Sci-Fi-Verschwörungs-Serie Spides: Augen auf beim Drogenkauf

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Dennis Mojen als Ossi und Lisa Vicari als Isi im Netflix-Film"Isi und Ossi"
Friends from College Cobie Smulders
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Sci-Fi-Verschwörungs-Serie Spides: Augen auf beim Drogenkauf

Die in Deutsch­land pro­duzierte Serie „Spi­des“ nimmt Dich mit in die Berlin­er Club­szene, inklu­sive ein­er ver­rück­ten und gefährlichen Droge, Aliens und aller­hand Ver­schwörungs­the­o­rien. Ob sich der Trip auf Pay-TV-Sender SYFY lohnt, liest Du in unser­er Spi­des Serienkri­tik

Bere­its am 5. März hält eine neue deutsche Pro­duk­tion­shoff­nung Einzug in Dein Wohnz­im­mer. Zumin­d­est sofern Du, unter anderem mit GigaTV, den Sender SYFY empfängst. Hier warten dann in wöchentlichem Tur­nus acht Fol­gen der Serie auf Dich und nehmen Dich mit auf einen Trip, der es in sich hat: Mit­ten im Berlin­er Nachtleben macht eine Droge die Runde, die für das Ver­schwinden junger Leute ver­ant­wortlich ist. Das ist aber noch nicht das Schlimm­ste! Aliens haben die Droge erfun­den, um aus Men­schen wil­len­lose Wirte zu machen. Wir haben uns bere­its die ersten drei Fol­gen ange­se­hen und ver­rat­en Dir in unser­er Spi­des Serienkri­tik, warum Du für die Serie auf SYFY umschal­ten soll­test.

Spides Serienkritik: Atemlos durch die Nacht

Nora (Ros­abell Lau­ren­ti Sell­ers) wacht endlich aus dem Koma auf. Aber alles ist anders als zuvor, denn sie erin­nert sich an nichts. Nicht an ihre Eltern, nicht an ihre Fre­unde und schon gar nicht an ihr früheres Leben. Die Schuld daran sehen Ärzte und ihre Eltern Helen (Désirée Nos­busch) und Ron (Fran­cis Ful­ton-Smith) bei der neuen Par­ty­droge „Blis“, die ger­ade in der Berlin­er Nacht­club­szene ihren Umlauf macht. Nicht nur Nora ist nach der Ein­nahme ver­schwun­den und dann verän­dert wieder aufgewacht, beziehungsweise aufge­taucht, son­dern auch eine Rei­he ander­er junger Men­schen. Das ruft die bei­den Ermit­tler David (Falk Hentschel) und Nique (Flo­rence Kasum­ba) auf den Plan. Ihre Ermit­tlun­gen führen sie tief in den Dro­gen­sumpf und die Par­tyszene von Berlin. Aber auch Nora möchte wis­sen, was passiert ist und forscht auf eigene Faust nach. Dabei stößt sie auf ein Geheim­nis, was nicht nur sie erschüt­tert, son­dern die ganze Men­schheit gefährden kön­nte: Aliens wollen mith­il­fe der Droge die Men­schen infil­tri­eren und so die Erde in ihre Gewalt brin­gen. Und Noras Leben ist viel enger mit den Aliens verknüpft, als ihr lieb ist.

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Deine Augen machen bling-bling

Dun­kle Clubs, eine pink-lila Droge, die über Augen­tropfen zuge­führt wird und furchte­in­flößende Aliens, die mith­il­fe men­schlich­er Scher­gen langsam, aber sich­er Berlin infil­tri­eren. Was als Prämisse dur­chaus span­nend klingt, startet in der ersten Folge erst ein­mal mit ein­er soli­den Charak­tere­in­führung und der klas­sis­chen Irreführung des Zuschauers. Was ist los in den Pseu­do-Berghains? Warum kippt sich der Kom­mis­sar zu Recherchezweck­en die Dro­gen selb­st ins Auge und warum sprechen, zumin­d­est in der Orig­i­nal­fas­sung der deutschen Pro­duk­tion, alle Englisch? Zumin­d­est let­ztere Frage lässt sich ein­fach beant­worten: Showrun­ner Rain­er Mat­su­tani hat sich NBC Uni­ver­sal Inter­na­tion­al ins Boot geholt und zielt mit der Serie auf eine inter­na­tionale Ver­mark­tung ab. Das ist zwar schön und gut, allerd­ings wirken die Dialoge im Orig­i­nal oft etwas schlak­sig und unge­lenk. Abge­se­hen davon hapert es häu­fig an Sinn und Zweck so manch­er Unter­hal­tung. Dadurch liegen Rollen und Ver­ban­delun­gen einzel­ner Charak­tere, die offen­bar den Zuschauer zu einem späteren Zeit­punkt über­raschen sollen, nach zwei Sekun­den auf der Hand.

Lieber gar keinen Trip als einen schlechten

Nach­dem man sich einiger­maßen vom vorherse­hbaren Schock erholt hat, dass wohl Aliens für die selt­same Droge, die aus Men­schen wil­len­lose Zom­bies macht, ver­ant­wortlich sind, geht Mat­su­tani noch einen Schritt weit­er und streut schnell Ver­schwörungs­the­o­rien. Wer steckt wirk­lich hin­ter den fiesen Machen­schaften? Wer hil­ft den Aliens und warum sind Noras schein­bare Fre­unde megaselt­sam? Eigentlich bietet „Spi­des“ viele gute Ansätze, mit denen man als Zuschauer auch gut unter­hal­ten wer­den kön­nte. Ver­wirrung kommt allerd­ings lei­der aus anderen Grün­den auf, als man sich gewün­scht hätte: Durch die teils sehr lan­gat­mige und wilde Geschichts­führung, die stereo­typ geze­ich­neten Charak­tere und die offen­sichtlichen Ver­schwörungsan­sätze macht sich schnell eine gewisse Verärgerung bre­it. Licht­blick sind dabei die com­put­era­n­imierten Effek­te.

Spi­des hat ein paar inter­es­sante Ansätze, die aber lei­der an manchen Stellen schwach umge­set­zt wur­den. Rain­er Mat­su­tani muss sich den direk­ten Ver­gle­ich zu anderen deutschen Mys­tery-Pro­duk­tio­nen, wie beispiel­sweise Dark, gefall­en lassen und muss hier aus unser­er Sicht Lehrgeld zahlen. Da helfen dann lei­der auch keine Alien-Augen­tropfen mehr. Soll­test Du allerd­ings mal wieder Lust auf komis­che Ver­schwörungs­the­o­rien, Aliens, selt­same Dro­gen­trips und die Farbe Lila in all ihren Facetten haben, so kannst Du Dir ab dem 5. März die Serie auf SYFY, übri­gens auch emp­fang­bar über GigaTV, gön­nen. Wir sind ges­pan­nt auf Deine Mei­n­ung! Das war unsere Spi­des Serienkri­tik. Übri­gens haben wir auch mit Showrun­ner Rain­er Mat­su­tani über die Serie gesprochen. Das ganze Inter­view find­est Du hier.

Du schaust gerne Sci-Fi- und Mys­tery­se­rien? Erzäh­le uns in den Kom­mentaren von Dein­er Lieblingsserie.

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