar­beit­ete mit Pla­toon seine eige­nen Erfahrun­gen im Viet­namkrieg und zeigt trotz seines Fokus auf den amerikanis­chen Sol­dat­en, dass es in diesem Kon­flikt keine „Guten“ oder „Bösen“ gab. Dies verdeut­licht er auch durch seine Insze­nierung der Kampf­szenen, in denen Chaos, Dunkel­heit, Ver­wirrung und ani­malis­che Bru­tal­ität vorherrschen. Kein­er weiß in dem Durcheinan­der so wirk­lich, wer Fre­und oder Feind ist.

Sehenswert macht diesen Film auch die überzeu­gende Darstel­lung von Stars wie Char­lie Sheen, Willem Dafoe und vie­len weit­eren bekan­nten Gesichtern. Wer genau auf­passt, kann in der Szene in dem Dorf auch den jun­gen John­ny Depp ent­deck­en, der hier einen sein­er ersten Schaus­pielauftritte als Dol­metsch­er hat­te.

Lass die Finger weg, wenn …

… dir Real­is­mus in Kampf­szenen extrem wichtig ist. Diese sind zwar pack­end insze­niert und lassen uns das Geschehen in all seinen Facetten miter­leben, nach heuti­gen Maßstäben aber nicht ganz so authen­tisch. In Pla­toon wurde ein­deutig mehr auf die Wirkung geset­zt.

Krieg im Irak

Jarhead – Willkommen im Dreck: Das Fieber der Tatenlosigkeit

Es ist der Erste Golfkrieg und der junge Scharf­schütze Antho­ny Swof­ford (Jake Gyl­len­haal) sitzt mit seinem US-Marines-Pla­toon irgend­wo in der irakischen Wüste und wartet auf Befehle. Doch diese kom­men nicht und bald kratzen die tägliche Train­ingsrou­tine, Hitze und Lang­weile am Ver­stand der Män­ner.

Darum solltest du Jarhead – Willkommen im Dreck sehen:

Jar­head ist ein äußerst ungewöhn­lich­er Kriegs­film, da sowohl der Pro­tag­o­nist als auch der Zuschauer über die gesamte Laufzeit nahezu nichts vom toben­den Krieg mit­bekommt.

Stattdessen sehen wir, was passiert, wenn junge Män­ner aufs Töten und Ster­ben hin­trainiert wer­den – und sie dann mit der Erwartung und Angst vor dem Kom­menden im eige­nen Saft schmoren lässt.

Jake Gyllenhaal in Jarhead: Willkommen im Dreck

Im Krieg, aber nichts zu tun: Sol­dat Swoff (Jake Gyl­len­haal) | © Uni­ver­sal Pic­tures Ger­many

Night­crawler-Star Jake Gyl­len­haal bril­liert als junger Sol­dat, der eigentlich nur endlich den Abzug drück­en und so seinem ganzen Aufen­thalt in dieser kochend heißen Hölle einen Sinn ver­lei­hen will. Nun aber hat er viel zu viel Zeit, hegt Zweifel an sich selb­st, sein­er Rolle und der Treue sein­er Fre­undin in der Heimat. Aus Lang­weile treiben sich die Sol­dat­en in dieser testos­terongeschwängerten Luft in fiebrige Rausch- und Wahnzustände.

Lass die Finger weg, wenn …

… du Kampfgeschehen sehen willst. Zwar entwick­elt Jar­head eine ganz eigene Span­nung und Energie, echte Action­szenen wirst du aber verge­blich suchen.

The Hurt Locker – Tödliches Kommando: Jeremy Renner und die Droge des Kriegs

Nach­dem ihr Team-Anführer durch eine Explo­sion im Irak getötet wird, bekommt das Elite-Bomben­räumkom­man­do von Sergeant JT San­born (Antho­ny Mack­ie) einen neuen Vorge­set­zten: den Adren­a­l­in­junkie Staff Sergeant William James (Jere­my Ren­ner). Bald sorgt dessen Risikobere­itschaft für Kon­flik­te.

Darum solltest du The Hurt Locker – Tödliches Kommando sehen:

Das knall­hart-real­is­tis­che Irakkriegs-Dra­ma The Hurt Lock­er brachte Jere­my Ren­ner und Antho­ny Mack­ie schon zusam­men, bevor sie dem gewalti­gen Mega-Cast der MCU-Avengers ange­hörten.

Sie wer­den zum Dreh- und Angelpunkt dieses blut- und schweißtreiben­den Zit­ter­spiels auf Leben und Tod, dass von der Zero Dark Thir­ty-Regis­seurin Kathryn Bigelow mit unglaublich­er Inten­sität in Szene geset­zt wird.

Jeremy Renner in The Hurt Locker

Die Män­ner des Bomben­räumkom­man­dos riskieren im Irak täglich ihr Leben | © Con­corde Video

Vor allem Hawk­eye Jere­my Ren­ner beweist in den ner­ven­z­er­reißen­den Entschär­fungsszenen eine enorme, zwis­chen Todesmut, Selb­st­sicher­heit und -über­schätzung schwank­ende Präsenz. Er wird zum Sinnbild für die Män­ner, die den Krieg wie eine Droge brauchen und den Anschluss zum nor­malen, zivilen Leben längst ver­loren haben.

Auf diesem Grund ist The Hurt Lock­er – nicht nur wegen seinen dreck­ig-tem­por­e­ichen Action­szenen – ein Kriegs­film, den man nicht ver­passen sollte.

Lass die Finger weg, wenn …

… du im Film größere Zusam­men­hänge des Krieges ken­nen­ler­nen willst. The Hurt Lock­er konzen­tri­ert sich auf ein paar Schau­plätze und einige wenige Charak­tere, an denen er den Krieg und all das zeigt, was er mit den Sol­dat­en macht. Geschehnisse außer­halb dieser Erfahrungswelt wer­den aber weit­ge­hend aus­ge­blendet.

Dir ste­ht der Sinn nach dem näch­sten Adren­a­lin­kick? Dann schau dir die besten Action­filme aller Zeit­en an.

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