Chris Pine in The Contractor
© 2022 LEONINE Distribution GmbH
Auf dem Bild zum Scrubs Reboot sind die Hauptcharaktere aus der Serie in einer humorvollen Gruppenaufnahme zu sehen. Von links nach rechts stehen Dr. Bob Kelso (Ken Jenkins) mit einem Skelett, Dr. Cox (John C. McGinley) mit verschränkten Armen, Dr. Elliot Reid (Sarah Chalke) in blauer Kleidung, J.D. (Zach Braff) sitzend mit Stethoskop, Turk (Donald Faison) in grüner Kleidung, der Hausmeister (Neil Flynn) mit einem Wischmopp und Carla (Judy Reyes) in orangefarbener Kleidung. Die Szene ist lebendig und voller Witz.
Auf dem Bild in dem Artikel zu den Reality-Shows 2026 ist eine Hand mit einer Fernbedienung im Vordergrund zu sehen, die auf einen großen, leicht verschwommenen Fernseher gerichtet ist. Auf dem Bildschirm erscheinen zahlreiche bunte Vorschaubilder.

The Contractor in der featured-Filmkritik: Nicht jeder Auftrag sollte angenommen werden

Chris Pine heuert als Armee-Vet­er­an bei ein­er Söld­nertruppe an und soll einen schwieri­gen Auf­trag meis­tern, der nicht nur ihn in Gefahr bringt. Wir ver­rat­en Dir in unser­er „The Con­trac­tor“ - Filmkri­tik, ob sich der Gang ins Kino für Dich lohnt.

Sergeant James Harp­er (Chris Pine) wurde bei einem Aus­land­sein­satz ver­wun­det und ver­sucht seine Schmerzen mit Medika­menten unter Kon­trolle zu bekom­men. Allerd­ings geht er für die Pillen nicht zu einem Arzt, son­dern zu einem Dro­gen­händler, was ihn schließlich seine Armee-Kar­riere kostet. Er wird ohne Bezüge ent­lassen und muss for­t­an schauen, wie er seine Fam­i­lie ernährt. Die Schulden tür­men sich auf und so muss eine schnelle Lösung her. Prak­tis­cher­weise taucht just in dieser schwieri­gen Sit­u­a­tion James alter Armee-Kumpel Mike (Ben Fos­ter) auf und bietet ihm an, sich einem paramil­itärischen Söld­nerkom­man­do anzuschließen. Die genauen Hin­ter­gründe über den Auf­trag in Europa erläutert der Auf­tragge­ber Rusty Jen­nings (Kiefer Suther­land) zwar nicht, aber James ist auf diesen Job angewiesen. Unglück­licher­weise geht bei der Durch­führung nahezu alles schief und James wird zum Gejagten.

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The Contractor: Blasse Geschichte, blasse Charaktere

Die Geschichte um den gefal­l­enen Ex-Sol­dat­en James begin­nt erstaunlich ruhig und nahezu zäh. Lan­gat­mig wird erzählt, warum James aus der Armee geflo­gen ist und warum er den neuen Job annehmen muss. Lei­der bleiben die Charak­tere dabei recht far­b­los. Gillian Jacobs als James Frau Bri­anne oder auch Ben Fos­ter haben besten­falls nur Gas­tauftritte in der Geschichte, die zu stark auf den Hauptcharak­ter set­zt. Selb­st Kiefer Suther­land als Auf­tragge­ber mit zweifel­haftem Motiv wirkt fad. Sog­ar die zweite Hälfte des Films, die deut­lich straf­fer durchex­erziert wird, wirkt nicht zulet­zt durch schwache Charak­terze­ich­nun­gen und eine zu vorherse­hbare Sto­ry öde. Dabei hat­te die eigentliche The­matik dur­chaus Potential.

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Fehlende Tiefe in der Storyline

Dem Film zugrunde liegt näm­lich das schwierige The­ma mit dem Umgang von Vet­er­a­nen, die nach ihr Zeit bei der Armee oft nur sehr schw­er Fuß fassen. Diese drama­tis­che Kom­po­nente, die zu Anfang noch hier und da durch­blitzte, wird in der zweit­en Hälfte des Streifens durch ras­ante Action übertüncht. Auch wenn Chris Pine durch Berlin und Osteu­ropa jagt und zeitweise ein gewiss­es „Bourne“- oder „Jack Reach­er“- Feel­ing aufkommt, stört uns ins­ge­samt den­noch der fehlende Tief­gang in der Geschichte. Immer­hin set­zt Regis­seur Tarik Saleh auf Real­is­mus bei der Darstel­lung der Haupt­stadt. Berlin ist dreck­ig und das sieht man. Grau in grau spielt die Stadt eine erstaunlich wichtige Rolle und ist auf para­doxe Weise so ein­er der weni­gen Licht­blicke des Films.

Während die Geschichte ins­ge­samt wenig Tief­gang hat, bril­liert zumin­d­est Chris Pine als Pro­tag­o­nist des Films. — Bild: © 2022 LEONINE Dis­tri­b­u­tion GmbH

Chris Pines stoische Gelassenheit

Chris Pines stois­che Per­for­mance eines Ex-Sol­dat­en, den wed­er etwas über­raschen noch erschüt­tern kann, ist solide. Keine über­bor­dende Het­zerei von einem Ort zum anderen, kein Ego-Trip mit Schießwut. James über­legt erst ein­mal, bevor er han­delt. Das ist erstaunlich erfrischend und ger­ade in der ersten Hälfte des Films bril­liert Pine durch diese vorder­gründi­ge Beson­nen­heit und den kühlen Kopf. Das Prob­lem ist allerd­ings, dass nicht nur die solide Leis­tung von Pine stoisch ist, son­dern der gesamte Film. Regis­seur Saleh stützt sich dabei zu sehr auf seinen Hauptcharak­ter, ohne diesem viel Leben einzuhauchen und ver­säumt eine Geschichte zu erzählen, die auch nur im Ansatz inter­es­sant ist.

Unser Fazit

Abge­se­hen von der extremen Vorherse­hbarkeit, die Du eventuell schon in dem einen oder anderen Thriller gese­hen hast, stört uns am Film, dass er viel Poten­tial ver­schenkt. Die Charak­tere wirken alle­samt blass und auch die dur­chaus soli­den Action­szenen kön­nen nicht darüber wegtäuschen, dass es sich bei The Con­trac­tor eigentlich um ein Dra­ma han­delt. Dumm nur, dass auch dieses nicht richtig auserzählt wird und sich nicht entschei­den kann, was nun eigentlich wirk­lich das The­ma des Films sein soll. Dieser Auf­trag ist mal so richtig schiefgegangen.

The Contractor

Genre: Thriller
Bun­desstart: 14. April
Laufzeit: 103 Minuten
FSK: 16
Regie: Tarik Saleh
Drehbuch: J.P. Davis

Span­nende Filme mit Agen­ten, Söld­nern und einem gewis­sen Ver­schwörungsmo­ment haben es Dir ange­tan? Ver­rate uns in den Kom­mentaren Deinen Lieblings­film aus diesem Genre. 

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