esports: Diese Begriffe und Abkürzungen solltest Du kennen

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esports: Diese Begriffe und Abkürzungen solltest Du kennen

Vom Noob zum Progamer: Wenn Du einem esports-Kommentator zuhörst und nur Bahnhof verstehst, dann findest Du im Folgenden eine Liste mit wichtigen Begriffen aus der Szene. Wir beschränken uns dabei auf allgemein gebräuchliche Abkürzungen und Co. Da alle beliebten esports-Spiele wie League of Legends oder Star Craft 2 eigene Fachbegriffe verwenden, würde eine vollständige Liste den Rahmen sprengen. Diese Ausdrücke solltest Du aber in jedem Fall kennen.

A: Adds bis Assist

Adds: Steht für „Additional Monsters”, meist schwächere Gegner, die einen Boss begleiten.

ADR: Steht für „average damage per round”, also den durchschnittlich ausgeteilten Schaden pro Runde.

Aimbot: Für gewöhnlich unzulässige Zusatzsoftware, die beim Zielen hilft. Wenn der Einsatz eines Aimbots bekannt wird, führt das üblicherweise zu einem Ban (siehe dort).

All in: Ein Angriff auf den Gegner mit allem, was man hat. Alles auf eine Karte setzen.

AoE: Steht für „Area of Effect”, also den Wirkradius von Zaubersprüchen, Spezialfähigkeiten und Co.

Assist: Hilft ein Spieler einem Teamkollegen bei einem erfolgreichen Abschuss, wird das im esport als „Assist” bezeichnet.

Video: Youtube / Vodafone Deutschland

B: Ban bis Bunny-hopping

Ban: Wenn ein Spieler aufgrund von Regelverstößen gesperrt wird (Engl. „to ban”: verbannen). Erteilt ein Entwickler einen Ban; dann ist oft die Rede von einem Banhammer.

BarCraft: Public Viewing von esports in Bars. Leitet sich ursprünglich von Star Craft ab, bezeichnet inzwischen aber auch das Zuschauen bei anderen Spielen.

bm: Solltest Du tunlichst vermeiden. Die Abkürzung steht für „bad manners”, zu Deutsch: schlechte Manieren. Verhält sich ein Spieler unfair, ist das „bm”.

Boon: „Noob” rückwärts mit gleicher Bedeutung. Bezeichnet einen unerfahrenen Neuling (engl.: „Newbie”). Oft abwertend gebraucht. Nicht zu verwechseln mit Ed Boon, dem Mitbegründer der Mortal-Kombat-Reihe.

Buff: Eine Verbesserung von Eigenschaften der Spielfigur, meist vorübergehend. Ein gebuffter Charakter teilt beispielsweise mehr Schaden aus oder ist flinker unterwegs. Wird auch benutzt, wenn Entwickler bestimmte Fähigkeiten per Patch aufwerten. Das Gegenteil ist ein Nerf.

Build: Die Zusammenstellung von Ausrüstung, Fähigkeiten und Co. eines Charakters. Sollte sich ein bestimmter Build als „Imba” oder „OP” (siehe jeweils dort) erweisen, folgt meist ein „Nerf” (siehe dort).

Bunny-hopping: Wenn sich ein Spieler in Shootern vornehmlich springend fortbewegt, um ein schlechtes Ziel abzugeben, wird das als „Bunny-hopping” bezeichnet.

Video: Youtube / foolished

C: Camper bis Creepen

Camper: Spieler, die sich auf einen Fleck auf der Map beschränken. In Shootern handelt es sich dabei meist um Sniper, also Scharfschützen.

Carry: Derjenige Spieler, der seinem Team maßgeblich zum Sieg verhilft.

Caster: So heißt im esport der eingangs erwähnte Kommentator/Ansager. Caster müssen alle Begriffe aus dem Effeff beherrschen und ein flottes Mundwerk besitzen.

CD: Siehe „Cooldown”.

Cheater: Jemand, der unerlaubte Mittel nutzt, um zu gewinnen, etwa einen „Aimbot” (siehe dort) oder einen „Wallhack” (siehe dort).

Choke: Wenn ein Spieler oder ein Team ein Match trotz Vorsprung noch verliert. Das Gegenteil von „Clutch” (siehe dort).

Clutch: Wenn ein Spieler es schafft, sich oder seinem Team aus einer brenzligen Situation heraus den Sieg zu erkämpfen.

Cooldown: Die Dauer, bis etwa eine Fähigkeit oder ein Zauberspruch nach der Verwendung wieder einsetzbar ist.

Creepen: Creeps nennt man in Strategiespielen und MOBAS neutrale Einheiten. Vernichtet ein Spieler diese, um Erfahrungspunkte zu bekommen oder anderweitig zu leveln, dann ist er davon abgeleitet am „Creepen”.

D: Deathmatch bis DPS

Deathmatch: Eine der ältesten Multiplayer-Arten. Ursprünglich in Shootern, heute nicht mehr auf ein Genre festgelegt. Bedeutet meist „jeder gegen jeden”, bis ein Spieler eine festgelegte Anzahl an Kills erreicht. Eine Variante ist das Team-Deathmatch, bei dem Gruppen gegen andere Gruppen spielen.

Default Win/defwin: Tritt ein Team nicht an, zählt dies automatisch als Sieg für das andere Team. Der Sieg wird als Default Win bezeichnet.

DC: Kurz für „Disconnect”, also ein Verbindungsabbruch.

DPS: Steht für „Damage per Second”, also wie viel „Schaden pro Sekunde” ein Charakter austeilt.

Video: Youtube / theScore esports

E: Equip bis Exp

Equip: Abkürzung von „Equipment”, dem englischen Begriff für Ausrüstung.

EXP: Das gleiche wie „XP” (siehe dort).

F: Feeder bis Flamen

Feeder/Feeding/Fed: Vom englischen „to feed”, „füttern”. Stirbt ein Spieler häufig und „füttert” so das andere Team mit Punkten, wird dieser als „Feeder” bezeichnet. Das Gegnerteam ist dann „fed”.

ff: Abkürzung von engl.: „forfeit”. In den Chat eingegeben, signalisiert ein Spieler damit, dass er sich geschlagen gibt.

Flamen: Mitspieler oder Gegner beleidigen oder anderweitig beschimpfen. Eine Form von „bm” (siehe dort).

G: gg bis Grind

gg: Ähnlich wie „glhf”, nur nach einem Match. Abkürzung für „good game” im Chat nach einer beendeten Partie. Gehört zur guten Etikette.

Ghosting: Positionen von Teammitgliedern oder Taktiken an das gegnerische Team weitergeben, etwa, weil dort ein Freund spielt. Gilt als „bm” (siehe dort). Spielt ein Streamer in einer Mannschaft und das Gegnerteam spioniert ihn über dessen Stream aus, bezeichnet man das als hingegen Stream-Sniping.

Glass Cannon: Eine Charakterklasse oder ein Build (siehe dort), die äußerst viel Schaden austeilt, aber kaum einstecken kann – wie eine „Gläserne Kanone” eben.

glhf: Ähnlich wie „gg” (siehe dort), nur vor einem Match. Steht für ”good luck have fun”, auf Deutsch: „Viel Glück und viel Spaß”.

Gosu: Aus Südkorea stammender Begriff für einen äußerst begabten Spieler, hauptsächlich bei Echtzeitstrategiespielen wie Star Craft 2 oder MOBAs wie League of Legends oder Dota 2.

Grind/Grinding/Grinden: Eine Tätigkeit in einem Spiel wieder und wieder ausführen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, etwa einen höheren Charakter-Level. Man kann Monster ebenso grinden wie „XP” (siehe dort), Quests oder Materialien.

I: IGN bis Imba

IGN: „In-Game Name”. Der Online-Name eines Spielers, unter dem man ihn im Spiel findet.

Imba: Abkürzung für „imbalanced”. Wird benutzt, wenn Charaktere, Gegenstände oder Fertigkeiten unausbalanciert sind, wobei damit für gewöhnlich zu starke Elemente gemeint sind. Siehe auch „OP”.

K: K/D bis KDA

K/D (Ratio): Steht in Shootern für die Kill-Death-Ratio, also das Verhältnis aus von Dir getöteten Feinden zu eigenen Toden etwa in einem Deathmatch.

KDA: Wie viele Abschüsse, Tode und Assists (siehe dort) ein Spieler etwa auf einem Turnier für sich verbucht.

L: Lag bis Loot

Lag: 1. Eingabeverzögerung aufgrund der vom Spieler verwendeten Hardware. Bildverbesserer von TVs führen meist zu Lag, weshalb es oft extra Gaming-Modes in den Einstellungen gibt. 2. Verzögerungen aufgrund einer schlechten Internetverbindung oder (überlasteter) Server.

Loot: Bezeichnet Ausrüstung, Gold und sonstige Gegenstände, die ein besiegter Feind fallen lässt (auch als Drop bezeichnet). Ob guter Loot droppt, hängt oft vom Glück ab.

M: Meta bis MOBA

Meta: Kurz für „Metagame”. Dinge außerhalb des Spiels, die Einfluss auf Spielgeschehen haben. Besonders beliebte Charaktere in einem Fighting Game etwa können dazu führen, dass andere Spieler Figuren wählen, die besonders gut gegen diese Charaktere geeignet sind. Ein ähnliches Beispiel sind beliebte Deck-Zusammenstellungen in Trading-Card-Games.

MOBA: Abkürzung für Multiplayer Online Battle Arena, ein beliebtes Genre. Vertreter wie Dota 2 und vor allem League of Legends (LoL) haben große esport-Communities.

Video: Youtube / SC2HL

N: n1 bis ns

n1: Kurz für „nice one”. Frei übersetzt: „Schönes Ding”. Bietet sich als Kommentar im Chat für gelungene Spielzüge aller Art an.

Nerf: Das Gegenteil eines Buffs. Bezeichnet die Abschwächung von Spielelementen, um die Balance zu verbessern. Ist eine Fähigkeit, beispielsweise Imba, und folgt oft ein Patch mit einem Nerf.

Noscope: Ein Scharfschützengewehr auf kurze Distanz verwenden, ohne das Zielfernrohr zu nutzen. Erfordert einiges an Geschick und/oder Glück, da beim Noscopen meist kein Fadenkreuz zu sehen ist.

NPC: Abkürzung von „Non-player Character”. Bezeichnet für gewöhnlich alle Charaktere in einem Game, die nicht von menschlichen Spielern gesteuert werden. Auf Deutsch manchmal auch „NSC” für Nicht-Spieler-Charakter abgekürzt.

ns: Etwas spezifischer als „n1” (siehe dort), ist es doch ein Lob für besonders gelungene Schüsse („nice shot”)

O: oom bis OP

oom: Wenn Dir das Mana ausgegangen ist, bietet sich die Chatnachricht „oom” an – „out of mana”. Dann weiß das Team, dass es aktuell auf Deine Zaubersprüche verzichten muss.

OP: Abkürzung für „overpowered”. Beschreibt beispielsweise zu starke Fähigkeiten oder unausgewogene Charaktere. Meist gleichbedeutend mit „Imba” (siehe dort).

Video: Youtube / Fortune Frenzy

P: PG bis PvP

PG: Abkürzung für „Progaming”. Steht für professionellen esport.

Ping: Bezeichnet die Dauer in Millisekunden, die eine Information vom Spieler-PC bis zum Server und wieder zurück benötigt. Ein zu hoher Ping führt zu „Lag” (siehe dort).

PvE: „Player vs. Environment”. Bezeichnet Modi, in denen Spieler gegen computergesteuerte Gegner kämpfen.

PvP: „Player vs. Player”. Bezeichnet alle Modi, in denen Spieler direkt gegen andere Spieler antreten.

R: Ragequit bis Rush

Ragequit: Ein Spiel aus Wut beenden.

Respawn: Nach einem Abschuss wieder ins noch laufende Spiel einsteigen. Battle-Royale-Vertreter wie PUBG und Fortnite beziehen ihren Reiz auch daraus, dass es keinen Respawn gibt.

Rez/Rezzen: Vom englischen Begriff „to resurrect”, Deutsch: „wiederbeleben”. Nicht zu verwechseln mit „Respawn”. Rezzen kann man nur andere Spieler, etwa als Medic in Battlefield.

Rush: Wird meist in Strategiespielen verwendet. Bezeichnet die Taktik, den Gegner möglichst mit zahlenmäßiger Überlegenheit in die Knie zu zwingen.

S: Strafe bis Spam

Strafe: Bezeichnet in Shootern eine seitliche Bewegung.

Spam/Spammen: Etwas wieder und wieder tun. Man kann Angriffe ebenso spammen wie bestimmte Chatnachrichten oder Zaubersprüche für einen Buff (siehe dort).

T: Trade bis ty

Trade: Wenn zwei Kontrahenten vergleichbare Mengen Schaden anrichten.

ty: Kurz für „thank you”, zu Deutsch: „Danke dir”.

W: Wallhack bis WCS

Wallhack: Unerlaubte Software, die es ermöglicht, durch Wände hindurchzugucken, um sich einen Vorteil zu verschaffen. In der Regel Grund für einen Ban (siehe dort).

WCS: Die „Star Craft 2 World Championship Series”, die wichtigste Turnierserie des Echtzeitstrategie-Titels.

X: XP

XP: Die Erfahrungspunkte einer Einheit oder einer Spielfigur. Abkürzung des englischen Begriffs „Experience”.

Auf unserem Facebook-Kanal stellen wir regelmäßig ein esports-Wort der Woche vor. Wenn Du etwa wissen möchtest, wofür APM steht oder was peeken bedeutet, dann schau einfach mal vorbei.

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