Midway – Für die Freiheit: Bildgewaltiges Schlachtspektakel

Pilot in "Midway" in seinem Flugzeug. Foto: Universum Film
Elisabeth Moss in Der Unsichtbare
Freud im Büro

Midway – Für die Freiheit: Bildgewaltiges Schlachtspektakel

Drei amerikanis­che Piloten gegen die japanis­che Marine. Im action­ge­lade­nen Kriegse­pos Mid­way – Für die Frei­heit han­delt von der See- und Luftschlacht um die Insel­gruppe Mid­way. Ob sich dafür der Gang ins Kino lohnt und was Roland Emmerich selb­st zum Film zu sagen hast, erfährst Du in unser­er Kri­tik.

Am 7. Dezem­ber 1941 find­et der Über­raschungsan­griff der japanis­chen Marine auf den Flot­ten­stützpunkt Pearl Har­bour statt und die Amerikan­er treten notge­drun­gen in den Zweit­en Weltkrieg ein. Ein halbes Jahr später kommt es auf den Mid­way-Atollen zu einem Gefecht, das den Ver­lauf des Krieges wieder ändern kön­nte. Denn zwar sind die Japan­er zahlen­mäßig über­legen, aber die USA haben einen Plan, um wieder die Ober­hand zu gewin­nen. Ober­be­fehlshaber Admi­ral Nimitz (Woody Har­rel­son) ist näm­lich überzeugt davon, dass eine Gruppe aus­geze­ich­neter Piloten, beste­hend aus Dick Best (Ed Skrein), Wade McClusky (Luke Evans) und Clarence Dick­in­son (Luke Klein­tank) gute Chan­cen dazu hät­ten, das Blatt zugun­sten der USA zu wen­den.

Was Roland Emmerich selb­st zu Mid­way sagt, erfährst Du in unserem Inter­view.

Ein Kriegse­pos ganz ohne roman­tis­chen Kitsch

Mid­way – Für die Frei­heit muss sich wohl oder übel den Ver­gle­ichen zu Michael Bays Film Pearl Habour gefall­en lassen. Dabei kommt Roland Emmerichs neuer Streifen bei weit­em bess­er weg. Sei es durch die grandiosen und auch der neueren tech­nis­chen Möglichkeit­en geschulde­ten Bilder oder vor allem durch das Fehlen von roman­tis­chem Kitsch als zen­trales Ele­ment. Liebe find­et in diesem Film nur wenig Platz, dafür gibt es sehenswerte Momente en masse.

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Bom­bastis­che Optik, eindi­men­sion­ale Charak­tere

Ger­ade die CGI-Szenen, also die com­put­era­n­imierten Sequen­zen, die in den atem­ber­auben­den See- und Luftschlacht­en beson­ders zu Buche schla­gen, sind so insze­niert, dass sich der Gang ins Kino mehr als lohnt. Emmerich zaubert, gemein­sam mit Haup­tkam­era­mann Rob­by Baum­gart­ner, ein ständi­ges Feuer­w­erk an Effek­ten und genial einge­fan­genen Kam­er­awinkeln ab. Da verzei­ht man gerne auch den ein oder anderen Pathos­mo­ment, der bei Emmerichs Fil­men ein­fach dazuge­hört. Das hat der Regis­seur ja bere­its in seinen anderen Fil­men wie Inde­pen­dence Day oder Der Patri­ot, ganz offen zur Schau gestellt

Nicht ganz gelun­gen sind lei­der die Charak­tergestal­tung, allen voran Ed Skrein als Dick Best. Die Iden­ti­fika­tion mit dem Hau-drauf-Piloten fällt schw­er und der Schaus­piel­er beweist oft­mals ein­fach zu wenig Charis­ma, was die Rolle dur­chaus gebraucht hätte. Auch alle anderen Mit­stre­it­er sind eher zum Vergessen, was der Geschichte und ger­ade den Piloten kaum gerecht wird.

Wenn Du Pearl Habour mocht­est, wirst Du Mid­way – Für die Frei­heit lieben! Soll­test Du allerd­ings die Nase voll­haben von über­zo­gen­em US-Patri­o­tismus, kön­ntest Du von dem Streifen irgend­wann gen­ervt sein. Allerd­ings gehört das bei einem Action-Dra­ma mit Fokus auf his­torische Ereignisse auch irgend­wie dazu, oder?

Mid­way – Für die Frei­heit

Genre: Kriegs­film / Action­film

Bun­desstart: 07.11.2019

Laufzeit: 139 Minuten

FSK: Ab 12 Jahren

Regie: Roland Emmerich

Drehbuch: Wes Tooke

Du begeis­terst Dich für His­to­rien­filme? Ver­rate uns in den Kom­mentaren Dein per­sön­lich­es High­light.

Titel­bild: Uni­ver­sum Film

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