Mann trägt Galaxy Watch 4 am Arm.
Mann trägt einen blauen Fitnesstracker am Handgelenk.
:

Von praktisch über skurril bis nerdig: Objekte aus dem 3D-Drucker

Super präzise, ver­gle­ich­sweise gün­stig und gren­zen­los kreativ – 3D-Druck­er kön­nen für immer mehr Zwecke einge­set­zt wer­den. Diese sieben Pro­jek­te, von prak­tisch-nüt­zlich bis abge­fahren-nerdig, bieten so ziem­lich alles, was die Herzen von 3D-Druck-Fans und denen, die es noch wer­den wollen, höher schla­gen lässt.

Die Sonnenuhr mit Digitalanzeige

Im Osten geht die Sonne auf, im Süden hält sie Mit­tagslauf, im West­en will sie unterge­hen, im Nor­den ist sie nie zu sehen. Und wenn sie denn scheint, kann man auch bes­tim­men, wie spät es ger­ade ist. Am ein­fach­sten mit ein­er Son­nenuhr – Smart­phones und son­stige Uhren mal außen vor. Und solch eine Son­nenuhr gibt es jet­zt auch aus dem 3D-Druck­er. Nur eben nicht vol­lkom­men nor­mal, son­dern ganz min­i­mal geekig: mit Dig­i­ta­lanzeige. Dann entste­ht auch gar nicht erst der Zwist um Dreivier­tel und Vier­tel vor. Ein leeres Marme­laden­glas, ein paar Schrauben und der „Mag­ic Stick“ reichen aus, um aus Son­nen­licht die Uhrzeit direkt able­sen zu kön­nen. Zumin­d­est zwis­chen 10 und 16 Uhr. Denn im Stab der Uhr befind­en sich Löch­er, die je nach Ein­strahlung Licht durch­lassen. So springt die Uhrzeit im 20-Minuten-Takt immer weit­er – völ­lig ohne Bat­te­rien, Strom oder son­sti­gen Hokus­pokus. Falls Du selb­st einen 3D-Druck­er besitzt, kannst Du Dir die Vor­lage von Entwick­ler Mojop­tix bei Thin­gi­verse herun­ter­laden und daraus Deine eigene Son­nenuhr her­stellen.

Wenn Du keine Lust hast auf die Sonne zu warten, gibt’s hier auch was Smartes für’s Handge­lenk.

Der Druck-Drahtesel aus Metall

Der heißeste Stoff in Sachen Fahrrad kommt aus den Nieder­lan­den – kein Wun­der, denn dort leben auf 100 Men­schen gefühlt Tausende Fahrräder und fühlen sich pudel­wohl. In Ams­ter­dam haben jet­zt Indus­trie-Design-Stu­den­ten einen voll funk­tion­stüchti­gen Fahrradrah­men aus Met­all ge-3d-druckt. Dazu kam der spezielle MX3D-Robot­er zum Ein­satz. Und dieses Teil lässt so manch anderen 3D-Druck­er wie einen mas­siv über­forderten Bana­nen­bieger ausse­hen. Denn anstatt mit Plas­tik wird wahlweise mit Stahl, Alu­mini­um, Bronze oder auch Kupfer gedruckt. Wenn der MX3D-Robot­er nicht ger­ade für Spezial-Pro­jek­te wie das Arc Bicy­cle abkom­mandiert wird, baut er übri­gens gerne Brück­en.

Der Blick über die Schulter eines 3D-Druck-Pioniers

Was geht in den Köpfen der Men­schen vor, die alle Möglichkeit­en des 3D-Drucks auss­chöpfen möcht­en? Die sich über­legen, wie sie die Gren­zen der Physik ein kleines Stück ver­schieben kön­nen? Du hast keine Ahnung? Wie müh­sam so ein Ver­such­sauf­bau sein kann und was das dem schlauen Kopf an der Steuerung wom­öglich abver­langt, hat Andrew Maxwell-Parish im let­zten Jahr ein­drucksvoll demon­stri­ert. Ähn­lich wie der brück­en­bauende Robot­er aus den Nieder­lan­den sollte Andrews 3D-Druck­er auch mit einem ziem­lich unüblichen Werk­stoff arbeit­en: Sprühkäse. Der Video-Dre­it­eil­er auf Youtube mit Prädikat „ultra-nerdig“ ist defin­i­tiv sehenswert:

Wie auf Toastbrot: Die bequemste Sohle der Welt

Es noch nicht lange her, da machte Adi­das mit ein­er beson­deren Ankündi­gung Schlagzeilen: Sports­chuhe aus dem 3D-Druck­er. Kor­rek­ter­weise müsste es Sports­chuhzwis­chen­sohle heißen, aber das klingt nur so mit­tel gut. Denn der Großteil des Schuhs wird auch weit­er­hin auf herkömm­liche Weise pro­duziert. Die 3D-Druck-Inno­va­tion läuft direkt im Fachgeschäft ab. Also, erst läuf­st Du eine Strecke auf einem Spezial-Lauf­band ab und danach kommt die Magie ins Spiel: Ein 3D-Druck­er pro­duziert zwei genau für Deine Füße passende Zwis­chen­sohlen, sodass Du am Ende den per­fekt sitzen­den Schuh am Fuß hast. In Kürze dürfte es weit­ere Infos von Adi­das dazu geben – es bleibt also span­nend.

Latte Art mit viel Liebe aus dem 3D-Drucker

Coffee_20160223Wenn ein waschechter Barista mit abge­fahre­nen Verzierun­gen der Cre­ma loslegt, möchte man am lieb­sten noch eine kleine Cola bestellen, damit man das Bild nicht sofort ruiniert, oder? Für das, was so manch tal­en­tierte Damen und Her­ren da auf den Kaf­fee zaubern, reichen die Foto-Shar­ing-Apps dieser Welt beina­he gar nicht aus. Ein 3D-Druck-Ser­vice treibt es auf die Spitze: der Rip­ple Mak­er. Als Kun­st­banause würde man die Mona Lisa auf Kaf­feeschaum wom­öglich für das Orig­i­nal hal­ten, so präzise arbeit­et dieser beson­dere 3D-Druck­er. Wie die fer­ti­gen Kunst­werke ausse­hen und welche Tech­nik genau dahin­ter­steckt, zeigt Dir mein Kol­lege San­dro hier.

Funky 3D Faces – Dein Gesicht auf einer Lego-Figur

Woll­test Du schon immer mal selb­st in einem Lego-Jet herum­fliegen, in einem riesi­gen Lego-Schloss herrschen oder über ein „Men­sch ärg­ere Dich nicht“-Spielfeld laufen? Dann hat das englis­che Start-up Funky 3D Faces vielle­icht die richtige Lösung für Dich. Denn aus zwei Fotos Deines Kopfes machen die 3D-Druck-Experten einen orig­i­nal­ge­treuen Kopf für eine Legofig­ur. Das Team ver­wen­det hochmod­erne Geräte, die sie nor­maler­weise im medi­zinis­chen und architek­tonis­chen Bere­ich ein­set­zen. Doch wenn alle kün­stlichen Knochen oder Gebäude-Mod­elle gedruckt sind, fährt die Lego-Pro­duk­tion hoch. Dein eigenes Gesicht auf ein­er Legofig­ur braucht unge­fähr zwei Wochen, bis es in Deinem Briefkas­ten lan­det – abso­lut einzi­gar­tig und ein pures Vergnü­gen, wenn Du selb­st in das Lego-Uni­ver­sum ein­tauchen willst.

Das Baby streicheln, bevor der Storch kommt

Zum Schluss zu einem liebevollen, aber doch irgend­wie ziem­lich skur­rilen Pro­jekt: das eigene Baby als 3D-Druck. Also keine Puppe, son­dern ein Abbild des echt­en Babys – oder zumin­d­est fast. Denn die Rede ist hier von Auf­nah­men, die per 3D/4D-Ultra­schall vor der Geburt ent­standen sind. Diesen Ser­vice bietet Baby:Boo in Eng­land an. Wer sich dort für einen 4D-Scan entschei­det, der hat seit Neuestem auch die Möglichkeit, die gemacht­en Bilder als 3D-Druck mit nach Hause zu nehmen und an die Wand zu hän­gen oder auf den Kamin­sims zu stellen. So zieren dann Gesicht – und was der Erden­bürg­er in spe son­st noch in die Kam­era gehal­ten hat – das traute Heim. Schon etwas eige­nar­tig, oder?

Was würdest Du Dir gerne mal in 3D print­en? Drucke es uns in die Kom­mentare.

Titelbildquelle: © ELAT3D Ltd/ funky3Dfaces

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Dich auch interessieren