Connecting4Good: In diesem Café steuern gelähmte Menschen Roboter-Kellner

Connecting4Good: In diesem Café steuern gelähmte Menschen Roboter-Kellner

Gäste des Cafés Dawn Ver Beta in Tokio geben ihre Bestellung bei humanoiden Robotern auf. So weit, so futuristisch. Doch nicht künstliche Intelligenz lässt diese Roboter navigieren und interagieren. Es sind gelähmte Menschen, die die Roboter steuern und so die Möglichkeit erhalten, einen Beruf auszuüben. In unserer Reihe #Connecting4Good stellen wir Dir heute dieses außergewöhnliche Projekt einmal genauer vor. 

Insgesamt arbeiten zehn körperlich beeinträchtigte Menschen in dem Pop-up-Café. Sie nehmen Bestellungen auf, servieren und sorgen dafür, dass Gäste eine gute Zeit im Café haben. Hier erfährst Du, wie das funktioniert und warum solche Roboter-Kellner für alle Beteiligten ein Gewinn sind.

So können gelähmte Menschen Roboter steuern

Im Café fallen unterschiedliche Aufgaben an. Einen Roboter mitsamt seinen Fähigkeiten fernzusteuern müsste doch eigentlich einen vollkommen überladenen Controller mit zig verschiedenen Knöpfen und Joysticks benötigen, oder? Das könnte man denken, doch um bei Dawn Ver Beta im Service anzufangen, benötigst Du bloß Deine Augen. Die Fernsteuerung funktioniert nämlich per Eye-Tracking. Ein Sensor verfolgt dabei Deinen Blick und registriert präzise, wohin Du schaust. Jeder Blickwinkel oder Augenaufschlag ist dann jeweils ein Steuerbefehl an den Roboter. So lassen sich die komplexen Humanoiden nicht nur zwischen den Tischen manövrieren, sondern können eben auch Bestellungen aufnehmen und servieren. Die Gäste brauchen ihre Order dann bloß noch vom Tablett zu nehmen und sind bestens versorgt.

Gesellschaftliche Teilhabe statt günstiger Arbeitskraft

Doch bei einem Café-Besuch spielt auch die persönliche Note eine wichtige Rolle. Gäste freuen sich über aufmerksame Kellner. Und für die zehn gelähmten Mitarbeiter ist die Tätigkeit oft mehr als nur ein Weg, um Geld zu verdienen. Denn während eines Arbeitstages im Café interagieren sie mit vielen verschiedenen Menschen und nehmen aktiv an der Gesellschaft teil. So freuen sich auch alle anderen Beteiligten: Die Gäste fühlen sich ein bisschen wie in der Zukunft, weil ein Roboter an ihren Tisch gefahren kommt. Und dank echter Menschen dahinter klappen die Bestellung und der obligatorische Smalltalk einfach und persönlich.

Von der Pop-up-Erscheinung zum permanenten Café

Das Dawn Ver Beta war bislang nur ein Pop-up-Café, das eine Woche lang geöffnet hatte. Roboter-Hersteller Ory hat es in Anlehnung an die im Jahr 2008 erschienene Anime-Serie Time of Eve gemeinsam mit der Fluggesellschaft All Nippon Airways und der Nippon Foundation ins Leben gerufen. Die Macher sind nach dem Testlauf des Dawn Ver Beta sehr zufrieden und planen jetzt schon weiter: Pünktlich zu den Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio soll schließlich das erste permanente Robo-Café dieser Art seine Pforten öffnen.

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Kennst Du ein Projekt, eine App, ein Gadget oder eine technische Innovation, die wir im Rahmen dieser Reihe unbedingt vorstellen sollten? Dann hinterlasse uns Deinen Kommentar. Vielleicht handelt unsere nächste #Connecting4Good-Story ja davon?

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Findest Du auch, dass die Robo-Kellner ein super Vorbild für Inklusion im Gigabit-Zeitalter sind? Serviere uns Deine Meinung in den Kommentaren.

Titelbild: Orylab

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