Mason Thames als Finney Shaw im Film The Black Phone
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Auf dem Bild zu DSDS 2026 sind drei Jurymitglieder der Castingshow nebeneinander vor einem blauen Hintergrund zu sehen.
Auf dem Bild in dem Artikel zu den Reality-Shows 2026 ist eine Hand mit einer Fernbedienung im Vordergrund zu sehen, die auf einen großen, leicht verschwommenen Fernseher gerichtet ist. Auf dem Bildschirm erscheinen zahlreiche bunte Vorschaubilder.

The Black Phone – Sprich nie mit Fremden | Kritik: Bei diesem Thriller legst Du besser nicht auf

Das Tele­fon klin­gelt, Du gehst ran, nie­mand ist am anderen Ende, Du hörst nur Rauschen. Oder ist da doch mehr? Und was will eigentlich der unheim­liche Typ gegenüber? Regis­seur und Drehbuchau­tor Scott Der­rick­son wirft mit seinem neusten Hor­ror-Thriller Fra­gen über Fra­gen auf. Die wichtig­ste: Lohnt sich der Film über­haupt? Das ver­rat­en wir Dir in unser­er Kri­tik zu „The Black Phone – Sprich nie mit Fremden“.

1978: In ein­er amerikanis­chen Kle­in­stadt nahe Den­ver in Col­orado ver­schwinden nacheinan­der mehrere Kinder. Schnell macht die Geschichte um den soge­nan­nten „Greifer“ (Ethan Hawke), der Kinder ver­schleppt und ermordet, die Runde. Gwen (Madeleine McGraw) und ihr Brud­er Finney (Mason Thames) bekom­men dieses Gerede mit. Von nun an träumt  Gwen immer wieder von einem Mann, einem Van und schwarzen Luft­bal­lons.  Finney ver­sucht nicht darüber nachzu­denken. Bis er selb­st Opfer des Greifers wird.

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Der Serienkiller hält den Jun­gen in einem schalldicht­en Keller gefan­gen. Doch dort erre­ichen Finney selt­same Anrufe − von einem Tele­fon, dessen Kabel durchgeschnit­ten ist. Kann Finney dem Greifer entkom­men und wer sind die mys­ter­iösen Anrufer?

The Black Phone: Langsam entwickelt sich der wahre Horror

Zu Beginn des Films ver­fol­gst Du zwei Kinder bei ihren täglichen Quere­len: Finney wird ver­prügelt und seine Schwest­er Gwen von vie­len gemieden. Denn sie hat Visio­nen und selt­same Träume, die den meis­ten Men­schen Angst machen.

Finney Shaw (Mason Thames) und Gwen Shaw (Madeleine McGraw) auf dem Heimweg im Film The Black Phone

Das Geschwis­ter­paar: Finney (Mason Thames) und Gwen Shaw (Madeleine McGraw). — Bild: © 2022 UNIVERSAL STUDIOS. All Rights Reserved.

Du kön­ntest den Ein­druck gewin­nen, dass es sich bei The Black Phone um einen klas­sis­chen Ent­führungs-Thriller han­delt. Aber weit gefehlt! Nach etwa einem Drit­tel der Laufzeit − wenn immer mehr Kinder und schlussendlich auch Finney ver­schwinden − ent­fal­tet sich der Streifen erst richtig. Dreh und Angelpunkt ist ein schwarzes Tele­fon mit durchgeschnit­ten­em Kabel, das Finney im Keller des Greifers ent­deckt. Ohne zu viel spoil­ern zu wollen: Mit dem ersten Klin­geln begin­nt der Hor­ror − aber auch die kribbel­nde Spannung.

Scott Derrickson kehrt zurück zu seinen Horror-Wurzeln

Nach­dem Regis­seur und Drehbuchau­tor Scott Der­rick­son mit den bei­den „Doc­tor Strange“-Filmen Erfolge gefeiert hat, kehrt er mit The Black Phone – Sprich nie mit Frem­den zu seinen Hor­ror-Wurzeln zurück. Schließlich hat er uns mit Fil­men wie „Sin­is­ter“ oder „Der Exorzis­mus von Emi­ly Rose“ das Fürcht­en gelehrt. Gemein­sam mit Joe Hill, dem Sohn von Stephen King, der mit­tler­weile selb­st eine Hor­ror-Leg­ende ist, schrieb er das Drehbuch zu The Black Phone. Die Vor­lage dafür war eine Kurzgeschichte von Hill.

Regisseur Scott Derrickson am Set vom Film The Black Phone.

Regis­seur und Drehbuchau­tor Scott Der­rick­son am Set von The Black Phone. — Bild: © 2022 UNIVERSAL STUDIOS. All Rights Reserved.

Das Duo erzeugt zuerst eine kurze Wohlfühlphase, um ein Gefühl für das 70er-Jahre-Kle­in­stadt-Set­ting zu bekom­men. Doch schnell macht sich eine unheim­liche Grund­stim­mung, gepaart mit so manchem Schock­ef­fekt, bre­it. Dabei ver­liert The Black Phone nie die Geschichte und die Span­nung aus den Augen. Es gibt immer weit­ere Fäden, die sich zum großen Ganzen zusam­men­find­en, ohne zu viel zu erklären.

Kein Anschluss unter dieser Nummer?

Was hat es mit Finneys Schwest­er Gwen und deren Mut­ter auf sich? Wer ist der Greifer und warum ist er so, wie er ist? Und wie funk­tion­iert das abgeschnit­tene Tele­fon? Uns wun­dert es nicht, wenn Dir eben­falls solche Fra­gen durch den Kopf schießen. Aber obwohl sie nur zum Teil, ober­fläch­lich oder gar nicht beant­wortet wer­den, stört es den Fluss des Films über­haupt nicht.

Du wirst fest­stellen, dass diese Herange­hensweise erstaunlich gut funk­tion­iert und es nicht ärg­er­lich ist, dass Vieles unbeant­wortet bleibt. Denn bis auf den zen­tralen Punkt, näm­lich die Frage wer da anruft – was ziem­lich schnell offen­sichtlich ist− ist alles etwas schleier­haft. Aber das ist schlussendlich auch nicht essen­ziell für das Vorankom­men der Geschichte. Der­rick­son und Hill konzen­tri­eren sich auf den Span­nungs­bo­gen und das hat sich gelohnt.

Ein intensiver Spannungsbogen und perfekt besetzte Hauptrollen

Der Span­nungs­bo­gen funk­tion­iert auch deshalb so gut, weil der Fokus auf dem Geschwis­ter­paar und den Anrufern liegt und nicht auf dem Greifer. Du fieberst mit, wenn Finney einen sein­er zahlre­ichen Fluchtver­suche startet. Oder wenn Gwen ver­sucht von außen die Suche nach ihrem Brud­er voranzutreiben.

Madeleine McGraw als Gwen ist der her­rlich freche Coun­ter­part zu Finney. Ihre Schlagfer­tigkeit sorgt für einige erle­ichternde Lach­er. Aber ger­ade Mason Thames als Finney überzeugt auf ganz­er Lin­ie. Smart ohne altk­lug zu sein kommt Finney daher und fällt, auch dank Hil­fe, nicht auf die Tricks des Greifers rein. Endlich mal ein Streifen, bei dem wir nicht auf­sprin­gen und „das war eine ganz schön doofe Idee!“ rufen wollen.

Ein wenig schade ist, dass wir so wenig von Ethan Hawke sehen – im wahrsten Sinne des Wortes. Sein Gesicht steckt meis­tens hin­ter ein­er merk­würdi­gen Maske und da der Fokus nicht auf ihm liegt, bekom­men wir nur wenig von seinem Spiel mit. Aber wenn er dann mal in Aktion tritt, mimt er überzeu­gend den Psy­chopa­then, ganz ohne viel zu sagen.

Ethan Hawke als der Greifer in The Black Phone

Erstaunlich wenig Screen-Zeit und dann auch noch hin­ter ein­er Maske ver­steckt: Ethan Hawke. — Bild: © 2022 UNIVERSAL STUDIOS. All Rights Reserved.

The Black Phone – Sprich nie mit Fremden In der Kritik: Unser Fazit

The Black Phone – Sprich nie mit Frem­den ist ein überzeu­gen­der Hor­ror-Thriller, der ger­ade durch seinen Span­nungs­bo­gen überzeugt. Aber auch die Hor­rorele­mente, inklu­sive so manchem Jump­scare, kön­nen sich sehen lassen. Vor allem der Cast und die durch­dachte und fes­sel­nde Geschichte sind es, die Dich im Kino pos­i­tiv über­raschen und angenehm gruseln wer­den. Ein featured-Filmtipp!

The Black Phone – Sprich nie mit Fremden

Genre: Hor­ror, Thriller
Bun­desstart: 23. Juni
Laufzeit: 103 Minuten
FSK: Ab 16 Jahren freigegeben
Regie: Scott Der­rick­son
Drehbuch: Scott Der­rick­son

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