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Bild aus Son of Sam: Selbstporträt eines Mörders
Auf dem Bild zu Germany's next Topmodel 2026 ist Heidi Klum zu sehen, die vor einem violetten Hintergrund steht. Sie trägt ein beigefarbenes Outfit mit geknoteter Bluse und posiert mit einem selbstbewussten Lächeln. Ihr langes blondes Haar fällt locker über die Schultern, während sie die Hände in die Hüften stützt.

Sci-Fi-Verschwörungs-Serie Spides: Augen auf beim Drogenkauf

Die in Deutsch­land pro­duzierte Serie „Spi­des“ nimmt Dich mit in die Berlin­er Club­szene, inklu­sive ein­er ver­rück­ten und gefährlichen Droge, Aliens und aller­hand Ver­schwörungs­the­o­rien. Ob sich der Trip auf Pay-TV-Sender SYFY lohnt, liest Du in unser­er Spi­des Serienkritik

Bere­its am 5. März hält eine neue deutsche Pro­duk­tion­shoff­nung Einzug in Dein Wohnz­im­mer. Zumin­d­est sofern Du, unter anderem mit GigaTV, den Sender SYFY empfängst. Hier warten dann in wöchentlichem Tur­nus acht Fol­gen der Serie auf Dich und nehmen Dich mit auf einen Trip, der es in sich hat: Mit­ten im Berlin­er Nachtleben macht eine Droge die Runde, die für das Ver­schwinden junger Leute ver­ant­wortlich ist. Das ist aber noch nicht das Schlimm­ste! Aliens haben die Droge erfun­den, um aus Men­schen wil­len­lose Wirte zu machen. Wir haben uns bere­its die ersten drei Fol­gen ange­se­hen und ver­rat­en Dir in unser­er Spi­des Serienkri­tik, warum Du für die Serie auf SYFY umschal­ten solltest.

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Spides Serienkritik: Atemlos durch die Nacht

Nora (Ros­abell Lau­ren­ti Sell­ers) wacht endlich aus dem Koma auf. Aber alles ist anders als zuvor, denn sie erin­nert sich an nichts. Nicht an ihre Eltern, nicht an ihre Fre­unde und schon gar nicht an ihr früheres Leben. Die Schuld daran sehen Ärzte und ihre Eltern Helen (Désirée Nos­busch) und Ron (Fran­cis Ful­ton-Smith) bei der neuen Par­ty­droge „Blis“, die ger­ade in der Berlin­er Nacht­club­szene ihren Umlauf macht. Nicht nur Nora ist nach der Ein­nahme ver­schwun­den und dann verän­dert wieder aufgewacht, beziehungsweise aufge­taucht, son­dern auch eine Rei­he ander­er junger Men­schen. Das ruft die bei­den Ermit­tler David (Falk Hentschel) und Nique (Flo­rence Kasum­ba) auf den Plan. Ihre Ermit­tlun­gen führen sie tief in den Dro­gen­sumpf und die Par­tyszene von Berlin. Aber auch Nora möchte wis­sen, was passiert ist und forscht auf eigene Faust nach. Dabei stößt sie auf ein Geheim­nis, was nicht nur sie erschüt­tert, son­dern die ganze Men­schheit gefährden kön­nte: Aliens wollen mith­il­fe der Droge die Men­schen infil­tri­eren und so die Erde in ihre Gewalt brin­gen. Und Noras Leben ist viel enger mit den Aliens verknüpft, als ihr lieb ist.

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Deine Augen machen bling-bling

Dun­kle Clubs, eine pink-lila Droge, die über Augen­tropfen zuge­führt wird und furchte­in­flößende Aliens, die mith­il­fe men­schlich­er Scher­gen langsam, aber sich­er Berlin infil­tri­eren. Was als Prämisse dur­chaus span­nend klingt, startet in der ersten Folge erst ein­mal mit ein­er soli­den Charak­tere­in­führung und der klas­sis­chen Irreführung des Zuschauers. Was ist los in den Pseu­do-Berghains? Warum kippt sich der Kom­mis­sar zu Recherchezweck­en die Dro­gen selb­st ins Auge und warum sprechen, zumin­d­est in der Orig­i­nal­fas­sung der deutschen Pro­duk­tion, alle Englisch? Zumin­d­est let­ztere Frage lässt sich ein­fach beant­worten: Showrun­ner Rain­er Mat­su­tani hat sich NBC Uni­ver­sal Inter­na­tion­al ins Boot geholt und zielt mit der Serie auf eine inter­na­tionale Ver­mark­tung ab. Das ist zwar schön und gut, allerd­ings wirken die Dialoge im Orig­i­nal oft etwas schlak­sig und unge­lenk. Abge­se­hen davon hapert es häu­fig an Sinn und Zweck so manch­er Unter­hal­tung. Dadurch liegen Rollen und Ver­ban­delun­gen einzel­ner Charak­tere, die offen­bar den Zuschauer zu einem späteren Zeit­punkt über­raschen sollen, nach zwei Sekun­den auf der Hand.

Lieber gar keinen Trip als einen schlechten

Nach­dem man sich einiger­maßen vom vorherse­hbaren Schock erholt hat, dass wohl Aliens für die selt­same Droge, die aus Men­schen wil­len­lose Zom­bies macht, ver­ant­wortlich sind, geht Mat­su­tani noch einen Schritt weit­er und streut schnell Ver­schwörungs­the­o­rien. Wer steckt wirk­lich hin­ter den fiesen Machen­schaften? Wer hil­ft den Aliens und warum sind Noras schein­bare Fre­unde megaselt­sam? Eigentlich bietet „Spi­des“ viele gute Ansätze, mit denen man als Zuschauer auch gut unter­hal­ten wer­den kön­nte. Ver­wirrung kommt allerd­ings lei­der aus anderen Grün­den auf, als man sich gewün­scht hätte: Durch die teils sehr lan­gat­mige und wilde Geschichts­führung, die stereo­typ geze­ich­neten Charak­tere und die offen­sichtlichen Ver­schwörungsan­sätze macht sich schnell eine gewisse Verärgerung bre­it. Licht­blick sind dabei die com­put­era­n­imierten Effekte.

Spi­des hat ein paar inter­es­sante Ansätze, die aber lei­der an manchen Stellen schwach umge­set­zt wur­den. Rain­er Mat­su­tani muss sich den direk­ten Ver­gle­ich zu anderen deutschen Mys­tery-Pro­duk­tio­nen, wie beispiel­sweise Dark, gefall­en lassen und muss hier aus unser­er Sicht Lehrgeld zahlen. Da helfen dann lei­der auch keine Alien-Augen­tropfen mehr. Soll­test Du allerd­ings mal wieder Lust auf komis­che Ver­schwörungs­the­o­rien, Aliens, selt­same Dro­gen­trips und die Farbe Lila in all ihren Facetten haben, so kannst Du Dir ab dem 5. März die Serie auf SYFY, übri­gens auch emp­fang­bar über GigaTV, gön­nen. Wir sind ges­pan­nt auf Deine Mei­n­ung! Das war unsere Spi­des Serienkri­tik. Übri­gens haben wir auch mit Showrun­ner Rain­er Mat­su­tani über die Serie gesprochen. Das ganze Inter­view find­est Du hier.

Du schaust gerne Sci-Fi- und Mys­tery­se­rien? Erzäh­le uns in den Kom­mentaren von Dein­er Lieblingsserie.

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