Nachhaltige Smartphones: Diese Modelle schützen die Umwelt
Frau mit Smartphone nutzt eSIM-Push
Verschiedene Modelle des iPhone 11

Nachhaltige Smartphones: Diese Modelle schützen die Umwelt

Wer beim Handy-Kauf zum Umweltschutz beitra­gen möchte, sollte zu einem nach­halti­gen Smart­phone greifen. Die Auswahl an solchen Geräten ist aktuell noch über­schaubar. Hier erfährst Du, welche Optio­nen Dir zur Auswahl ste­hen.

Fairphone: Die Empfehlung von Greenpeace

Aus einem Branchen-Report von Green­peace ging Fair­phone im Jahr 2017 als umwelt­fre­undlich­ster Smart­phone-Her­steller her­vor. Kein anderes Unternehmen sei zum dama­li­gen Zeit­punkt ver­ant­wortlich­er mit den zur Her­stel­lung notwendi­gen Ressourcen umge­gan­gen. Außer­dem habe der Her­steller einige gefährliche Chemikalien aus dem Fer­ti­gung­sprozess ver­ban­nt. Eige­nen Aus­sagen zufolge prüft Fair­phone zudem genau, wo die Rohstoffe herkom­men und unter welchen Bedin­gun­gen der Abbau erfol­gt. Der Ein­satz von recycel­ten Mate­ri­alien besitze einen hohen Stel­len­wert.

Darüber hin­aus legt das Unternehmen großen Wert auf die Arbeits­be­din­gun­gen in der Pro­duk­tion. Aktuelles Smart­phone des Unternehmens ist das Fair­phone 2. Durch den mod­u­laren Auf­bau lassen sich die einzel­nen Kom­po­nen­ten recyceln beziehungsweise wiederver­wen­den. Das unten einge­bet­tete Video zeigt beispiel­sweise, wie aus dem Gehäuse des Fair­phone 2 Möbel entste­hen.

Die nach­haltige Kon­struk­tion des Fair­phone 2 hat auch für Dich selb­st Vorteile. Denn der Her­steller bietet zahlre­iche Ersatzteile für das Gerät an. Dadurch ist das Smart­phone deut­lich bess­er reparier­bar als die meis­ten anderen Handys. Die Wahrschein­lichkeit, dass Du Dir bei einem Defekt gle­ich ein neues Mod­ell zule­gen musst, ist also ger­ing. Einige Abstriche musst Du aber doch machen. Zum einen befind­et sich die Hard­ware nicht mehr auf dem neuesten Stand. Zum anderen liefert der Her­steller das Fair­phone 2 noch mit dem längst über­holten Android 7.1.2 aus. Ange­blich will das Unternehmen aber bald das Fair­phone 3 ankündi­gen.

Video: Youtube / Fair­phone

Nachhaltige Smartphones von Shift

Das deutsche Unternehmen Shift ver­fol­gt eine ähn­liche Philoso­phie wie Fair­phone: Die Geräte sollen nach­haltig sein und die Umwelt möglichst wenig belas­ten. Auch Shift set­zt dafür auf einen mod­u­laren Geräte-Auf­bau, der Repara­turen erle­ichtert. Diese sollst Du sog­ar größ­ten­teils selb­st durch­führen kön­nen.

Dazu legt der Her­steller den Geräten einen passenden Schrauben­zieher bei. Selb­st ein Dis­play-Aus­tausch soll von Laien zu bewälti­gen sein. Außer­dem sind die Smart­phones aufrüst­bar. Shift ver­spricht etwa neue Kam­era-Mod­ule, die Du selb­st in das Gerät ein­set­zen kannst, um die Foto-Per­for­mance zu verbessern. Die Fer­ti­gung der Shift-Smart­phones erfol­gt zwar in Chi­na, aber zu deutschen Arbeits­be­din­gun­gen.

Aktuell ste­hen zwei Shift-Smart­phones zur Auswahl: das SHIFT5me für 444 Euro und das bess­er aus­ges­tat­tete SHIFT6m für 555 Euro. Bei­de Smart­phones gehören der Mit­telk­lasse an. Es ste­hen aber bere­its Pre­mi­um-Smart­phones in den Startlöch­ern, für die Shift bere­its Vorbestel­lun­gen ent­ge­gen­nimmt. Der Verkauf­spreis der Smart­phones bein­hal­tet einen Umweltp­fand in Höhe von 22 Euro. Du bekommst ihn zurück, wenn Du das Smart­phone irgend­wann ein­mal ein­schickst, um es recyceln zu lassen.

Video: Youtube / SHIFTPHONES

Apple führt den Rest der Hersteller an

Aus tech­nis­ch­er Sicht kön­nen wed­er das Fair­phone 2 noch die Shift-Smart­phones mit aktuellen Top-Geräten mithal­ten. Wenn das ein KO-Kri­teri­um für Dich ist, musst Du Dich zwangsläu­fig bei den anderen Her­stellern umse­hen. Und von diesen legt Apple am meis­ten Wert auf Umweltschutz. In dem anfangs erwäh­n­ten Green­peace-Bericht schnei­den die Kali­fornier am zweitbesten ab. Shift taucht in dem Bericht noch nicht auf.

Tat­säch­lich ist Apples Bew­er­tung („B-”) nur unwesentlich schlechter als die von Fair­phone („B”). Zum Ver­gle­ich: Sam­sung hat die Note „D-” erhal­ten, Huawei „D” und Xiao­mi die schlecht­möglich­ste Bew­er­tung über­haupt („F”). Wer die neueste Tech­nik möchte, gle­ichzeit­ig aber ein grünes Gewis­sen hat, sollte also zu einem iPhone greifen.

Wie wichtig ist Dir Nach­haltigkeit bei Smart­phones? Bist Du bere­it, dafür Abstriche in Kauf zu nehmen? Lass es uns in den Kom­mentaren wis­sen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Dich auch interessieren