Am Puls der Digitalisierung: Vodafone Institut beleuchtet Stimmung zur Digitalpolitik in Europa

Vodafone Institut beleuchtet Stimmung zur Digitalpolitik in Europa.
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Am Puls der Digitalisierung: Vodafone Institut beleuchtet Stimmung zur Digitalpolitik in Europa

Wie denken EU-Bürg­er über die Dig­i­talpoli­tik in Europa? Welche Strate­gien hal­ten sie für sin­nvoll? Wo sehen sie am meis­ten Hand­lungs­be­darf? Diesen Fra­gen sind die Mei­n­ungs­forsch­er von Ipsos im Auf­trag des Voda­fone Insti­tuts bei ein­er repräsen­ta­tiv­en Umfrage nachge­gan­gen. Die erste Aus­gabe der neuen Pub­lika­tion­srei­he „Digi­tis­ing Europe Pulse“ zeich­net ein aus­sagekräftiges Stim­mungs­bild aus zehn EU-Mit­gliedsstaat­en.

„Den europäis­chen Bürg­ern ist die Bedeu­tung der Dig­i­tal­isierung zunehmend klar. Sie sehen, dass dies auch in der EU Pri­or­ität genießt und dass entsprechende Maß­nah­men ergrif­f­en wor­den sind“, so Inger Paus, Geschäfts­führerin des Voda­fone Insti­tuts, zum Auf­takt der neuen Pub­lika­tion­srei­he „Digi­tis­ing Europe Pulse“. Welche Maß­nah­men befür­wortet wer­den und was die Men­schen von der Dig­i­talpoli­tik in Europa erwarten, zeigen die ersten Ergeb­nisse der Online-Umfrage von Ipsos, die das Voda­fone Insti­tut beauf­tragt hat.

EU-Bürger erkennen nationale Vorteile durch europäische Digitalpolitik

Die Rolle der Europäis­chen Union bei der Förderung der Dig­i­tal­isierung wurde in den ver­gan­genen Jahren vielschichtig disku­tiert. Von dem pos­i­tiv­en Ein­fluss der EU auf die dig­i­tale Entwick­lung des eige­nen Lan­des sind laut der Online-Befra­gung mehr als zwei Drit­tel der Europäer (68 Prozent) überzeugt. In Deutsch­land sind 27 Prozent der Mei­n­ung, von der EU-Mit­glied­schaft „sehr stark“ zu prof­i­tieren, 42 Prozent zumin­d­est „ein wenig“. Beson­ders gegen­sät­zlich ist das Bild der EU bezüglich der Dig­i­tal­isierung in Osteu­ropa. Während in Ungarn und Polen eine große Mehrheit (jew­eils 75 Prozent) nationale Vorteile durch die europäis­che Dig­i­talpoli­tik und Geset­zge­bung erken­nt, sind es in der Tschechis­chen Repub­lik ger­ade ein­mal 55 Prozent.

Europäer sehen Klimawandel als drängendste Herausforderung

Auf die Frage, welche Her­aus­forderun­gen in der EU in den näch­sten fünf Jahren am ehesten ange­gan­gen wer­den soll­ten, lan­det der Kli­maschutz mit 46 Prozent europaweit an erster Stelle und rang­iert auch in Deutsch­land an der Spitze (48 Prozent). Hand­lungs­be­darf sehen die EU-Bürg­er auch bei den The­men Migra­tion (ins­ge­samt 35 Prozent, in Deutsch­land 30 Prozent) und Armuts­bekämp­fung (34 Prozent, in Deutsch­land 41 Prozent).

Zugle­ich wer­den Tech­nolo­gien und der dig­i­tale Wan­del als Schlüs­sel zur Lösung viel­er gesellschaftlich­er Her­aus­forderun­gen betra­chtet. Beson­ders großes Poten­zial sehen die befragten Europäer in der Bekämp­fung von Krankheit­en (87 Prozent), mehr Daten­sicher­heit (86 Prozent) sowie der Sicherung des Wirtschaftswach­s­tums (84 Prozent) und der finanziellen Sta­bil­ität (82 Prozent). 79 Prozent sind der Mei­n­ung, dass Tech­nolo­gien zum Kli­maschutz beitra­gen kön­nen. Auch in Deutsch­land teilen mehr als drei Vier­tel (76 Prozent) diese Ansicht.

Datenschutz und Cyber-Security haben Priorität

Trotz dieser Ein­schätzun­gen soll­ten laut der Befragten vor­erst andere The­men auf der dig­i­tal­en Agen­da der EU-Poli­tik Pri­or­ität haben. Das Inter­net sicher­er zu machen, ist derzeit ihr wichtig­stes Anliegen. So solle der Schutz per­so­n­en­be­zo­gen­er Dat­en (63 Prozent, in Deutsch­land 57 Prozent), Cyber-Secu­ri­ty (56 Prozent, in Deutsch­land 48 Prozent) und die Bekämp­fung von Hate-Speech sowie Fake-News (51 Prozent, in Deutsch­land 46 Prozent) im Fokus ste­hen. Angesichts der Bedeu­tung des Daten­schutzes für die europäis­chen Ver­brauch­er wun­dert es kaum, dass die Mehrheit der Befragten (60 Prozent in der gesamten EU, in Deutsch­land 57 Prozent) gerne die Wahl haben möchte, ob sie bei Online-Dien­sten mit Geld oder mit per­sön­lichen Dat­en bezahlt.

Breiter Zuspruch für die DSGVO und den europäischen Verbraucherschutz

Dass die EU in den let­zten fünf Jahren bere­its eine Rei­he dig­i­taler Regelun­gen aufgestellt hat, ist den Europäern bewusst. Von 84 Prozent der Befragten, denen die Daten­schutz­grund­verord­nung (DSGVO) bekan­nt ist (in Deutsch­land 88 Prozent), befür­worten gut zwei Drit­tel (64 Prozent) diese Maß­nahme. In Deutsch­land ist die Zus­tim­mung zur DSGVO mit nur 49 Prozent ver­gle­ich­sweise ger­ing. Einen hohen Bekan­ntheits­grad bei EU-Bürg­ern haben auch Regelun­gen zum Ver­brauch­er­schutz (77 Prozent, in Deutsch­land 84 Prozent), denen 67 Prozent der Europäer pos­i­tiv gegenüber­ste­hen (in Deutsch­land 59 Prozent). Europaweit weniger wahrgenom­men wur­den EU-poli­tis­che Ini­tia­tiv­en wie der Aktion­s­plan für dig­i­tale Bil­dung (38 Prozent) oder Strate­gien für die Indus­trie 4.0 (28 Prozent).

EU wird wenig innovativ, aber „hoch entwickelt“ wahrgenommen

Während gut die Hälfte der Befragten die EU beim Ver­brauch­er­schutz im inter­na­tionalen Ver­gle­ich gut aufgestellt sieht, sind die Mei­n­un­gen zu den dig­i­tal­en Vor­re­it­er- und Führungsqual­itäten weniger opti­mistisch. Mit Blick auf die ras­an­ten Entwick­lun­gen in den USA und Chi­na stufen nur 15 Prozent der Europäer die EU als Motor für dig­i­tale Inno­va­tio­nen ein. 36 Prozent bew­erten sie eher als hoch entwick­el­ten Anhänger des tech­nol­o­gis­chen Wan­dels. In Bere­ichen wie kün­stliche Intel­li­genz (KI), dig­i­tale Infra­struk­tur (ein­schließlich 5G) und dig­i­tale Wirtschaft sieht nur etwa ein Drit­tel die EU auf glob­aler Ebene gut posi­tion­iert.

 Es scheint, als wäre die dig­i­tale Trans­for­ma­tion für die EU-Poli­tik ein Draht­seilakt, bei dem einige schwierige Entschei­dun­gen zu tre­f­fen sind. Ein­er­seits müssen dig­i­tale Tech­nolo­gien reg­uliert wer­den, um Daten­schutz, dig­i­tale Pri­vat­sphäre und Cyber­sicher­heit gewährleis­ten zu kön­nen. Ander­er­seits ist die Europäis­che Kom­mis­sion in der Ver­ant­wor­tung, Ini­tia­tiv­en anzus­toßen, mit denen die EU im dig­i­tal­en Zeital­ter wet­tbe­werbs- und inno­va­tions­fähig bleibt.

Neue Publikationsserie dokumentiert Stimmung zur Digitalpolitik in Europa

Ob und wie sich die Wahrnehmung zur Dig­i­talpoli­tik in Europa verän­dert, wird das Voda­fone Insti­tut kün­ftig in den Pub­lika­tio­nen des „Digi­tis­ing Europe Pulse“ analysieren und doku­men­tieren. Die neuesten Ergeb­nisse der fort­laufend­en Studie sollen vierteljährlich veröf­fentlich wer­den, um den Puls Europas abzu­bilden. Erhoben wer­den die Dat­en vom Mei­n­ungs­forschungsin­sti­tut Ipsos bei ein­er repräsen­ta­tiv­en Online-Befra­gung. Die erste Stich­probe umfasste jew­eils 1.000 Bürg­er aus den zehn EU-Mit­gliedsstaat­en Deutsch­land, Frankre­ich, Großbri­tan­nien, Polen, Ungarn, Tschechis­che Repub­lik, Schwe­den, Est­land, Ital­ien und Spanien. Drei europäis­che Dig­i­tal­isierungs-Experten wer­den die Umfrageergeb­nisse in aktuelle Kon­texte einord­nen und kom­men­tieren.

Was hältst Du von der Dig­i­talpoli­tik in Europa? Entsprechen die Umfrage-Ergeb­nisse Dein­er Wahrnehmung? In welchen Punk­ten bist Du ander­er Mei­n­ung? Wir sind ges­pan­nt auf Deinen Kom­men­tar!

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