Junge mit Schwachsichtigkeit trainiert am Screen von Nova Sight seine Augen. Foto: Nova Sight
Hand mit Galaxy Watch4 hält Skateboard
Eine Drohne lässt Baumsamen fallen um den Wald aufzuforsten

Connecting4Good: Neue 3D-Technologie soll Sehschwäche bei Kindern heilen

Die Cure-Sight-Tech­nolo­gie von Nova Sight soll Kindern mit ein­seit­iger Schwach­sichtigkeit (Ambly­opie) helfen. Dafür brauchen die jun­gen Patien­ten wohl nichts weit­er tun, als mit ein­er 3D-Brille Videos auf einem speziellen Mon­i­tor zu schauen. Mehr dazu liest Du in unser­er Rei­he #Connecting4Good

Zwis­chen vier und sechs Prozent der Kinder in Deutsch­land lei­den unter Ambly­opie. Bei dieser Augenkrankheit kann eines der bei­den Augen weniger gut scharf sehen als das andere. Das Gehirn nutzt im Laufe der Zeit das bessere Auge mehr, das andere Auge wird ver­nach­läs­sigt und immer schwäch­er. Die bei­den Augen arbeit­en nicht mehr syn­chron, was zu Dop­pel­bildern führt. Im Englis­chen wird die Ambly­opie deshalb auch „lazy eye“, also faules Auge genan­nt. Wenn ein Kleinkind schon früh begin­nt zu schie­len, kann sich dies zu ein­er Ambly­opie entwick­eln und zu schw­eren Seh­prob­le­men führen. Die Cure-Sight-Tech­nolo­gie von Nova Sight soll betrof­fe­nen Kindern nun eine Behand­lungsmöglichkeit bieten, bei denen sie nichts weit­er tun müssen, als Videos anzuschauen.

Cure-Sight-Screen von Nova Sight, der Kinder von Schwachsichtigkeit heilen soll. Foto: Nova Sight

3D-Stereoskopie gegen Schwachsichtigkeit

Die bish­er häu­fig­ste Meth­ode, um Schwach­sichtigkeit zu heilen, beste­ht darin, das gesunde Auge mit einem Pflaster für einen bes­timmten Zeitraum abzudeck­en. Dann wird das schwache Auge wieder mehr gefordert und kann „auf­holen“. Lei­der ist die Okklu­sions- oder Pflaster­be­hand­lung nicht ger­ade angenehm für das Kind. Auf nur einem Auge zu sehen, also halb­blind zu sein, ist in Kinder­garten und Schule eine starke Ein­schränkung.

Cure Sight bietet nun eine Alter­na­tive zur Pflaster­be­hand­lung bei Ambly­opie an, bei der das Kind weit­er­hin mit bei­den Augen durch den All­t­ag kommt. Anstatt das Auge für län­gere Zeit zu verdeck­en, bekom­men die jun­gen Patien­ten hier eine 3D-Brille mit roten und grü­nen Gläsern, mit der sie für wenige Stun­den am Tag Videos auf einem speziellen Mon­i­tor anschauen.

Cure Sight fördert das schwächere Auge stärker

Bei der rot­blauen Stere­oskopie wer­den zwei leicht unter­schiedliche Bilder mit entsprechen­den Farbtö­nun­gen übere­inan­dergelegt. Bei einem 3D-Film kommt dabei ein räum­lich­es Bild auf der Lein­wand oder dem Mon­i­tor zus­tande. Hier wird diese Tech­nik aber dazu genutzt, das schwächere Auge stärk­er zu fordern als das gesunde. Dafür wird auf der gesun­den Seite anstelle des Video­bildes nur ein unschar­fer Kreis einge­blendet. Damit dieser immer dort ist, wo das Kind auch hin­schaut, kom­men Eye-track­ing-Sen­soren von Tobii zum Ein­satz. Dazu überwacht eine kün­stliche Intel­li­genz die Reak­tio­nen des Kindes und hält die Fortschritte fest.

Cartoons gucken und dabei die Augen heilen

Kinder mit ein­er Sehschwäche nehmen die Anwen­dung von Cure Sight wesentlich bess­er an als die störende und hin­der­liche Abklebe-Behand­lung. Die Patien­ten brauchen bei der Ther­a­pie keine speziellen Train­ings­filme schauen, son­dern kön­nen alles guck­en, was sie wollen, zum Beispiel Youtube-Videos.

Nova Sight gibt an, eine klin­is­che Studie mit Cure Sight durchge­führt zu haben, bei der es nach zwölf Wochen sig­nifikante Verbesserun­gen bei der Sehschärfe und bei­d­seit­igem Sehen (stereoacu­ity) gegeben haben soll.

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Bilder: Nova Sight

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