Ein X-Fighter beschießt den Falcon mit Lasern
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Szene aus Fear the Walking Dead Staffel 7
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Zischende Laserstrahlen im Weltraum: Diese 5 Fehler in Sci-Fi-Filmen siehst Du immer wieder

Gehörst Du zu den Zuschauer:innen, die jede kleine Unko­r­rek­theit in einem Film laut anprangern? Oder lässt Du Dich lieber verza­ubern und siehst großzügig darüber hin­weg, wenn ein Sci-Fi-Spek­takel die Gren­zen der Physik kom­plett außer Acht lässt? Damit Du beim näch­sten „Star Wars”- oder „Star Trek”-Abend auch ganz genau Bescheid weißt, was möglich ist und was nicht, haben wir Hol­ly­wood nach Film­fehlern durch­forstet. Diese wis­senschaftlichen Fehler in Sci-Fi-Fil­men siehst Du immer wieder!

Der Name des Gen­res sagt ja schon alles: In der Sci­ence-Fic­tion wer­den erfun­dene Geschicht­en erzählt, bei denen wis­senschaftliche Errun­gen­schaften in der Zukun­ft, auf frem­den Wel­ten oder in alter­na­tiv­en Real­itäten eine Rolle spie­len. Wie die Anteile von Sci­ence und Fic­tion allerd­ings gewichtet sind, vari­iert stark.

Wissenschaftliche Fehler in Sci-Fi-Filmen: Von Hard- bis Soft Sci-Fi

Auf der einen Seite gibt es Filme wie „2001: Odyssee im Wel­traum”, bei denen peni­bel darauf geachtet wird, dass physikalis­che Gren­zen einge­hal­ten und wis­senschaftliche Fak­ten beachtet wer­den. Bei solch­er „Hard Sci-Fi”, also har­ter Sci­ence-Fic­tion, ste­hen Wis­senschaft und Tech­nik meist auch sto­rymäßig im Vorder­grund. Bei „Inter­stel­lar” und „Der Mar­sian­er” wurde zum Beispiel beson­ders auf eine real­is­tis­che Umset­zung geachtet.

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Daneben gibt es auch „Soft Sci-Fi”, also Filme und Serien, bei denen es nicht so wichtig ist, ob etwa ein Über­licht-Raum­schif­fantrieb in der echt­en physikalis­chen Welt auch funk­tion­ieren würde. Solange die Geschichte span­nend und die Action spek­takulär ist, wer­den wis­senschaftliche Fehler großzügig in Kauf genom­men.

Hier sind die fünf häu­fig­sten Fehler in Sci-Fi-Fil­men, bei denen die Gren­zen der Physik regelmäßig über­schrit­ten wer­den.

1) Planeten mit nur einem Ökosystem

Soweit wir das beurteilen kön­nen, sind Plan­eten (und möglicher­weise Monde) die einzi­gen Orte im Uni­ver­sum, auf denen Leben, wie wir es ken­nen, gedei­hen kann. Tiere, Pflanzen, Pilze und tech­nisch begabte Lebens­for­men kön­nen unser­er Erfahrung nach nur entste­hen, wenn es ein Gle­ichgewicht aus miteinan­der agieren­den Ökosys­te­men gibt. Die Erde beste­ht aus ein­er Mis­chung von Ozea­nen und Land­massen. Es gibt hier Wüsten, Step­pen, Gebirge, Wälder und Sümpfe. Die Bio­di­ver­sität in diesen Leben­sräu­men ist bed­ingt durch wech­sel­nde Tem­per­a­turen, Wasserkreis­läufe und unter­schiedliche Sonnene­in­strahlung.

Viele Sci­ence-Fic­tion-Filme lassen ihre Geschicht­en allerd­ings auf Plan­eten spie­len, die nur von einem einzel­nen Ökosys­tem beherrscht wird: Wasser­plan­eten, Wüsten­plan­eten oder voll­ständig bewaldete Plan­eten. Zwar gibt es, wenn wir etwa in Rich­tung Mars schauen, auch im echt­en Uni­ver­sum Him­mel­skör­p­er mit nur sehr wenig Abwech­slung auf der Ober­fläche. Allerd­ings passiert dort nicht sehr viel.

Ein Raumschiff ist auf dem Wüstenplanet Jakku verunglückt

Ein Wüsten­plan­et wie Jakku ist sehr unre­al­is­tisch. — Bild: STAR WARS: DAS ERWACHEN DER MACHT: Jet­zt strea­men auf Dis­ney+ ©Lucas­film Ltd. All Rights Reserved.

Orte, wie etwa der Wald­mond Endor oder der Sumpf­plan­et Dagob­ah aus „Die Rück­kehr der Jedi-Rit­ter”, sind sehr unre­al­is­tisch – denn dort, wo Wald oder Sumpf wächst, muss es auch andere Ökosys­teme und Wärme­zo­nen geben. Ein kom­plett gefroren­er Eis­plan­et, wie Hoth in „Das Imperi­um schlägt zurück”, ist zwar denkbar, allerd­ings kön­nten sich dort kaum säugetier­ar­tige Krea­turen wie Wampas oder Tauntauns entwick­eln.

2) Geräusche und Explosionen im Weltraum

Sicher­lich ein­er der beliebtesten Fehler in Sci-Fi-Fil­men: Wenn sich Raum­schiffe in den Weit­en des Weltalls bekriegen, knallt und röhrt es wie auf einem irdis­chen Schlacht­feld. Dabei ist es physikalisch unmöglich, dass man im Wel­traum irgendwelche Geräusche hören kön­nte. Denn Schall­wellen sind Schwingun­gen, die laut den Geset­zen der Physik nur über Moleküle in der Luft weit­er­ge­tra­gen wer­den kön­nen. Und da der Wel­traum außer­halb unser­er Atmo­sphäre bekan­ntlich voll­ständig luftleer ist, kann dort kein Schall entste­hen und kein Ton an unsere Ohren gelan­gen. Geräusche wie Motoren, Schüsse oder Zusam­men­stöße spie­len sich im echt­en Weltall also laut­los ab.

Die meis­ten Filme, die im Wel­traum spie­len, ignori­eren diese physikalis­chen Geset­ze und lassen es ordentlich krachen – von Star Wars bis Mar­vel. Lass das aber keinen Grund zur Beschw­erde sein, denn ohne Ton kön­nte es im Kino schnell lang­weilig wer­den. Laut­lose Aus­nah­men sind Filme, die die Raum­fahrt möglichst real­is­tisch darstellen wollen, wie „Grav­i­ty” oder 2001 – Odysse im Wel­traum.

3) Laserpistolen und Lichtschwerter

Kinobesucher:innen sind schon lange daran gewöh­nt, dass sich Auseinan­der­set­zun­gen in Fil­men oft mit Pis­tolen lösen lassen. Sci­ence-Fic­tion-Streifen sind dabei häu­fig keine Aus­nahme. Auf den frem­den Plan­eten wer­den Laser­pis­tolen gezückt und abgeschossen, als wären sie Revolver mit Bleikugeln. Laser­pis­tolen, die echt­en Schaden anricht­en, sind zwar tech­nisch möglich, wür­den sich aber ganz anders ver­hal­ten als im Film. Erst ein­mal wür­den aus ihnen keine sicht­baren, kurzen Laser­strahlen kom­men. Eine real­is­tis­che Laser­waffe würde eher ähn­lich wie ein großer Laser­point­er funk­tion­ieren. Der Strahl wäre nur im Nebel sicht­bar, wenn sich das Licht an Molekülen in der Luft reflek­tiert. Dazu würde es keinen „Pew-Pew”-Sound machen, son­dern genau­so geräuscharm wie jede Lampe vor sich hin strahlen.

Und einen Rück­stoß, wie ihn die filmis­chen Schütz:innen gerne beim Schießen vollführen, gibt es auch nicht. Lasergewehre sind bere­its in der Real­ität angekom­men. Dies gilt allerd­ings nicht für die Laser­schw­ert­er aus Star Wars, deren Licht- oder Plas­mas­trahl auf unerk­lär­liche Weise ein­fach auf einen Meter begren­zt ist – physikalisch ist das wohl unmöglich.

Sturmtruppen schießen mit Laserkanonen

Auch beim Ein­satz von Laser­waf­fen sind die Star Wars-Filme „schuldig”, wis­senschaftlich falsche Darstel­lun­gen zu machen – aber das gilt eben­falls für unzäh­lige andere Block­buster wie „Blade Run­ner” und „Ter­mi­na­tor”. — Bild: STAR WARS: DAS ERWACHEN DER MACHT: Jet­zt strea­men auf Dis­ney+ ©Lucas­film Ltd. All Rights Reserved.

4) Humanoide Aliens

Wer­den wir jemals fremdes, intel­li­gentes Leben auf anderen Plan­eten ent­deck­en? Angesichts der Größe des Uni­ver­sums ist das zwar möglich, aber nicht unbe­d­ingt wahrschein­lich. Aber dass die Aliens dann auch noch ausse­hen wie wir – dafür ist die Wahrschein­lichkeit wirk­lich ger­ing.

Wir Men­schen kön­nen uns leicht vorstellen, dass Lebe­we­sen auf einem anderen Plan­eten eben­falls auf­grund der Schw­erkraft zwei Beine entwick­elt haben kön­nten. Und muss man nicht auch min­destens zwei Arme haben, um Werkzeuge zu benutzen? Möglich, aber ist es nicht auch genau­so wahrschein­lich, dass sich kluge Wesen aus Schleim oder beset­zt mit Ten­takeln eben­falls kul­turell und tech­nol­o­gisch weit­er­en­twick­eln kön­nten? Das Prob­lem hier­bei ist nur, dass wir Aliens, die so gar nicht wie wir ausse­hen, wom­öglich nicht ein­mal als Lebe­we­sen erken­nen kön­nen und noch weniger als Filmheld:innen akzep­tieren wür­den. Deshalb ist es vielle­icht bess­er und auch prak­tis­ch­er, wenn unsere Sci-Fi-Filmwel­ten mehr mit men­schenähn­lichen Wesen bevölk­ert sind. Beson­ders in „Star Trek”-Filmen und -Serien wim­melt es nur so vor Alien-Rassen, die verdächtig wie Men­schen ausse­hen, die Knete und Schminke im Gesicht haben …

5) Ohne Helm auf fremden Planeten spazieren

Nach ein­er lan­gen Reise durch unendliche Weit­en hast Du es schließlich geschafft. Du bist auf einem unbekan­nten Plan­eten gelandet und kannst diesen nun gründlich erkun­den. Am besten natür­lich zu Fuß in einem dün­nen Rau­manzug, denn was soll schon passieren? Ein Mess­gerät zeigt an, dass es hier genug Sauer­stoff gibt – das ist das sichere Zeichen dafür, dass die Crew die Schutzhelme abnehmen und dur­chat­men kann, oder?

Rey (Daisy Ridley) mit dem BB-8

In fast keinem Star Wars-Film wird vorher geprüft, ob genug Sauer­stoff vorhan­den ist. — Bild: STAR WARS: DAS ERWACHEN DER MACHT: Jet­zt strea­men auf Dis­ney+ ©Lucas­film Ltd. All Rights Reserved.

Was in Fil­men so easy daher kommt, würde auf ein­er echt­en Plan­etenexkur­sion wohl kein vernün­ftiger Men­sch machen. Wir Men­schen sind an die Ver­hält­nisse in unser­er Erdat­mo­sphäre angepasst und kön­nen abseits von der sehr speziellen Luftzusam­menset­zung aus Stick­stoff, Sauer­stoff und anderen Gasen kaum unter anderen Bedin­gun­gen über­leben. Selb­st vier­tausend Meter über dem irdis­chen Meer­esspiegel, wo es ger­ingfügig anderen Luft­druck und etwas weniger Sauer­stoff gibt, wird es ohne Eingewöh­nung schon schwierig zu über­leben. Wie kann es da auf einem völ­lig frem­den Plan­eten unge­fährlich sein? Mal ganz abge­se­hen von Sporen, Bak­te­rien und anderen Din­gen, die den Men­schen zu schaf­fen machen kön­nen.

Viele Filme nehmen diesen Fehler in Kauf, um die Schauspieler:innen nicht die ganze Zeit hin­ter einem klo­bi­gen Raum­fahrerhelm ver­steck­en zu müssen. Beson­ders in den „Alien”-Filmen soll­ten die Men­schen bess­er darauf acht­en, Helme zu tra­gen, um nicht von einem Face­hug­ger attack­iert zu wer­den … Wer­den sie es denn nie ler­nen?

Welche wis­senschaftlichen Fehler in Sci-Fi-Fil­men sind Dir son­st noch aufge­fall­en? Schreib uns in die Kom­mentare, was für Details Dich aufre­gen oder zum Lachen brin­gen!

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