WWDC 1983 bis heute: Die Highlights der vergangenen Jahre

WWDC 1983 bis heute: Die Highlights der vergangenen Jahre

Einmal im Jahr lässt sich Apple mit Ansage in die Karten blicken und lädt zur legendären WWDC, der World Wide Developers Conference. Der Höhepunkt der Veranstaltung ist immer wieder die Keynote, früher auch gern Stevenote genannt: Die zentrale Präsentation von neuen Produkten, die früher der Firmengründer Steve Jobs abhielt. Die Worte „One more thing..“, mit denen er die Vorstellung von spannenden Neuheiten einleitete, erzeugen bei echten Apple-Fanboys und -Girls immer noch Gänsehaut. Wir schauen auf unsere Highlights der WWDC seit 1983.

Der iPod, iTunes und vor allem das iPhone: Apple hat mit seinen Produkten immer wieder Maßstäbe gesetzt und Veränderungen in ganzen Marktsegmenten angestoßen. Die meisten dieser Innovationen erwähnte Apple das erste Mal auf seiner WWDC – die jährliche Veranstaltung in Kalifornien ist ein begehrter Treffpunkt für Journalisten, Blogger und Technikfreaks.

Doch nicht jeder kann teilnehmen: Die Tickets für die WWDC kosten rund 1600 US-Dollar und werden verlost, da es mehr Interessenten als Plätze gibt. Allerdings reichen Geld und Glück nicht aus, Du musst auch Mitglied in einem Apple Developer Programm sein, um an der Konferenz teilnehmen zu können. Wer alle Kriterien erfüllt, hat aber dann gute Chancen, die heißesten News über einen der kommenden Apple-Meilensteine aus nächster Nähe zu hören. Bis 2009 präsentierte der Technik-Gigant seine Innovationen übrigens auch oft auf der Macworld Convention, einer Messe für Endverbraucher in San Francisco, die Apple ebenfalls für Neuvorstellungen nutzte. Heute fiebern Apple-Fans weltweit jeder WWDC-Keynote entgegen, die seit einigen Jahren auch als Livestream ins Internet übertragen wird.

In der Vergangenheit stellte Apple während der Konferenz folgende Highlights vor:

WWDC 2003: Power Mac G5 und Safari-Browser

Auf der Konferenz im Jahr 2003 wurde mit dem Power Mac G5 der damals leistungsstärkste Apple-Computer vorgestellt, der zudem der erste 64-bit-Desktoprechner war. Ebenfalls bemerkenswert ist die erste Version des Apple-eigenen Browsers Safari, die auch 2003 gezeigt wurde.

Video: Youtube / pelechati

WWDC 2006: Mac Pro, Mac OS X Leopard mit Time Machine und Boot Camp

In 2006 wurde auf der WWDC in San Francisco der neue Mac Pro als Nachfolger des Power Mac G5 eingeführt, damit waren – wie im Vorjahr angekündigt – alle Macs auf Intel-Prozessoren umgestellt. Zeitgleich kam die sechste Version von Mac OS X namens Leopard, unter anderem mit den Features Time Machine und Boot Camp an Bord. Time Machine ist ein extrem schnelles inkrementelles Backup-Programm; es speichert also nur die Änderungen von einem Backup zum nächsten. Und mit der Einführung von Boot Camp wurde es möglich, wahlweise auch Windows beim Booten auf dem Mac zu starten.

WWDC 2007: iPhone-Apps

Das erste iPhone ist 2007 zwar nicht auf der WWDC vorgestellt worden, sondern auf der Macworld, der Veranstaltung für Endkunden. Doch auf der WWDC 2007 wurde die Möglichkeit eröffnet, dass zukünftig auch Drittanbieter Software für das damals revolutionäre Smartphone entwickeln können. Das SDK (Software Developers Kit) dafür wurde im folgenden Jahr vorgestellt. Damit wurde der Grundstein für die Vielzahl an Apps gelegt, die Du heute im App Store und auch im Android Play Store findest: Die Apple-Innovation hat viele Nachahmer angeregt.

WWDC 2008: App Store und MacBook Air und Unibody-Gehäuse

Die Form des neuen MacBook Pro im Aluminiumgehäuse hat anhaltend Maßstäbe gesetzt: Die Idee, das Gehäuse aus einem Stück Aluminium zu fertigen, hat das Design fast aller Notebooks bis heute beeinflusst. In diesem Jahr zeigte Steve Jobs zum ersten Mal ein MacBook Air – ultradünn und extrem leicht. Eine weitere Neuerung in 2008 war der App Store für iPhone und iPod Touch – der iPod Classic wurde übrigens auch nicht während einer WWDC angekündigt, sondern auf einer Macworld Convention.

Video: Youtube / AppleVideoArchive

WWDC 2011: iCloud

Auf der WWDC 2011 war das erste Mal von iCloud die Rede: Der Ort, an dem Du alle Deine Daten über bis zu zehn Geräte synchronisieren und selektiv auch mit Freunden teilen kannst. Dazu gehören E-Mails, Kontaktdaten und Kalender ebenso wie Musik, Fotos und Dokumente und weiteres.

WWDC 2012: MacBook Pro mit Retina-Display

2012 war das erste Mal vom sogenannten Retina-Display die Rede: Der Begriff bedeutet wörtlich „Netzhaut-Bildschirm” und Apple bewarb ihn seinerzeit mit dem Fakt, dass das menschliche Auge nicht in der Lage ist, auf diesem neuartigen Display einzelne Bildpunkte zu identifizieren. Das Retina-Display wurde auf dem MacBook Pro eingeführt, heute kannst Du allerdings auch iPads, iPods, iPhones und iMacs mit diesen hochauflösenden, brillanten Displays bekommen.

Video: Youtube / the unofficial AppleKeynotes channel

WWDC 2014: Apple Watch

In diesem Jahr vergab Apple die Tickets das erste Mal im Losverfahren. Die wichtigste Neuvorstellung auf dieser WWDC war die erste Apple Watch. Inzwischen gibt es die Super-Smartwatch bereits in der vierten Generation mit vielen unverzichtbaren Apps und bald auch einem eigenen App Store. Gerade frisch vorgestellt auf der WWDC 2019: watchOS 6 mit vielen neuen Features wie der Aufzeichnung von Sprachmemos.

Unsere speziellen WWDC-Highlights in der Kurzfassung

Aus den aufgelisteten Highlights stechen diese dadurch hervor, dass sie besonderen Einfluss auf unsere Lieblingsgadgets, das Internet und unser Leben im Allgemeinen hatten und haben:

  • iPhone-Apps: Die Apps haben Smartphones erst „smart” gemacht.
  • MacBook Air: Leichtigkeit und Leistung als Benchmark.
  • MacBook Pro im Alu-Unibody-Gehäuse: Richtungsweisendes Design.
  • iCloud: Das Teilen und Sichern von Daten von überall auf der Welt.
  • Apple Watch: Die Smartwatch von Apple als perfekte Ergänzung des Appleversums.

Was ist Dein Lieblings-Apple-Gadget? Wartest Du auch jedes Jahr auf den Livestream der WWDC-Keynote? Wir freuen uns auf Deine persönlichen Highlights in den Kommentaren.

Titelbild: Pexels / zhan kaiyv

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