Der Schlosspark Babelsberg (1989) wird von der Berliner Mauer durchzogen.
© SPSG_Foto Peter Rohn
Eine Frau mit roten Kopfhörern liegt auf dem Bett und hört etwas auf ihrem Handy.
Beispiel für die Nutzung von Apple Music via SharePlay in FaceTime
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Virtuelle Zeitreise: Mit Augmented Reality zur Berliner Mauer im Schlosspark Babelsberg

Bei einem Besuch im Schloss­park Babels­berg kannst Du Dich kün­ftig auf eine virtuelle Zeitreise begeben. Die App Bor­der Zone bringt Dich mit Aug­ment­ed Real­i­ty (AR) zur Berlin­er Mauer und macht Geschichte auf dem Smart­phone erleb­bar. Was Du bei der AR-Erfahrung zum Schloss Babels­berg ler­nen und ent­deck­en kannst, erfährst Du hier.

VR- und AR-Apps bieten span­nende Möglichkeit­en, um his­torische Ereignisse greif­bar­er zu machen. Wie das ausse­hen kann, find­est Du kün­ftig im Schloss­park Babels­berg her­aus. Die Mixed-Real­i­ty-App Bor­der Zone erzählt die Geschichte des Ortes zu Zeit­en der Berlin­er Mauer und lässt in der Aug­ment­ed Real­i­ty Zeitzeug:innen zu Wort kom­men.

Border Zone: Virtuelle Zeitreise im Schlosspark Babelsberg

Mit der kosten­losen AR-App Bor­der Zone ent­deckst Du bald im Schloss­park Babels­berg auf Deinem Smart­phone oder Tablet dig­i­tale Fußspuren. Wenn Du ihnen fol­gst, lan­d­est Du laut des Online-Por­tals Mixed.de in inter­ak­tiv­en 3D-Szenen und begeg­nest in der Aug­ment­ed Real­i­ty Zeitzeug:innen in Lebens­größe. Die virtuellen Charak­tere bericht­en von ihren per­sön­lichen Erfahrun­gen zu Zeit­en der Berlin­er Mauer.

Der Blick vom Schlosspark Babelsberg über Grenzzäune und Wachturm am Ufer zur Glienicker Brücke im Jahr 1989.

Der Blick vom Schloss­park Babels­berg über Grenz­zäune und Wach­turm am Ufer zur Glienick­er Brücke (1989). — Bild: © SPSG_Foto Peter Rohn

Grund­lage für die AR-Erfahrung sind reale his­torische Ereignisse im ehe­ma­li­gen Gren­zge­bi­et, die auf dig­i­tal­en Samm­lun­gen und Bericht­en von Zeitzeug:innen beruhen. Daneben liefert die AR-App einen virtuellen Quer­schnitt durch die Geschichte und unter­schiedlichen Peri­o­den des Schloss­parks Babels­berg: Von der Entwick­lung der prunk­vollen Gar­te­nan­lage bis hin zur Wiedervere­ini­gung und Gegen­wart.

Auf den Spuren der Berliner Mauer: Geschichte lernen per App

Die 124 Hek­tar große Land­schaft vom Schloss Babels­berg ent­stand 1833 im Auf­trag des Prinzen Wil­helm (später Kaiser Wil­helm I.) und sein­er Frau Augus­ta. Die Land­schaft­sar­chitek­ten Joseph von Lenné und Her­mann von Pück­ler-Muskau ent­war­fen die Parkan­lage. Der Bau der Berlin­er Mauer markierte einen tiefen Ein­schnitt in der Geschichte des Schloss­parks: Diese tren­nte ab 1961 den Ufer­streifen unter­halb des Schloss­es durch Gren­zschutzan­la­gen ab. Die AR-Erfahrung Bor­der Zone soll die Auswirkun­gen dieses dun­klen Kapi­tels virtuell rekon­stru­ieren.

Seit dem Mauer­fall ist der Schloss­park Babels­berg wieder voll­ständig zugänglich und gehört seit 1990 zum Weltkul­turerbe der UNESCO.

Näher dran mit Augmented Reality: Zeitzeug:innen berichten

Entwick­elt wird die AR-App vom Cologne Game Lab (CGL) in Zusam­me­nar­beit mit der Stiftung Preußis­che Schlöss­er und Gärten (SPSG). Aktuell gibt es einen Pro­to­typ, die Veröf­fentlichung ist für den 31. Dezem­ber 2021 vorge­se­hen, wie die SPSG angibt.

„Wir möcht­en den Besuch­ern des Parks den All­t­ag an der Mauer näher­brin­gen und konkrete Momente erfahrbar machen“, erk­lärt Sebas­t­ian Strick­er vom CGL gegenüber dem Online-Por­tal Mixed. „Das kann zum Beispiel eine Sit­u­a­tion mit ein­er Fam­i­lie sein, die einen Aus­flug im Park untern­immt, davon ein Foto machen möchte und von Gren­z­sol­dat­en ange­sprochen wird.“

Die Stiftung Preußis­che Schlöss­er und Gärten will mit dieser AR-Erfahrung Wis­sensver­mit­tlung aus ver­schiede­nen Per­spek­tiv­en fördern und zum Aus­tausch über den Umgang mit dem Weltkul­turerbe anre­gen. Ein beglei­t­en­des Forschung­spro­gramm testet, wie spielerische Erfahrun­gen im öffentlichen Par­kraum sin­nvoll als Medi­um einge­set­zt wer­den kön­nen. Bis vor­erst Ende 2021 fördert die Staatsmin­is­terin für Kul­tur und Medi­en das Vorhaben. Für die Besucher:innen sollen in der Zeit zwei bis drei AR-Episo­den entwick­elt wer­den.

Zeitgeschichte per Smartphone: Historische Ereignisse veranschaulichen

Die Idee, mit Aug­ment­ed Real­i­ty Geschichte zu erzählen und erleb­bar zu machen, ist nicht neu. Der West­deutsche Rund­funk hat 2019 eine AR-App her­aus­ge­bracht, in der Zeitzeug:innen ihre Erleb­nisse während des Zweit­en Weltkrieges schildern. Die App WDR AR 1933-1945 soll die Geschichte für jün­gere Gen­er­a­tio­nen authen­tisch erfahrbar machen.

Wie gefällt Dir die Idee, his­torische Ereignisse virtuell nachzustellen? Hast Du Inter­esse, mit Aug­ment­ed Real­i­ty die Geschichte der Berlin­er Mauer zu erleben? Wir freuen uns auf Deinen Kom­men­tar!

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