Smart-Home-Sicherheit: So schützt Du Dein vernetztes Zuhause

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Smart-Home-Sicherheit: So schützt Du Dein vernetztes Zuhause

Immer mehr Geräte sind heutzutage miteinander vernetzt. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Du Dich mit deren Sicherheit beschäftigst. Folgende Tipps helfen, Dein Smart Home vor fremdem Zugriff zu schützen.

Richte ein sicheres WLAN-Passwort ein

Da Du Geräte wie beispielsweise smarte Lautsprecher mit dem WLAN verbinden musst, um sie via Sprache steuern zu können, aber nicht nur aus diesem Grund: Sorge dafür, dass Du für Dein Heimnetzwerk ein sicheres und mehr als 16 Zeichen langes WLAN-Passwort erstellt hast. Verwendest Du ein allzu simples Kennwort wie „ABCDEFGHIJKLMNOP“, fällt es Hackern leicht, dieses zu knacken. Im Netz findest Du Listen beliebter, aber unsicherer Passwörter, die aufzeigen, welche Du lieber vermeiden solltest.

Je komplexer und sicherer Deine Kennwörter sind, umso schwieriger wird es vielleicht, sich diese zu merken. Hier helfen jedoch Passwort-Manager aus, die es mittlerweile auch fürs Smartphone gibt.

Wichtige Einstellungen für den Router

Ein weiterer Tipp fürs Smart Home: Stelle sicher, dass Dein Router den Standard WPA2 unterstützt und das WLAN somit verschlüsselt ist. Schalte die Möglichkeit zum Fernzugriff auf den Router aus. Wenn möglich, sollte auch das Feature UPnP („Universal Plug and Play“) ausgeschaltet sein. Das verhindert, dass Ports im Netzwerk geöffnet werden können, was als potenzielles Schlupfloch für Hacker gilt.

Falls Du UPnP jedoch für Spiele oder Chats benötigst: Router wie die FritzBox-Modelle erlauben es Dir, die Funktion nur für einzelne Geräte zu aktivieren. Du kannst UPnP also für die Konsole einschalten, aber für andere Geräte deaktiviert lassen.

Video: Youtube / ZDF wiso

Gehe öffentlichen Netzwerken aus dem Weg

Auch öffentliche Netzwerk können als Schlupflöcher dienen – vor allem dann, wenn sie nicht ausreichend gesichert sind. Vermeide es also, Dich über das öffentliche WLAN im Lieblingscafé bei Deiner Banking-App anzumelden. Mobilfunkverbindungen wie die von Vodafone gelten als sicherer – auch wenn Du dann Datenvolumen verbrauchst, sobald Du im Netz surfst.

Installiere Updates, sobald verfügbar

Für die meisten Programme rollen Entwickler regelmäßig Updates aus, die die Sicherheit der Software verbessern sollen. Ist eine Aktualisierung verfügbar, solltest Du sie unbedingt installieren. Werden Geräte für längere Zeit nicht mit Updates versorgt, gelten sie als weniger sicher. Manche Geräte kannst Du so einstellen, dass sie die Aktualisierungen automatisch durchführen. Das ist durchaus sinnvoll, da Du die Updates dann nicht manuell anstoßen musst.

Zusatz-Tipp: Installiere keine Software eines Drittanbieters, ohne Dich vorher genau darüber informiert und die AGBs durchgelesen zu haben. Jailbreaks oder verdächtige App Stores solltest Du komplett meiden, um Dir nicht aus Versehen schädliche Software aufs Smartphone oder den PC zu holen.

Überlege Dir genau, welche Gadgets Du verwendest

Informieren ist das A und O: Überlege Dir anfangs genau, wie Dein Smart Home aussehen soll und was dafür benötigt wird. Ist es wirklich ein Muss, die Kaffee- oder Waschmaschine via Google Assistant steuern zu können oder reicht es weiterhin aus, sie manuell einzuschalten? Informiere Dich über jedes Gadget und seine Funktionen, bevor Du den Kauf tätigst. Sprich wenn möglich auch mit Fachleuten, die sich mit den Geräten auskennen.

So mancher Ratgeber im Netz rät dazu, smarte Gadgets über das WLAN-Gastnetz laufen zu lassen, sodass sie von den restlichen Geräten im Haus isoliert sind. Hierbei gibt es allerdings einen Haken: Diese Methode funktioniert längst nicht mit jedem Gadget – einige WLAN-Lampen finden dann zum Beispiel nicht das Frequenzband, das sie benötigen.

Eine Alternative zum WLAN-Gastnetz sind sogenannte Smart-Home-Router, die mit den herkömmlichen WLAN-Routern verbunden werden können. Sie überwachen den Datenverkehr für Dich und senden Warnhinweise, sollte es zu ungewöhnlichen Vorgängen kommen. Der Nachteil: Das Ganze ist nicht billig und mitunter musst Du zusätzlich ein kostenpflichtiges Abo abschließen.

Zusammenfassung

  • Richte ein sicheres und langes WLAN-Passwort ein, um Dein smartes Zuhause zu schützen.
  • Nutze mobile Passwort-Manager, um Deine Kennwörter zu verwalten.
  • Vergewissere Dich, dass Dein WLAN verschlüsselt ist.
  • Stelle den eigenen Router so ein, dass kein Fernzugriff möglich ist.
  • Falls Du die UPnP-Funktion nicht für Spiele oder Chats benötigst: Deaktiviere sie in den Einstellungen Deines Routers.
  • Nutze keine öffentlichen Netzwerke.
  • Sofern für ein Gerät oder eine Software von Dir ein Update bereitsteht: Installiere es.
  • Vermeide Jailbreaks und inoffizielle beziehungsweise unsichere App Stores.
  • Nicht jedes Smart-Home-Gadget ist unbedingt nötig: Wähle mit Bedacht aus und informiere Dich im Vorneherein ausreichend darüber.
  • Wende Dich bei Bedarf an Fachleute, die sich mit dem Smart-Home-Bereich und seinen Voraussetzungen auskennen.

Hast Du weitere Tipps, die die Sicherheit des Smart Home betreffen? Teile sie gerne mit der Community, indem Du uns hier einen Kommentar hinterlässt.

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