Mann trägt Galaxy Watch 4 am Arm.
Mann trägt einen blauen Fitnesstracker am Handgelenk.

EasyJet „Sneakairs” – Dein Schuh kennt den Weg

Die Dis­count-Air­line Easy­Jet hat, wie es scheint, das Spazierenge­hen für sich ent­deckt. Mit den „Sneakairs“ bringt die Fluglin­ie jet­zt einen eige­nen Schuh her­aus. Damit steigt Easy­Jet allerd­ings nicht nur ins Bek­lei­dungs­geschäft ein, son­dern bere­ichert auch den Markt smarter Wear­ables für die Füße – denn die Sneakairs haben eine Nav­i­ga­tions­funk­tion.

Eine Flugge­sellschaft bringt einen inno­v­a­tiv­en Schuh her­aus – sofort sind sie da, die Hoff­nun­gen der Sci­ence-Fic­tion-Fans: Endlich die lang ersehn­ten Raketen­stiefel? Fliegen bald ganz ohne Blechge­häuse? Laufen nicht nur wie, son­dern tat­säch­lich auf Wolken? Lei­der falsch. Die Sneakairs von Easy­Jet brin­gen Dich nicht hoch in die Lüfte und haben auch keine Sprungfed­ern unter den Sohlen. Dafür kön­nen sie etwas anderes beson­ders gut: Sie zeigen Dir, wo es langge­ht.

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Wie funktioniert die Sneakairs-App?

Die Navi-Schuhe arbeit­en dabei mit Google Maps, um den besten Weg von Deinem Stan­dort zum Zielort her­auszufind­en. Den Let­zteren gib­st Du ein­fach in die zuge­hörige App auf Deinem Smart­phone ein und schon geht es los. Da die App auch im Hin­ter­grund läuft, kannst Du das Handy ruhig in der Tasche behal­ten. Die Sneakairs kom­mu­nizieren via Blue­tooth mit Deinem Handy und nutzen dessen GPS, um Deinen Stan­dort zu bes­tim­men.

Links, rechts, kehrt marsch

Doch wie funk­tion­ieren die Schuhe von Easy­Jet eigentlich? Wie zeigen sie die Rich­tung an?

Das Prinzip ist ganz ein­fach: Über Google Maps find­et die App die beste Route zum Ziel. Die Schuhe bekom­men von Deinem Smart­phone nur noch die Infor­ma­tion, in welche Rich­tung Du als näch­stes abbiegen musst. Das teilen sie Dir dann rechtzeit­ig mit, indem der Schuh auf der jew­eili­gen Seite durch einen kleinen Elek­tro­mo­tor in der Sohle vib­ri­ert. Hast Du mal eine falsche Abzwei­gung genom­men, vib­ri­eren bei­de Schuhe gle­ichzeit­ig, um Dich zum Umkehren zu bewe­gen. Wenn Du Dein Ziel erre­icht hast, vib­ri­eren die Sneakairs dreimal und schal­ten ihre Navi-Funk­tion ab, bis Du ein neues Ziel auswählst.

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Mehr vibrierendes Schuhwerk

So ganz neu ist die Idee mit den vib­ri­eren­den Navi-Schuhen allerd­ings nicht. Schon seit 2014 stellt die Fir­ma Duc­ere mit dem Lechal einen Schuh her, der nach dem­sel­ben Prinzip funk­tion­iert. Dieser war ursprünglich als Ori­en­tierung­shil­fe für Blinde gedacht. Momen­tan ist der Schuh allerd­ings ausverkauft. Erhältlich sind nur noch die Ein­lege­sohlen, die Deine Lieblingss­chuhe mit der Navi-Funk­tion aufrüsten. Auch Easy­Jet plant solche Ein­lege­sohlen. Das wird aber wohl noch etwas dauern – zunächst sollen die Schuhe eauf den Markt kom­men. Sie befind­en sich allerd­ings derzeit noch in der Test­phase.

Die Nav­i­ga­tion hat bei einem Ver­such in Barcelona schon ganz gut funk­tion­iert, aber an anderen Stellen bedür­fen die Sneakairs noch ein­er Über­ar­beitung. So ist zum Beispiel die Akku­laufzeit von etwa drei Stun­den deut­lich zu kurz für den begeis­terten Städte­touris­ten. Ob noch mehr Her­steller auf den Navi-Schuh-Zug auf­sprin­gen, bleibt abzuwarten. Wir sind ges­pan­nt – vielle­icht wer­den in Zukun­ft alle Schuhe mit diesem Fea­ture aus­ges­tat­tet sein.

Was sagst Du dazu? Kön­ntest Du Dir vorstellen, Dich von Deinen Schuhen durch die Stadt führen zu lassen, oder hast Du die Route lieber per Smart­phone-Screen im Blick? Schreib es uns in die Kom­mentare.

Fotos: EasyJet / Media Centre

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