Mann trägt Galaxy Watch 4 am Arm.
Mann trägt einen blauen Fitnesstracker am Handgelenk.

Diese Musik-Gadgets revolutionieren Dein Sounderlebnis

Was wäre das Leben nur ohne inten­sive Beats, eingängige Riffs und chill­ige Klangtep­piche? Beson­ders während lang­weiliger Bah­n­fahrten oder beim Schlen­dern durch die City kann Musik ein uner­set­zlich­er Begleit­er sein. Dank Smart­phones, MP3 Play­ern und heimis­chen Soundsys­te­men musst Du heute nir­gend­wo mehr auf Deine Lieblingssongs in Top-Qual­ität verzicht­en – wenn Du die richtige Ausstat­tung dazu hast.

Opti­maler Sound ist nicht nur angenehm, wenn es um Musik geht: Auch für Gam­ing, Tele­fonate und Apps wie Navis ist eine klare Klan­gaus­gabe wichtig. Vir­tu­al Real­i­ty ist im Kom­men und hat ganz neue Ansprüche, was räum­lichen und immer­siv­en Sound ange­ht. Wir haben uns für Dich mal umgeschaut, was für aktuelle Entwick­lun­gen es im Bere­ich der Head­phones und Musik-Gad­gets gibt und sind auf einige span­nende Geräte gestoßen.

HYM Seed: Edler Plattenspieler mit Bluetooth-Unterstützung

Vinyl-Schallplat­ten erleben derzeit eine Renais­sance. Mit dem HYM Seed gibt es jet­zt einen Plat­ten­spiel­er, der diesen klas­sis­chen Hör­genuss mit smarter Tech­nolo­gie und schick­em Retro-Design verbindet. In Seed steckt unter dem Plat­ten­teller ein Ver­stärk­er mit Laut­sprech­er sowie Wifi- und Blue­tooth-Unter­stützung. So kannst Du damit nicht nur den schwarzen Scheiben lauschen, son­dern auch Deine Lieblings-Playlist ohne Prob­leme in den Raum strea­men. Dazu kommt, dass dieses nüt­zliche Gerät optisch viel her­ma­cht. Die Verklei­dung ist in ein­er schlicht­en, hellen Hol­zop­tik gefer­tigt und erin­nert an die 1970er Jahre.

Die Entwick­ler von HYM ver­sprechen einen hochw­er­ti­gen, immer­siv­en 70 Watt Out­put dank zwei Sub­woofern und zwei Kalot­ten­laut­sprech­ern (dynamis­ch­er Laut­sprech­er mit kup­pelför­miger Mem­bran). Damit die Plat­te nicht von der Per­for­mance gestört wird, gibt es ein tri­an­guläres Federungssys­tem, das Schwingun­gen durch den Laut­sprech­er aus­gle­icht. Für externe Soundsys­teme und Kopfhör­er sind AUX, RCA, SPDIF und USB Ein- und Aus­gänge vorhan­den.

Der schicke Plat­ten­spiel­er lässt sich sowohl mit der beigelegten Fernbe­di­enung als auch mit Deinem Smart­phone steuern. Über Blue­tooth kannst Du jedes dig­i­tale For­mat abspie­len und mit der entsprechen­den App für iOS und Android über Wifi aus­ge­suchte Stream­ing­di­en­ste wie Nap­ster oder TIDAL laufen lassen.

Der HYM Seed hat sein Kick­starter-Ziel erre­icht und ist bere­its in Her­stel­lung. Ab August sollen die ersten Mod­elle aus­geliefert wer­den.

Drumistic: Die Demokratisierung der Drums

Bei der Grün­dung ein­er Band sind gute Drum­mer heiß begehrt: Schlagzeuger brauchen exak­tes Tak­t­ge­fühl, behar­rliche Diszi­plin – aber vor allem: ein sper­riges und teures Schlagzeug, mit dem man sich in sein­er Haus­ge­mein­schaft auch meis­tens eher wenig beliebt macht. Eine Lösung der Tromm­ler-Prob­leme kön­nte ein neues Kick­starter-Pro­jekt bieten.

Dru­mistic ist ein mobiles Gad­get, dass es Dir erlaubt, Schlagzeug ohne Schlagzeug zu spie­len. Zwei Sen­soren, die Du an die Drum­sticks schnallst, reg­istri­eren jeden Anschlag und ver­wan­deln ihn in einen Sound: Snare, Bass, Hi-Hat, fünf Toms und fünf Beck­en kön­nen momen­tan gespielt wer­den, Updates sind in Arbeit. Der Out­put find­et über Dein Smart­phone statt, wahlweise über Kopfhör­er oder Laut­sprech­er.

Drumistic

Foto: © 2016 Drumistic

Die Idee stammt von einem franzö­sis­chen Entwick­lerteam, dass es Men­schen ermöglichen will, auch ohne aufwändi­ges Equip­ment den Beat zu hal­ten. Für Anfänger, die noch kein eigenes Schlagzeug haben, ist Dru­mistic eine Möglichkeit an jedem Ort zu üben, ohne jeman­den in der Umge­bung zu stören. Auch erfahrene Musik­er dürften ihren Spaß mit diesem Gad­get haben. Mit Hil­fe der gratis Smart­phone-App lassen sich die erzeugten Beats aufnehmen, als MIDI spe­ich­ern und als Noten­blatt aus­geben. Es braucht noch nicht ein­mal Drum­sticks: Ein Gitar­ren­spiel­er kann sich zum Beispiel die Sen­soren an den Fuß binden und so seine eige­nen Songs begleit­en.

Das Dru­mistic-Pro­jekt läuft sehr gut auf Kick­starter, braucht aber zurzeit noch etwas Unter­stützung. Wenn es fer­tiggestellt ist, soll das Gad­get auf iOS- und Android-Geräten laufen kön­nen.

Making Weather: Die schwebenden Wolken-Lautsprecher

Richard Clark­son ist bekan­nt für seine abge­fahre­nen Kreatio­nen. Mit seinen neuen Blue­tooth-Laut­sprech­ern in Form von ein­er schweben­den Wolke hat er sich mal wieder selb­st übertrof­fen. Dabei rotiert eine mit einem Lithi­um-Ionen-Akku aus­ges­tat­tete Wolke dank smarter Mag­net-Tech­nolo­gie über einem spiegel­nden, ovalen Sock­el. Neben den Laut­sprech­ern sind in die Wolke noch LED-Lam­p­en ver­baut, die passend zur Musik für ein wahres Musikge­wit­ter sor­gen.

Quelle: Vimeo/Richard Clarkson

Bei dem Gerät im Video han­delt es sich noch um einen Pro­to­typen der „Mak­ing Weather“-Lautsprecher. Noch ist nicht klar, ob es ein Kun­st-Objekt bleiben oder irgend­wann auch kom­merziell ver­trieben wird. Wenn Du gefall­en an der Wolken-Optik gefun­den hast, soll­test Du unbe­d­ingt einen Blick auf das „Vorgänger“-Modell Smart Cloud wer­fen. Diese Laut­sprech­er-Lampe ist in Richard Clark­sons Onli­neshop erhältlich – und kostet um die 3000 Euro.

Sound by Human: Die smarten Ohrmuscheln

Die Zeit der kabel­losen Kopfhör­er ist längst ange­brochen. Ein neuer Ver­such, die Head­phone-Evo­lu­tion auf ein neues Lev­el zu hieven, kommt aus Chica­go und nen­nt sich Sound by Human. Es han­delt sich hier­bei um Hör­er in Ohrmuschelform, die aus weichem Silikon gefer­tigt sind und so anschmiegsam sein sollen, dass Du mit ihnen prob­lem­los im Bett schlafen kannst. Die Human Ohrhör­er sind mit ein­er Rei­he von Funk­tio­nen aus­ges­tat­tet: So kön­nen sie zum Beispiel störende Nebengeräusche fil­tern, haben eine Echtzeit-Über­set­zungs­funk­tion wie der Babelfisch aus „Per Anhal­ter durch die Galax­is“ und sam­meln auf Wun­sch bio­metrische Dat­en des Trägers. Natür­lich sind sie auch mit Deinem Smart­phone kom­pat­i­bel. Wenn Du sie mal nicht auf den Ohren hast, kannst Du sie mag­netisch zusam­men­steck­en und so als Mini­laut­sprech­er benutzen. Ges­teuert wer­den die Wun­der­muscheln durch Fin­gergesten und die Akku-Lebens­dauer wird mit zwölf Stun­den angegeben. Die Crowd­fund­ing-Kam­pagne auf Indiegogo hat ihr Ziel bere­its weit über­schrit­ten. Bis Mitte 2017 musst Du Dich allerd­ings noch bis zum Release von Sound by Human gedulden.

Necksound: Mit dem Beat im Nacken

Als der Design­er Alvaro eines Tags beim Joggen fast beim laut­en Musik hören in einen Unfall geri­et, kam ihm eine Idee: Musik muss unter­wegs nicht unbe­d­ingt direkt auf die Ohren gedrückt wer­den: Es reicht auch, sie in Kopfnähe abzus­pie­len. Her­aus­gekom­men bei Alvaros Über­legun­gen ist Neck­sound. Hier­bei han­delt es sich um ein Hals­band aus Silikon, das Laut­sprech­er und Musik­play­er in einem ist. Das Ganze funk­tion­iert ohne Kabel und gibt Dir ein viel freieres Gefühl als mit Knöpfen in den Ohren. Außer­dem kön­nen Umge­bungs­geräusche bess­er wahrgenom­men wer­den. Beson­ders Läufer, Rad­fahrer und andere Sportler soll­ten sich dieses Wear­able ein­mal genauer anschauen. Über Blue­tooth kannst Du Neck­sound mit Deinem MP3-Play­er oder Smart­phone verbinden. Aber auch ohne exter­nen Play­er lässt sich Musik über den 4 GB großen inte­gri­erten Spe­ich­er abspie­len. Außer­dem hat es ein Mikro­fon zum Tele­fonieren.

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Quelle: Necksound press kit

Nura: Individuell optimierte Headphones

Jed­er Men­sch ist einzi­gar­tig – das gilt auch für das Hörver­mö­gen. Das Ohr ist ein ähn­lich kom­plex­es Sin­nesor­gan wie das Auge. Aber warum haben wir dann Brillen mit indi­vidu­ellen Sehstärken, während alle Kopfhör­er gle­ich sind? Dieselbe Frage hat sich auch das Nura-Team gestellt und prompt Kopfhör­er entwick­elt,  die sich auf jeden einzel­nen Hör­er ein­stellen. Wenn Du diese Head­phones zum ersten Mal auf­set­zt, spie­len sie eine Rei­he von Tönen ab. Die Schall­wellen drin­gen ins Höror­gan, um dann in neu­ronale Impulse umge­wan­delt zu wer­den, die Dich die Musik erleben lassen. Gle­ichzeit­ig wird im Res­o­nanzraum des Mit­tel- und Innenohrs eine Art Echo erzeugt, das wieder nach draußen dringt. Nura kann anhand dieses Echos erken­nen, wie sen­si­bel der Hör­er auf hohe, mit­tlere und tiefe Fre­quen­zen reagiert. Anhand dieser Ergeb­nisse mis­cht der Nura-Kopfhör­er dann ein einzi­gar­tiges Hör­pro­fil zusam­men. So bekommt jed­er seinen opti­malen Sound, aus­ge­hend von der per­sön­lichen Hör­leis­tung. Nura kann mehrere Pro­file spe­ich­ern und erken­nt den jew­eili­gen Träger automa­tisch beim Auf­set­zen.

Basslet: Fühl‘ den Bass

Gute Musik ist mehr als nur für die Ohren. Ein anständi­ger Bass geht durch die Haut und lässt Deinen ganzen Kör­p­er eksta­tisch vib­ri­eren. Mit dem Basslet lassen sich die tiefen Töne jet­zt auch außer­halb von Club und Konz­erthalle fühlen. Was so aussieht wie eine sim­ple Smart­watch ist ein Wear­able der ganz anderen Art: Es gle­icht sich mit der Musik aus dem Smart­phone oder Musik­play­er ab und gibt die Bass­fre­quen­zen als Vibra­tio­nen an Dein Handge­lenk weit­er. Die Musik durch­dringt also nicht mehr nur Deine Ohren, son­dern geht durch Mark und Bein… oder Arm. Das Ergeb­nis ist ein inten­sives Sounder­leb­nis, das man son­st nur von Livev­er­anstal­tun­gen ken­nt. Beson­ders für Spiele und Anwen­dun­gen im Vir­tu­al Real­i­ty-Bere­ich dürfte das Basslet ein sehr inter­es­santes Gad­get sein. Angeschlossen wird es mit Hil­fe eines kleinen Senders, der als 3,5mm-Klinkenadapter zwis­chen Wieder­gabegerät und Head­phones gesteckt wird.

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Quelle: Basslet press kit

Waves Nx: Echtes 3D-Soundgefühl

Guter Sound über Kopfhör­er ist essen­tiell. Wenn es aber um 3D-Sound geht, der aus ver­schiede­nen Rich­tun­gen kommt, haben opti­mal platzierte Laut­sprech­er immer noch die Nase vorn. Beson­ders pro­fes­sionelle Stu­diomusik­er leg­en bei ihrer Arbeit Wert auf authen­tis­chen Raumk­lang. Die Waves Nx sorgt für real­is­tis­chen, vollen Sound, der sich anhört als sei man nicht nur dabei, son­dern mit­ten­drin. Dies funk­tion­iert durch Echtzeit-Head­track­ing: Mit der Web­cam wird die Posi­tion Deines Kopfes genau bes­timmt und jede kleine Bewe­gung wirkt sich auf den Sound aus. Während bei nor­malen Kopfhör­ern der Ton unverän­dert von bei­den Seit­en aus­gegeben wird, wer­den die Fre­quen­zen bei den Waves Nx so angepasst, dass sie sich exakt so anhören als kämen sie aus der Umge­bung. So lassen sich ohne Laut­sprech­er Filme und Games mit 5.1 und 7.1 Sur­round Sound wiedergeben.

97d54f4e7dd6693903355f2d6401bf2f_originalQuelle: WAVES Nx

BE-LINK Gen 4: Integrierter Sound im Helm

Musik sollte auch bei Out­door-Sportarten wie Skat­en oder Biken nicht zu kurz kom­men. Die BE-LINK Gen 4 Head­phones sind speziell für Helmträger entwick­elt. Das muss nicht nur auf dem Fahrrad oder Skate­board sein: Auch Surfer, Wake­board­er, Kanuten und andere wage­muti­gen Sportler kön­nen die kleinen, kabel­losen Kopfhör­er nutzen. Sie funk­tion­ieren wie Miniatur­box­en, die in den Helm eingesteckt und über einen Blue­tooth Con­troller ges­teuert wer­den. Für Gespräche über Dein Smart­phone gibt es ein abnehm­bares Mikro­fon. Übri­gens: Kopfhör­er auf dem Fahrrad und Motor­rad sind in Deutsch­land erlaubt, solange sie nicht zu laut eingestellt sind.

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