Der Protagonist des Spiels Ghostwire: Tokyo
© 2022 Bethesda
Der Protagonist in Sniper Elite 5
Pikachu wehrt einen Treffer von Liberlo in Pokémon Unite ab
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Ghostwire: Tokyo in der featured-Spielekritik: Ein mystischer Städtetrip für Japan-Fans

„Res­i­dent Evil“-Schöpfer Shin­ji Mika­mi und das Team von Tan­go Game­works ent­führen Dich mit „Ghost­wire: Tokyo“ in ein düsteres und men­schen­leeres Tokyo voller Geis­ter. Am 25. März erscheint das Mys­tery-Game für PlaySta­tion 5 und Win­dows PC. Ob uns der First-Per­son-Shoot­er verza­ubert hat, ver­rat­en wir Dir in der fea­tured-Spielekri­tik zu Ghost­wire: Tokyo.

Du kennst die Straßenkreuzung Shibuya Cross­ing bes­timmt aus Fil­men oder Reise-Reporta­gen über Tokyo. Bis zu 15.000 Men­schen über­queren sie bei nur einem Ampel­gang. Aber jet­zt ist sie plöt­zlich men­schen­leer.

99 Prozent der Bevölkerung der Metro­pole sind in Ghost­wire: Tokyo auf einen Schlag ver­schwun­den. Doch Aki­to, den Du in der First-Per­son-Per­spek­tive durch die Stadt lenkst, ist nicht allein. Er begeg­net guten wie bösen Geis­tern, die durch die Stadt wan­dern und mit einem davon teilt er sich for­t­an seinen Kör­p­er. Der Name seines Begleit­ers ist KK und durch ihn bekommst Du als Aki­to magis­che Kräfte ver­liehen. Gemein­sam mit KK ver­suchst Du her­auszufind­en, was zum Ver­schwinden der Bevölkerung Tokyos geführt hat und wie es zu den Geis­ter­erschei­n­un­gen kam. Dabei stellt sich Dir ein bös­er Ober­boss mit Han­nya-Maske in den Weg und oben­drauf ver­suchst Du  Deine Schwest­er zu ret­ten.

Die Straßenkreuzung Shibuya Crossing ist menschenleer im Spiel Ghostwire: Tokyo

Men­schen­leer und von Geis­tern beset­zt: Die Shibuya-Kreuzung in Tokyo. — Bild: © 2022 Bethes­da

Ghostwire: Tokyo – Mysteriöse Streifzüge durch eine Geisterstadt

Bevor Du selb­st als Team Aki­to-KK durch die Stadt streifen darf­st, musst Du erst zahlre­iche Zwis­chense­quen­zen anschauen, die Dir das Geschehen näher­brin­gen. Du kannst sie zwar über­sprin­gen, wir rat­en Dir allerd­ings davon ab. Denn auch wenn uns diese Ein­führung nicht so richtig fasziniert hat, gibt sie Dir einen guten Überblick. Dass diese Cutscenes, die auch während des Games einge­spielt wer­den, nicht beson­ders span­nend sind, liegt vor allem daran, dass die Hand­lung ziem­lich vorherse­hbar ist. Und auch die Dialoge zwis­chen Aki­to und KK wirken nach ein­er Weile redun­dant. Hat­ten wir am Anfang noch Spaß an der Bud­dy-Kom­bi­na­tion à la „Ven­om“, wur­den die Erzäh­lung und Dialoge irgend­wann etwas fad.

Ein Geist in Ghostwire: Tokyo

Die Geis­ter kom­men Dir in Ghost­wire: Tokyo gefährlich nah. — Bild: © 2022 Bethes­da

Glück­licher­weise musst Du Dich in Ghost­wire: Tokyo aber nicht nur um die Haupt­mis­sion küm­mern. Wir hat­ten vor allem an den Neben­mis­sio­nen viel Spaß. Mal musst Du Spezial-Geis­tern helfen, mal Tanu­ki − so heißen die kleinen magis­chen Waschbären − suchen. Die Neben­mis­sio­nen sind schnell erledigt und brin­gen ein gewiss­es Maß an Abwech­slung ins Spiel.

Ghost­wire: Tokyo – die besten Tipps und Tricks zum Release

Deine Hauptmissionen: Geister quer durch Tokyo jagen

Die Haupt­mis­sion führt Dich ein­mal quer durch die Stadt. Du musst an ver­schiede­nen Stellen dafür sor­gen, dass der mys­ter­iöse Nebel ver­schwindet. Er hält sich hart­näck­ig und ist nicht ger­ade zuträglich für Deine Gesund­heit. Dafür musst Du ver­fluchte Tore spir­ituell reini­gen oder mith­il­fe Dein­er Kräfte Gebi­ete von Geis­tern befreien. Natür­lich geht das nicht ohne Wider­stand. Zahlre­iche Erschei­n­un­gen wie gesicht­slose Män­ner mit kaput­ten Regen­schir­men, gruselige Schul­mäd­chen oder noch fiesere Dämo­nen stellen sich Dir ent­ge­gen. Als Waffe dient Dir entwed­er Dein Bogen, den Du recht schnell im Spiel erhältst oder die Magie, die aus Dein­er Hand kommt. Ersteres haben wir kaum benutzt, denn die meiste Zeit hat uns die eigene Magie gute Dien­ste erwiesen.

Die Spielmechanik: Kämpfe im Rückwärtsgang

Mith­il­fe eines Fer­tigkeits­baums kannst Du im Laufe des Spiels Deine Kampf­fähigkeit­en aufrüsten. Grob gese­hen unterteilen sich Deine magis­chen Kräfte in Feuer, Wind und Wass­er. Ganz zu Beginn ste­ht Dir das soge­nan­nte ätherische Weben zur Ver­fü­gung. Das sieht nicht nur fan­tastisch aus, son­dern nutzt auch das volle Poten­zial des Dual Sense Con­troller der PlaySta­tion 5 (auf der wir das Spiel gezockt haben). Beispiel­sweise musst Du für Spezialschüsse den recht­en Trig­ger länger hal­ten. Zudem musst Du ab und an das Touch­pad nutzen und KK spricht sog­ar aus dem Con­troller zu Dir.

Die Kämpfe laufen allerd­ings immer nach dem gle­ichen Schema ab: Beschieß Deinen Geg­n­er, blocke mit L1 einen Angriff und entreiße dem Geist kurz vor dem Knock-Out seinen Kern. Wir haben allerd­ings schnell gemerkt, dass Let­zteres nicht unbe­d­ingt nötig ist und sind dazu überge­gan­gen im Rück­wärts­gang die Geis­ter zu bekämpfen. So umgehst Du das Block­en und kannst Dir die Kämpfe recht ein­fach machen. Lei­der wurde das bei uns zur Ange­wohn­heit und die weit­eren Kämpfe ent­pup­pten sich als kaum span­nen­der. Schade.

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Düstere Ecken, Konbinis und Yokai: Ein Game für Japan-Fans

Wenn Du Dich mit japanis­ch­er Mytholo­gie auskennst, kannst Du an Ghost­wire: Tokyo dur­chaus Deine Freude haben. Nicht zulet­zt durch die ver­schiede­nen mys­tis­chen Dinge, die es zu ent­deck­en gibt. Von Geis­ter­be­freiung mith­il­fe von Papier­fig­uren, über den Besuch von Schreinen bis hin zur Gedankenkom­mu­nika­tion mit magis­chen Tieren, soge­nan­nten Yokai, ist alles dabei. Einge­bet­tet in ein düster wirk­endes Tokyo mit tollen Ray-Trac­ing-Effek­ten, kannst Du Dich schon ein­mal ein paar Stun­den in der Metro­pole ver­lieren.

Ger­ade die Details wie die kleinen 24-Stun­den Läden, soge­nan­nte Kon­bi­nis oder die ganzen Neon­lichter in Shibuya machen jedem Toyko-Fan Freude. Auch wenn sich der Rest des Spiels rel­a­tiv schnell abnutzt, hat­ten wir immer Spaß daran, durch die Stadt zu schlen­dern. Auch wenn die ver­meintliche Open World die meiste Zeit durch den Nebel begren­zt wurde.

Eine Gasse in Tokyo im Spiel Ghostwire: Tokyo

Ghost­wire: Tokyo ist ein mys­tis­ch­er Städtetrip für Japan-Fans. — Bild: © 2022 Bethes­da

Ghostwire: Tokyo in der featured-Spielekritik: Unser Fazit

Ghost­wire: Tokyo hat­te Poten­zial, ein mys­ter­iös­es Open-World-Aben­teuer zu wer­den. Lei­der ist es dem Teamvon Tan­go Game­works und Res­i­dent Evil-Mas­ter­mind Shin­ji Mika­mi nicht gelun­gen, die Ele­mente japanis­ch­er Mytholo­gie dauer­haft span­nend in Szene zu set­zen. Zu redun­dant wirken irgend­wann die Sto­ry, zu repet­i­tiv die Kämpfe. Den­noch hat­ten wir genau dann Spaß, wenn wir uns Abseits der Haupt­mis­sion bewegt haben. Oder ein­fach durch das ver­lassene Tokyo spaziert sind. Als Japan-Fan wirst Du somit Deine Freude an Ghost­wire: Tokyo haben.

Ghost­wire: Tokyo

Plat­tfor­men: PlaySta­tion 5, Win­dows PC
Release-Datum: 25. März 2022
Kosten: Rund 70 Euro
Pub­lish­er: Bethes­da Soft­works
Entwick­ler­stu­dio: Tan­go Game­works

 Du lieb­st die japanis­che Kul­tur? Ver­rate uns in den Kom­mentaren, welch­es J-Game Dich bis­lang am meis­ten in seinen Bann gezo­gen hat.

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