Emilia Clarke und Henry Golding in Last Christmas
© © 2019 Universal Studios
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Last Christmas: Ja, ist denn heute schon Weihnachten?

Jedes Jahr aufs Neue läutet vor allem ein Hit die Wei­h­nacht­szeit ein: „Last Christ­mas“ von Wham. Doch nur ein Ohrwurm ist mit­tler­weile nicht genug. Jet­zt kommt auch eine gle­ich­namige Liebeskomödie in die Kinos. Ob das zur vor­wei­h­nachtlichen Stim­mung beiträgt, erfährst Du in unser­er Kri­tik.

“Last Christ­mas, I gave you my heart.” Gern geschehen, denn Du hast nun bes­timmt eine Block­hütte im tief­sten Schnee vor Augen. Genau­so muss es Schaus­pielerin und Drehbuchau­torin Emma Thomp­son auch gegan­gen sein, denn der Song aus George Michaels Fed­er inspiri­erte sie zum Skript für den gle­ich­nami­gen Film.

Kate (Emil­ia Clarke) lebt mehr schlecht als recht in Lon­don: Sie schlägt sich mit Gele­gen­heit­sjobs durch – ger­ade ist sie als Elfe für einen Wei­h­nacht­sladen angestellt – hat ständig Knatsch mit ihrer Mut­ter (Emma Thomp­son) und auch in ihrem Liebesleben läuft alles nicht so richtig gut. Doch alles ändert sich, als plöt­zlich der mys­ter­iöse und etwas ver­schrobene Tom (Hen­ry Gold­ing) vor ihrem Laden auf­taucht und Kates Leben ordentlich auf den Kopf stellt. Er hat sich näm­lich in den Kopf geset­zt, aus Kate einen besseren Men­schen zu machen. Ob ihm das wohl gelingt und er vielle­icht sog­ar der Richtige ist?

Es weihnachtet sehr

Regis­seur Paul Feig und Emma Thomp­son haben nicht nur Whams Wei­h­nachtssong als titel­geben­den Song inte­gri­ert, son­dern einige weit­ere von George Michaels größten Hits, wie beispiel­sweise „Wake Me Up Before You Go-Go“. Der Musik­er hat nach Angaben der Schw­er­iner Volk­szeitung vor seinem Tod nur einem Film unter der Bedin­gung zuges­timmt, wenn das The­ma Obdachlosigkeit eine Rolle im Film spielt.

Kate ist zwar so gen­ervt von ihrer Mut­ter, dass sie lieber in ein­er Obdachlose­nun­terkun­ft über­nachtet, als sich noch eine Sekunde länger mit ihrau­seinan­der­set­zen zu müssen, allerd­ings wirken ger­ade die gesellschaft­skri­tisieren­den Momente, inklu­sive Brex­it-The­matik, etwas zu aufge­set­zt und deplatziert. Denn primär geht es in der Liebeskomödie „Last Christ­mas“ schließlich um die Romanze zwis­chen Emil­ia Clarke und Hen­ry Gold­ing. Wobei zu sagen ist, dass vor allem Emil­ia Clarke als Kate mit frechem Witz oft punk­tet.

Vorweihnachtliche Stimmung mit zynischen Seitenhieben

Natür­lich ist die Geschichte vorherse­hbar und dem Pub­likum ist klar, wohin die wei­h­nachtliche Reise führen wird, aber ger­ade die überk­itschi­gen Momente, und von denen gibt es einige, wär­men das Herz. Allerd­ings piek­sen die ein oder anderen zynis­chen Seit­en­hiebe Dich wieder aus der Feel-Good-Ecke, was sich in eini­gen Szenen etwas fehl am Platz anfühlt. „Last Christ­mas“ kann sich nicht zwis­chen Liebeskomödie und zynis­ch­er Vor­wei­h­nachts­geschichte entschei­den und ver­liert somit lei­der an Glaub­würdigkeit. Und das in bei­de Rich­tun­gen. Wer sich aber auf Wei­h­nacht­en ein­stim­men möchte, der prof­i­tiert vor allem vom kitschi­gen Wei­h­nachts­set­ting und einem Lon­don in der Vor­wei­h­nacht­szeit.

Du lieb­st Wei­h­nachts­filme? Erzäh­le uns in den Kom­mentaren von Deinem Lieblings­film zur schön­sten Zeit des Jahres!

Titel­bild: © 2019 Uni­ver­sal Stu­dios

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