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Biegsame Displays und faltbare Smartphones: Macht Samsung 2017 ernst?

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Faltbare Smartphones werden als das nächste große Ding der Tech-Welt gehandelt. Kein Wunder also, dass es in der Gerüchteküche heiß hergeht. Bringt Samsung nach jahrelangen Spekulationen nun endlich das erste faltbare Smartphone auf den Markt? Oder schlägt die Konkurrenz dem Südkoreaner ein Schnippchen?

Ob Samsung, LG oder Microsoft: auf Biegen und Brechen forschen die Global Player an Technologien für faltbare Smartphones und befeuern Spekulationen regelmäßig mit neuen, scheinbar geleakten Konzepten. Besonders spannend wird es, wenn ein eher unbekannter Mitspieler quasi aus dem Nichts das Wettrennen um die flexible Technik aufmischt.

 

Rollbar und biegsam: Smartphone-Watch auf der IFA

Auf der IFA 2017 präsentierte die kalifornische Firma Royole den Prototypen eines Smartphones, dessen hauchdünnes, flexibles Display sich scheinbar mühelos einrollen lässt. Auch das Mobile Device selbst soll sich so stark biegen lassen, dass Du es als Smartwatch tragen kannst. Der ausgestellte Prototyp unter einer Glashaube war zwar noch nicht im Betrieb, ein funktionstüchtiges Modell soll aber bereits existieren. Ob Royole das Smartphone-Wearable zum marktreifen Produkt weiterentwickeln wird, ist unklar. Wegweisend ist der Prototyp aber allemal, denn seine extrem flexible Sensor- und Display-Technologie ließe sich nicht nur für Smartphones nutzen, sondern würde auch ganz neue Bauweisen anderer Devices ermöglichen.

 

 

Liegt das Samsung Galaxy X unterm Weihnachtsbaum?

Für neuen Zunder in der Gerüchteküche sorgte bislang vor allem Samsung mit seinem „Project Valley“. Schon im letzten Jahr berichteten Bloomberg und das koreanische Branchen-Magazin Etnews, dass der Südkoreaner 2017 gleich zwei Smartphones mit faltbaren OLED-Bildschirmen vorstellen möchte. Nun ist das berüchtigte Galaxy X erstmals bei einer Zulassungsbehörde aufgetaucht. Mit der Bluetooth-Zertifizierung verdichten sich mal wieder die Spekulationen, ob das faltbare Smartphone schon Ende 2017 oder Anfang 2018 auf den Markt kommen könnte. Statt aktuellem Bluetooth-Standard 5 wie beim Galaxy S8 soll das Galaxy X jedoch erst mit Bluetooth 4.2 ausgestattet sein. Nähere technische Details gibt die Zertifizierung nicht preis.

Erstes faltbares Smartphone in limitierter Auflage

Vorherige Hinweise und Leaks waren da schon aufschlussreicher. Demnach soll das faltbare Smartphone von Samsung in zwei Varianten namens Galaxy X1 und Galaxy X1+ erscheinen, die sich in der Mitte über eine Art Scharnier knicken lassen. Dieses verbindet zwei OLED-Displays, die zu einem 7-Zoll-Tablet aufgeklappt werden können. Zusammengefaltet sollen beide Panel-Hälften nach außen gerichtet sein, so dass Du es als doppelseitiges Smartphone nutzen kannst. Auch 4K-Technologie, biometrische Sensoren für Fingerabdrücke und ein entsprechend leistungsstarker Prozessor soll das Gerät mitbringen. Allerdings scheint Samsung dieses Produkt eher als Experiment zu verstehen und das Galaxy X zunächst nur in limitierter Auflage von 100.000 Stück verkaufen zu wollen.

Vor dem Marktstart ist nach der Testphase

Kommt der Klappmechanismus beim Probedurchlauf gut an, soll schließlich ein Smartphone mit wirklich faltbaren OLED-Panels folgen – denn technisch ist auch das längst möglich. Schon im Juli 2015 meldete Samsung sein erstes Patent für ein faltbares Tablet an und präsentierte auf der Display Week 2016 ein 5,7-Zoll Amoled-Display, das sich beinahe wie Papier einrollen und falten lässt. Wie das Smartphone mit biegsamem Display aussehen könnte, zeigt das Video von Present Tech.

 

 

Zuletzt vermeldete die Nachrichtenagentur Associated Press, dass Samsung sein biegsames OLED-Display schon 2018 vorstellen und auf den Markt bringen möchte. Während einer Presseveranstaltung in Seoul kündigten die Südkoreaner an, dass das faltbare Smartphone als Galaxy-Note-Serie erscheinen soll und sich wie ein Laptop zusammenklappen ließe. Der Marktstart käme wohl genau zur richtigen Zeit, denn auch die Konkurrenz hat in den letzten Monaten nicht geschlafen.

Lenovo, LG und Microsoft falten ebenfalls Patentanträge

Auch Hauptrivale LG meldete 2015 ein Patent für ein neuartiges Phablet an, dessen Genehmigung aber erst im Januar dieses Jahres durchgewinkt wurde. Etwas skurril dabei ist, dass sich nur der obere Teil des Smartphones nach hinten falten lassen soll. So sollst Du das Smartphone im hektischen Alltag einhändig bedienen können, während sich das Display erweitern lässt, um zum Beispiel der medialen Unterhaltung zu frönen.

Auch Lenovo präsentierte zuletzt auf der Tech World Conference in San Francisco ein Hybrid-Tablet, das sich mittig zum 5,5-Zoll-Smartphone falten lässt. Der Prototyp des Mobile Device namens Folio ist technisch durchaus interessant und auch schon funktionstüchtig, in der Handhabung aber ebenfalls längst nicht ausgereift.

 

 

Auch Microsoft scheint mit der Arbeit an seinem flexiblen Smartphone-Tablet voranzukommen. Die zwei mittig faltbaren Panels sollen aufgeklappt zu einer Display-Einheit verschmelzen, während das Gerät im Smartphone-Modus nur einen Bildschirm an der Außenseite nutzt.

Nach wie vor ist der Begriff „faltbar“ im Smartphone-Sektor natürlich gewissermaßen dehnbar. Bis Du Dein Smartphone für Origamikünste nutzen kannst, wird es noch eine ganze Weile dauern. Denn flexibel auslegbar sind momentan vor allem die Hinweise und Spekulationen um die faltbaren Mobilgeräte.

 

Bist Du auch gespannt auf das erste faltbare Smartphone oder glaubst, diese Idee können die Hersteller knicken? Wir freuen uns auf Deinen Kommentar!

 

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