Junge Frau surft unter iOS 14 am iPhone.
Frau nutzt die iOS-14-Beta am Handy.
iPhone Face ID
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iOS 14: So will Apple Privatsphäre und Datenschutz stärken

Mit iOS 14 kom­men auch neue Pri­vat­sphäre- und Daten­schutz-Funk­tio­nen auf Dein iPhone. So warnt Dich die Soft­ware bei kom­pro­mit­tierten Pass­wörtern und Apple set­zt sich für mehr Trans­parenz beim App-Track­ing ein.

iOS 14 meldet gehackte Passwörter

Prak­tis­che Neuerung für den Safari-Brows­er: Unter iOS 14 ist in die App ein Sicher­heits-Fea­ture einge­baut, das Dich warnt, sobald eines Dein­er gespe­icherten Ken­nwörter in einem Leak auf­taucht.

Apple hat nicht ver­rat­en, woher es die Infos über kom­pro­mit­tierte Pass­wörter bekommt. Der Iden­ti­ty Leak Check­er und Have i been pwned bieten aber bere­its länger ähn­liche Ser­vices im Netz an.

Neue Funktion warnt vor „Spionage“ in der Zwischenablage

Das Betrieb­ssys­tem benachrichtigt Dich zudem, sobald eine App auf Dein Clip­board zugreift. Hier­bei han­delt es sich um die Zwis­chen­ablage, in der von Dir aus­geschnit­tene oder kopierte Bilder und Texte lan­den. Die ersten Nutzer der iOS-14-Beta haben nun ent­deckt, dass Tik­Tok beson­ders häu­fig auf das dig­i­tale Klemm­brett schaut. Allerd­ings han­delt es sich längst um keinen Einzelfall: Das­selbe Phänomen taucht auch in Zusam­men­hang mit Microsoft Teams, Insta­gram oder dem Red­dit-Client Apol­lo auf.

Die Zwis­chen­ablage war bish­er auch ein­er der Bere­iche des iOS-Sys­tems, für die kein­er­lei spezielle Zugriff­s­rechte existierten. Im Grunde kon­nte also jede App die dort zwis­chen­ge­lagerten Dat­en auss­pi­onieren, ohne dass Du als Nutzer davon etwas mit­bekamst. Dahin­ter ste­hen oft aber auch „prak­tis­che“ Gründe: Google Chrome kann Dir so zum Beispiel anbi­eten, eine vor­ab kopierte URL direkt im Brows­er aufzu­rufen.

Laut Tik­Tok dient der häu­fige Zugriff auf die Zwis­chen­ablage übri­gens der Iden­ti­fizierung von Spam. Richtig zufrieden­stel­lend ist diese Erk­lärung nicht: Zwar soll es inzwis­chen ein Update für die App gegeben haben, dass die Funk­tion ent­fer­nt habe. Das chi­ne­sis­che Unternehmen hat allerd­ings kein Wort darüber ver­loren, wie es um die Android-Ver­sion von Tik­Tok ste­ht. Zudem erk­lärte man nicht, wie der Zugriff auf das Clip­board über­haupt „spam­mige“ Inhalte stop­pen kön­nte.

Alternative zur exakten Positionsbestimmung

Viele Apps track­en inzwis­chen Deinen genauen Stan­dort. Unter iOS 14 (und auch iPa­dOS 14) gibt es unter „Ein­stel­lun­gen | Daten­schutz | Ortungs­di­en­ste“ eine neue Funk­tion: Du kannst für jede App einzeln bes­tim­men, ob iOS Deinen exak­ten oder nur unge­fähren Aufen­thalt­sort über­mit­telt. Entschei­dest Du Dich für zweit­eres, nen­nt Apple der jew­eili­gen Anwen­dung nur einen beliebi­gen Ort im Umkreis von 15 Kilo­me­tern.

Transparenteres App-Tracking

Apro­pos Track­ing: Viele Apps track­en Nutzer­dat­en nach der Instal­la­tion automa­tisch, ohne dass Du vor­ab gefragt wirst. Das soll sich mit iOS 14 ändern: Hast Du eine Anwen­dung aus dem App Store herun­terge­laden und instal­liert, musst Du das Track­ing zunächst expliz­it erlauben.

Zudem müssen Dich Entwick­ler nun im App Store darüber informieren, auf welche Nutzer­dat­en zuge­grif­f­en wird. Auch so will Apple für mehr Trans­parenz sor­gen. Die Angaben sind verpflich­t­end. Um sie zu ver­i­fizieren, will Apple nach eige­nen Angaben manuelle und automa­tis­che Über­prü­fun­gen ver­wen­den. Top: Macht ein Entwick­ler kein­er­lei – oder gar falsche – Angaben, ent­fer­nt Apple die App aus dem App Store.

Wirst Du bere­its die Beta von iOS 14 testen oder wartest Du auf den offiziellen Release im Herb­st? Wir freuen uns auf Deine Rück­mel­dung.

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