Instagram: Likes verschwinden nun auch in Deutschland

Eine Frau fotografiert ihr Essen
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Die Nachbildung eines Pokéball steht in Russland.
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Instagram: Likes verschwinden nun auch in Deutschland

In eini­gen Län­dern hat Insta­gram es schon aus­pro­biert, nun testet das Net­zw­erk den Like-Verzicht auch in Deutsch­land. Was sich genau ändert, erk­lären wir Dir in diesem Artikel.

Insta­gram möchte kün­ftig auf die Anzeige von Likes verzicht­en. Du kannst dann Bilder von anderen Kanälen zwar weit­er­hin mit einem Herzchen verse­hen, Du siehst aber nicht mehr direkt, wie viele andere Nutzer eben­falls auf den Gefällt-mir-But­ton gedrückt haben. Statt „Gefällt 5298 Mal” ste­ht dann dort zum Beispiel nur ein Fre­und, dem das Foto eben­falls gefällt und „weit­eren Per­so­n­en”.

Es fehlt also die direk­te Infor­ma­tion, wie viele Nutzer genau einen Beitrag geliked haben. Tippst Du aber auf „weit­ere Per­so­n­en”, zeigt Dir die App weit­er­hin alle Kon­tak­te an; nur halt keine genaue Zahl. Bei den Videos gibt es die Änderung eben­falls. Die Zahl der Likes Dein­er eige­nen Beiträge bleibt für Dich weit­er­hin sicht­bar.

Erst regional, jetzt weltweit

In Aus­tralien, Brasilien, Kana­da, Irland, Ital­ien und Neusee­land pro­biert Insta­gram bere­its seit eini­gen Monat­en aus, wie das Feed­back der Com­mu­ni­ty auf die Idee ist. Dieses soll eige­nen Angaben zufolge bere­its pos­i­tiv sein, weshalb das Unternehmen den Test weltweit ausweit­et.

Hierzu­lande hat Insta­gram nur aus­gewählte Nutzer für den Ver­such freigeschal­tet. Es kann also sein, dass Du derzeit noch gar keine Verän­derung siehst. Dies dürfte sich allerd­ings bald ändern, da Insta­gram bis­lang den Ein­druck ver­mit­telt, die Neuerung über kurz oder lang in via Update in App inte­gri­eren zu wollen. Face­book testet dies übri­gens derzeit in Aus­tralien eben­falls.

Instagram soll Foto- und keine Mobbing-Plattform sein

Was steckt hin­ter der Aktion? Insta­gram will auf der einen Seite den sozialen Druck von den Nutzern nehmen. Denn wer einen Beitrag postet und damit nur kaum Likes ern­tet, kön­nte Mob­bing-Opfer wer­den, heißt es. Zudem sei Insta­gram kein Wet­tbe­werb, ver­ri­et Insta­gram-Chef Adam Mosseri der FAZ. Vielmehr solle sich die Com­mu­ni­ty wieder mehr auf die Inhalte und nicht auf die Anzahl der Likes konzen­tri­eren.

Offen ist hinge­gen noch, wie Insta­gram die Neuerung für Influ­encer oder Geschäft­sleute anpasst. Diese sind schließlich darauf angewiesen, dass sie ihren (möglichen) Part­nern ihre Reich­weite präsen­tieren. Das Unternehmen sucht derzeit an ein­er Lösung.

Dies ist dur­chaus eine gute Idee, wie wir find­en. Sie wird aber auch kon­tro­vers disku­tiert. Wie find­est Du den Test? Schreibe uns gerne Deine Mei­n­ung.

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