Podolski hält einen Fußball in die Kamera mit Vodafone Logo für die Baller League
Auf dem Bild vom DAZN Unlimited-Artikel sind die Fußballstars Erling Haaland, Harry Kane, Kylian Mbappé und Florian Wirtz abgebildet. Von links nach rechts trägt Haaland das hellblaue Trikot von Manchester City, Kane das rote Trikot des FC Bayern München, Mbappé das weiße Trikot von Real Madrid und Wirtz das rote Trikot von Bayer Leverkusen. Die Spieler sind in dynamischen Posen dargestellt, vor einem hellen, himmlischen Hintergrund mit einem angedeuteten Stadion. Unten im Bild befinden sich die Logos von DAZN und der UEFA Champions League.

Was wir dieses Jahr noch von Facebook erwarten können

Face­book ist weit­er­hin auf Expan­sion­skurs und seine Pläne umfassen dabei What­sApp, Vir­tu­al Real­i­ty und noch viel mehr. Wir ziehen ein erstes Zwis­chen­faz­it: Wie hat sich Face­book in den ver­gan­genen Monat­en entwick­elt, was kannst Du vom Social-Media-Riesen noch erwarten und auf was muss in Zukun­ft verzichtet werden?

Face­book gab let­ztes Jahr mehrere Mil­liar­den für den Erwerb von What­sApp und den Her­steller der Vir­tu­al-Real­i­ty-Brille Ocu­lus Rift aus. Daneben kündigte man auf der eige­nen Face­book-Kon­ferenz F8 die Verbesserung der Arbeit hin­ter den Kulis­sen an, sodass vor allem Entwick­ler bess­er mit Face­book arbeit­en kön­nen. Für den durch­schnit­tlichen Nutzer war davon erst­mal nicht viel zu spüren. Das Jahr 2015 war dafür umso span­nen­der: Von Inter­net-Drohnen über erste Neuigkeit­en zu Vir­tu­al Real­i­ty bis zu neuen Face­book-Funk­tio­nen gab es bish­er schon eine Menge Neuerun­gen. Auch wenn einige davon erst nach und nach in Deutsch­land ankom­men werden.

Neue Apps braucht das Land

Die bere­its große App-Welt von Face­book ist dieses Jahr noch ein wenig größer gewor­den. Inzwis­chen nen­nt der blaue Riese ins­ge­samt 19 Apps sein Eigen, darunter natür­lich die Dauer­bren­ner: die Face­book App selb­st, der Mes­sen­ger und Face­book Groups. Im April veröf­fentlichte Face­book dann gle­ich zwei neue Apps. Die erste war Riff, ein Social-Video-Tool, das Dir erlaubt, Video­clips Dein­er Fre­unde zu sehen, mit eige­nen Video­clips zu ergänzen und diese mit anderen Fre­un­den zu teilen. Dage­gen schlägt Hel­lo eine andere Rich­tung ein, will infor­ma­tiv sein und arbeit­et dabei in etwa wie ein dig­i­tales Tele­fon­buch. Mit Hel­lo siehst Du, wer ger­ade anruft, wo die Per­son wohnt, wie viele gemein­same Fre­unde Ihr habt und noch vieles mehr. Außer­dem lassen sich auch Unternehmen, Restau­rants und Orte wie Museen suchen, die Öff­nungszeit­en anzeigen, Routen für die Nav­i­ga­tion erstellen und natür­lich ein­fach nur anrufen. Kür­zlich stellte Face­book eine App namens Moments vor, die das Organ­isieren und Syn­chro­nisieren von Fotos ver­schieden­er Fre­unde vere­in­facht. Wenn Du zum Beispiel auf einem Geburt­stag bist und alle Deine Gäste ver­schiedene Fotos schießen, kann das nun alles ein­fach und bequem in einem gemein­samen Fotoal­bum abgelegt wer­den. So hat jed­er Zugriff auf alle Par­ty­fo­tos, die an dem Abend ent­standen sind. Der neueste Zuwachs zu Face­books App-Fam­i­lie ist Men­tions, eine Live-Video-App­lika­tion. Sie erlaubt Promi­nen­ten, Sportlern und anderen Per­so­n­en der Öffentlichkeit, Videos auf Face­book zu strea­men, an denen die User teil­nehmen und kom­men­tieren können.

Änderungen im Hintergrund

Auf der Social-Media-Plat­tform sind aber auch hier und da an eini­gen Stellschrauben gedreht wor­den. So fügte man für Grup­pen einen Verkaufen-But­ton hinzu, mit dem sich Gegen­stände ab sofort mit einem Preis, Beschrei­bung und Abhol­ung­sort verse­hen lassen. Auch am News­feed wurde gear­beit­et: Mehr Kon­trolle über die angezeigten Neuigkeit­en und die Möglichkeit, neue Seit­en zu ent­deck­en. Außer­dem gibt es nun eine Analyse Deines Nutzungsver­hal­tens, um in Zukun­ft bessere Vorschläge für Videos und Newsar­tikel zu machen. Dabei stellt Face­book fest, wie lange Du einen Artikel gele­sen oder ein Video geschaut hast, und bietet Dir in Zukun­ft the­ma­tisch ähn­liche Inhalte an. Ein weit­eres Augen­merk dieses Jahr legte man auf die Sicher­heit­se­in­stel­lung. Mit einem neuen Quick Check­up lassen sich die Ein­stel­lun­gen überblick­en, den per­sön­lichen Vor­lieben anpassen und Alarme­in­stel­lun­gen für Fremd­lo­gins ein­stellen. Auch die hau­seige­nen Apps haben das eine oder andere Update spendiert bekom­men: Der Mes­sen­ger lässt sich nun auch ohne Face­book-Account nutzen und bietet zudem Videotele­fonie an. Als Let­ztes ist noch On This Day zu erwäh­nen. Ein Fea­ture, das Dir ermöglicht, in alten Erin­nerun­gen zu schwel­gen. Es zeigt Dir täglich an, was Du vor einem, zwei oder drei Jahren an genau diesem Tag gemacht hast und hil­ft Dir, die schön­sten Momente wieder in Erin­nerung zu rufen.

Gute Aussichten für die Zukunft

In Zukun­ft will Face­book noch höher hin­aus – sprich­wörtlich. Erst vor knapp zwei Wochen stellte der Konz­ern seine erste eigene Flug­drohne vor. Sie soll mit Hil­fe von Solaren­ergie bis zu 90 Tage lang in 28 Kilo­me­tern Höhe ihre Run­den drehen und entle­ge­nen Gebi­eten mit fehlen­der Infra­struk­tur die Möglichkeit auf einen Inter­net­zu­gang geben. Noch dieses Jahr will der Inter­netriese mit den ersten Test­flü­gen begin­nen. Klappt alles wie geplant, wür­den mehrere Drohnen ein eigenes Net­zw­erk erstellen, das untere­inan­der und mit den Nutzern am Boden per mil­lime­ter­ge­nauen Lasern kom­mu­niziert und Dat­en überträgt. Wer jedoch bere­its Inter­net hat und vor allem ein Fan von Videospie­len ist, wartet wahrschein­lich schon sehn­lichst auf die Veröf­fentlichung der Ocu­lus Rift. Noch bevor der Hype die bre­ite Masse erre­ichte, schlug Face­book zu und sicherte sich die Vor­re­it­er-Fir­ma in Sachen virtuelle Real­itäten. Seit­dem sind einige Monate und auch Messen ver­gan­gen und alle sind sich einig: Das ist der näch­ste große Schritt im Enter­tain­ment-Bere­ich. Offiziell ist vom ersten Quar­tal 2016 die Rede, doch in den let­zten Tagen gab es erste Gerüchte, man kön­nte eventuell sog­ar schon passend zum Wei­h­nachts­geschäft die erste VR-Brille im Han­del ergat­tern. Es mehren sich auch Gerüchte, dass Face­book an ein­er News-App arbeit­et, die ähn­lich wie Twit­ter funk­tion­ieren soll. Dabei sollen die Nutzer eines oder mehrere The­menge­bi­ete wählen, die von Inter­esse sind, und bekom­men dann 100 Zeichen lange Kurz­nachricht­en zugeschickt. Klingt die Nachricht inter­es­sant, wirst Du mit einem Klick direkt zum vollen Artikel weitergeleitet.

Kleinere Aufräumaktionen

Über das Jahr hat Face­book jedoch auch das ein oder andere Fea­ture ent­fer­nt. Zum Beispiel wur­den die Likes für Seit­en ent­fer­nt, wenn die Accounts der Nutzer deak­tiviert wur­den oder ver­stor­ben sind und in den Gedenkzu­s­tand ver­set­zt wur­den. Laut Face­book will man damit die Sta­tis­tiken für Unternehmen aktu­al­isieren, um ein besseres Feed­back zu bieten. Außer­dem wurde aus der Mes­sen­ger-App die automa­tis­che Stan­dortweit­er­gabe für jede gesendete Nachricht deak­tiviert. In Zukun­ft wird der Stan­dort nur noch mit­geteilt, wenn Du das möcht­est, ähn­lich wie bei What­sApp. Auf Druck von Aktivis­ten ent­fer­nte Face­book im März eine weit­ere Funk­tion: Beim Erstellen eines Sta­tus-Updates kannst Du ver­schiedene Gefühlsla­gen ein­stellen: betrunk­en, ver­liebt, ungeduldig und viele mehr. Der strit­tige Punkt war ein aufge­dun­senes Smi­ley mit der Beze­ich­nung „Feel­ing Fat“. Eine Online-Peti­tion mit 16.000 Unter­schriften sorgte für Aufmerk­samkeit und Face­book ent­fer­nte den entsprechen­den Smi­ley. Damit bekräftigten sie, dass sie auch in Zukun­ft auf das Feed­back der Com­mu­ni­ty hören und man nie­man­den zu nahe treten wollte.

Wie man sieht, war Face­book bish­er sehr umtriebig dieses Jahr. Wir dür­fen ges­pan­nt sein, was noch auf uns zukommt.

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